Rockharz 2022 – der Bericht

Rockharz 2022
06.07.2022 – 09.07.2022
Flugplatz Ballenstedt

verfasst von Fabian H.

Was war das bitte für ein RockHarz?

Nach 2 Jahren Pause, durch die Pandemie, ging es am Fuße der Teufelsmauer so richtig zur Sache. Viele Fans nutzten den Dienstag für eine frühe Anreise und brachten sich damit schon ordentlich in Festivalstimmung. So wuchsen die Warteschlangen am Merchandise und an der Bändchenausgabe, die Stimmung war dennoch gut und die Wartezeit wurde mit dem ein oder andren Kaltgetränk „verkürzt“. Danach ging es für viele in den Mutantenstadl, um bei sommerlichen Temperaturen bis in die frühen Morgenstunden zu feiern.

Mittwoch wurde pünktlich um 15:30Uhr das Infield geöffnet und die einströmenden Fans wurden von der „Cantina-Campingground-Coverband“ musikalisch begrüßt. Der Opener war am Mittwoch „Mutz & The BlackeyedBanditz“. Selten habe ich so viele Metalheads bei einem Opener im Infield gesehen. Mutz (Stagemanager beim RHZ) sprach in einem Interview mit „Der Wahren Lukas“ über seinen Auftritt und er war begeistert, dass dieser so richtig gefeiert wurde. Zusammen mit den „BaulMuluy Pipes & Drums Hamburg“ ging es für „Grave Digger“ auf die Stage, was bei den Metalheads sehr gut ankam und es wurde staubig im Infield. Bei Kataklysm ging es dann richtig zur Sache. Nach den ersten Circle Pits hatten die Grabenschlampen das erste Mal so richtig was zu tun, den vielen Crowdsurfern sei Dank. Die Grabenschlampen sind die örtliche Security, für diejenigen unter euch, die noch nicht beim RockHarz in den Genuss mit Ihnen kamen. Als Fotograf im Fotograben bekommt man mit, was die Jungs Tag für Tag abliefern, einen ganz großen Respekt!
Den Abend beendeten „In Extremo“ mit viel Feuer und Tanz.

RockHarz Grabenschlampen

In der Nacht zum Donnerstag wurde es dann ungemütlich. Dauerregen, Wind und kalte Temperaturen sorgten für eine eher ruhige Nacht auf dem Campground. Viele schreckte das Wetter nicht ab und es wurde ab kurz nach 13 Uhr vor der Bühne gefeiert, frei nach dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung! Stürmisch, aber mit weniger Wasser von oben betrat „Tetzel“ die Stage um mit „Asenblut“ so richtig los zu legen. Alea hatte einen Gastauftritt und heizte mit Tetzel noch einmal so richtig ein. Der „Saltatio Mortis“ Sänger wurde das ganze Festival immer mal wieder im Infield oder auch auf dem Campground gesichtet. Als nächstes betraten „Hammer King“ die Stage. Erstklassige Heavy Metal Klänge durchdrangen den immer noch stürmischen Harz. Über die Sozialen Medien und auf dem RockHarz verbreitete sich schnell die Meldung: Unzucht müssen Ihren Gig auf Grund des „C“ absagen. Doch was nun? Wird der Slot leer bleiben? Weit gefehlt, der Frontmann Daniel Schulz Alias „Der Schulz“ übernahm den Slot. Neben eigenen Songs, wurden auch Coverversionen von Unzucht gespielt. Vielen Dank dafür! Mir hat es sehr gut gefallen. In der weiterhin stürmischen Harznacht betraten „Subway to Sally“ die Stage, auch hier wurde klar: die haben Bock wieder auf der Bühne zu stehen und das vor 22000 Metalheads beim ausverkauften RockHarz Festival.

Nun warteten alle auf den Headliner des Abends: Powerwolf hielten ihre heilige Metal Messe ab. Leider konnte auf Grund des Sturmes nicht die volle Ladung Pyrotechnik verwendet werden, trotzdem war es eine gelungene und sehr mitreißende Show. Als After Headliner betraten Knasterbart die Bühne und sorgten mit ihren Songs für ordentlich Stimmung unter denen, die dem schlechten Wetter getrotzt hatten und es waren nicht wenige, die bei „Gossen-Folklore“ noch einmal den Kopf kreisen ließen und das Tanzbein schwangen.

„Burden of Grief“ eröffneten mit Melodic-Death-Metal den Festivalfreitag. Die Crowd war gut vorbereitet und Kambrium stürmten auf die Stage, welche mit einem riesigen rosa Schlüppi von den Fans begrüßt wurden. Die Show war wie immer genial und es wurde so richtig gefeiert. Auch bei der späteren Autogrammstunde war klar, wie beliebt Kambrium bei den Fans ist. Zum Mittag ging bei „Ost + Front“ die Post ab. Ihre einzigartige Bühnenshow und die Lust zu spielen, sorgte bei den Metalheads für beste Stimmung. Als Jinjer die Stage betraten, hing ein riesiges Peace Symbol in deren Heimatfarben im Hintergrund. Die Band aus der Ukraine wurde gefeiert und das politische Statement der Sängerin beklatscht. Alle hoffen, dass der Krieg in der Ukraine endlich beendet wird!

