Powerwolf – Call Of The Wild

verfasst von Kalle

Die Wölfe sind zurück und das mit einem ordentlichen Machtwerk.. oder? Drei Jahre sind seit dem letzten Album vergangen und klar, Corona hat es die Produktion einer neuen Scheibe nicht leichter gemacht. Daher wurde das neue Album der Wölfe jetzt umso mehr mit Spannung erwartet. Die ersten Auskopplungen wurden schon ordentlich gefeiert. Man hat sich viel Mühe gegeben, die Videos cool zu gestalten und die Songs… die haben einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Tja und nun ist sie komplett da. Und um es mal vorweg zu nehmen: Es ist Powerwolf und nix Neues. Das kann man jetzt negativ sehen, aber ich meine das durchweg positiv, denn wie sollen Powerwolf sich auch großartig neu erfinden, denn mit ihrem Klang und ihren Themen stehen sie sehr gut da, da dies ihr Markenzeichen ist. Und genau das will man von Powerwolf hören. Daher ist dieses Album kein großer Quantensprung, aber auch eben kein Rückschritt. Stagnation wäre auch falsch zu sagen… Powerwolf haben halt diesen ganz besonderen Sound, den man von ihnen erwartet. Göttliche Hymnen möchte ich ihre Songs gerne mal bezeichnen, denn dieser Halleffekt von Attila in der Stimme ist immer wieder geil. Was aber auch die Jung an den Gitarren, Schlagzeug usw. liefern… mjam mjam:

Der Auftakt mit „Faster Than The Flame“ ist schon bombastisch und gibt direkt die Richtung der Platte vor. Es ist von Beginn an Vollgas angesagt. Luft holen können Andere! Mit „Beast Of Gévaudan“ geht es direkt zackig weiter. Ich bin überrascht, was sich die Band für Themen ausgesucht hat. Von der Bestie habe ich zum Beispiel bis heute noch nie etwas gehört, dabei sind wohl laut Erzählungen knapp 100 Kinder, Jugendliche und Frauen dem Biest zum Opfer gefallen. Wikipedia half mir hier, mal sich darüber zu informieren. „Dancing With The Dead“ war u.a. einer der Songs, die bereits im Vorfeld veröffentlicht wurden und ein cooles Video bekommen hat. Hier gefällt mir speziell das „Orgelspiel“ von Falk. Das gibt dem Song diesen ganz besonderen Flair. Wer im Takt ordentlich headbangen möchte, der bekommt bei „Varcolac“ die perfekte Gelegenheit dafür. Der Takt ist optimal für einen guten Haarschwung. Ich find es auch immer wieder faszinierend wie die Band es schafft, in den Songs direkt Passagen einzubauen, wo man Live genau weiß, wo man mitmachen soll.

Ein wenig verschaufen könnt ihr dann bei „Alive Or Undead“. Man könnte den Song direkt als Ballade bezeichnen. „Blood For Blood“ ist für mich die erste richtige Überraschung auf diesem Album. Soundtechnisch gibt es hier tatsächlich einiges zu entdecken. Man könnte nämlich meinen, die Band hat sich Turisas und Alestorm mit ins Boot geholt, denn so klingt der Sound von dem Track. Find ich gut und erfrischend! Und direkt dahinter gibt es die nächste Überraschung, denn mit „Glaubenskraft“ gibt es einen Song, der komplett auf Deutsch gesungen ist. Bisher gab es dies nur mal als kleine Passagen oder zum gewissen Teil wie in „Stoßgebet“. Doch damit zeigt die Band eine weitere Qualität.. ihre Songs funktionieren auch auf Deutsch. Die Power, die unsere Sprache haben kann, wird hier richt spürbar. „Call Of The Wild“… der Song zum Album, ist gut gemacht, aber tatsächlich für mich eher so Durchschnitt. „Sermon Of Swords“ überrascht mit den schnellen Wechseln… mal ruhige Strophen, dann heftige Refrains. Da kommt die Band sicher live gut ins Schwitzen bei.

Mit „Undress To Confess“ geht es dann auf die Zielgerade des Albums. Der Song ist auch eher so sehr guter Durchschnitt, da speziell das Keyboard mal anders klingt. Als letzten Song gibt es dann „Reverent Of Rats“. Ein gutes Finale, aber auch ein überraschendes, denn der Song hat noch einmal richtig Power und man möchte danach eigentlich weiter hören. Mein kleines Fazit zum Album: Es ist geil produziert, der Klang gefällt mir richtig gut. Die Gitarrensoli sind Hammer.. die Band ist stark wie eh und je. Manch Song kann überraschen, andere nimmt man nur so mit. Somit ist Alles vertreten und würde ich maximal 10 Punkte zum vergeben haben, so wäre die Platte bei einer sehr guten 8. Powerwolf zeigen einfach, was sie ausmacht, setzen hier und da ein paar Überraschungen ein und wissen mit ihrer Qualität zu begeistern. Was sie aber wirklich ausmacht: Ihre bombastischen Live-Auftritte. Also… wenn ihr die Chance habt, schaut euch die Band live an und erlebt ihre kraftvollen Songs direkt.

Tracklist:

  1. Faster then the Flame
  2. Beast of Gévaudan
  3. Dancing with the Dead
  4. Varcolac
  5. Alive or Undead
  6. Blood for Blood (Faoladh)
  7. Glaubenskraft
  8. Call of the Wild
  9. Sermon of Swords
  10. Undress to Confess
  11. Reverent of Rats

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