Auf der Darkstage sorgten Finntroll dafür, dass der letzte Rest an Feuchtigkeit aus dem Boden gestanzt wurde. So langsam wurde es Abend und mit „At the Gates“ und Enisferum das Infield immer voller. Die Vorbereitungen auf „Running Wild“ liefen auf Hochtouren, doch vorher betraten noch „Steel Panther“ und ASP die Bühne. Die Glam Metal Band aus den USA brachten die Grabenschlampen auf Betriebstemperatur, bevor es mit ASP weiter ging. Neben den bekannten und gefeierten Songs wie „Ich bin ein wahrer Satan“ durfte natürlich auch der Klassiker „Ich will brennen“ nicht fehlen. Eine rundum zufriedene Crowd wechselte nun zurück zur Rock Stage um dort „Running Wild“ zu feiern. In gut 1,5 Stunden wurden Klassiker wie „Riding the Strom“ aus der Bandgeschichte gespielt. Als After Headliner betraten zu später Stunde „The 69 Eyes“ die Stage. Mit ihrem Mix aus Gothic und Rock wurde der Freitag musikalisch beendet. Zu später Stunde verließen alle das Infield und feierten auf dem Campground weiter.

Jetzt sind wir auch leider beim letzten Tag des Festivals angekommen. Eröffnet wurde dieser von „Storm Seeker“. Bei Piratenklängen wurde kräftig vor der Stage gerudert. Um 13:15Uhr standen die Sport Rocker von „April Art“ auf der Bühne. Komplett in Rot gekleidet und teilweise roten Haaren startete das Sportprogramm auf und vor der Stage. Was für eine Power! Spätestens jetzt sind alle fit und wach. Es war Zeit für „Tankard“. Dieses Jahr hat die Band aus Frankfurt Ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Um es mit den Worten des Frontmanns zu sagen: „40 Jahre schlechtes Aussehen, 40 Jahre keinen Erfolg“, dem kann ich so nicht zustimmen. Der Erfolg ist da und die Party riesig! Bei Betontod drehten sich alle Fotografen von der Bühne in Richtung Infield, was war das? Im Stand wurde mit wehender Regenbogenfahne über die Crowd gesurft, was für ein akrobatischer Akt! Neben dem bekannten und mit starkem politischem Statement behaftetem Song „Hals Maul Arsch Gesicht“ wurde der Gig mit dem Song „Traum einer Freiheit“ beendet.

Die „Meiste Band der Welt“ standen jetzt auf der Bühne, Knorkator. Stumpen komplett im goldenen Anzug und Hut. Wer die Band kennt, weiß dass er dieses Outfit nicht lange anhaben wird. Wie so oft, wurden alle Fotografen auf die Stage geholt um Fotos von der Band und Crowd zu machen, was für uns jedes Mal ein besonderer Augenblick ist. Der Blick von der Stage auf über 20000 feiernde Menschen ist einfach einzigartig! Dank der vielen Crowdsurfer, war es nichts mit Pause für die Fotografen, selbstverständlich wurde den Grabenschlampen unter die Arme gegriffen. Auch hier wieder mein größter Respekt, über das was in der Zeit des Festivals so geleistet wird. Die Jungs sind immer gut gelaunt und für einen Spaß zu haben. Auf der Bühne ist mittlerweile Stumpens DNA vertreten. Agnetha unterstütze die Band und der Papa war sichtlich stolz auf seine Tochter.

Knorkator und die Meute

Auf der Rock Stage begrüßte „Der Checker“ Alex Wesselsky als Frontmann von Eisbrecher die wartenden Fans. Gleich zum Anfang gab es einen Eisbrecher Teddy für die Fans und das Set ging los. Neben Sturmfahrt und „This is Deutsch“ wurden auch ältere Stücke gespielt. Mit „Miststück“ wurde das Set beendet und die Band bedankte sich bei den Fans, hier gab es weitere zahlreiche Eisbrecher Teddys für die Masse! Die Freude konnte man den Jungs auf der Bühne ansehen. Bevor „Accept“ als Headliner die Bühne betraten, bedankten sich die Veranstalter bei allen Festivalbesuchern und betonten, dass es nicht selbstverständlich wäre, dass dem RHZ so die Treue geschworen wurde. Vielen Dank an Dani und Buddy! Die Bühne war für „Accept“ vorbereitet und die deutsche Heavy Metal Band, welche in den frühen 80´er gegründet wurde, ließen es so richtig krachen. Was für eine Show! Es wurden aktuelle Songs wie „Symphony of Pain“, aber auch Klassiker wie „Restless and Wild“ in den Harzer Himmel geschmettert. Vielen Dank für den gelungen Abschluss.

Es war ein rundum gelungenes RockHarz 2022! Vielen Dank an die Orga, die vielen Helfer und auch ein großer Dank an das Reinigungsteam. Die sanitären Anlagen wurden mehrmals am Tag gereinigt und geleert. So macht Festival Spaß!

Die ersten Bands für 2023 stehen bereits fest. Bei dem 30´en RockHarz vom 05. – 08.2023 sind unter anderem bestätigt: Die Apokalyptischen Reiter, Equilibrium, Letzte Instanz, Paradise Lost und Hämatom. Sichert Euch rechtzeitig die Karten, der Vorverkauf hat bereits begonnen. Wir sehen uns unter der Teufelsmauer!

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