Hämatom – Berlin

verfasst von Kalle

Könnt ihr euch die Jungs von Hämatom mit ruhigen Tönen vorstellen? Ehrlich… ich für ein ganzes Album auch nicht, doch die Jungs sind doch immer wieder für eine Überraschung gut. Wer Hämatom kennt… normalerweise kracht es richtig und geht ordentlich ab in den Texten usw. Die Band kommt aber immer wieder auf tolle Ideen, wie u.a. das Coveralbum. Doch nun ziehen sie sich ein wenig selbst den Stecker und reisen in der Zeit ein wenig zurück und egal was sie anpacken… es klingt einfach cool.

Der Titel vom Album ist „Berlin“ und hat noch einen Zusatz: Ein akustischer Tanz auf dem Vulkan! Und ja… ich kam mir schon beim ersten hören direkt vor, als wäre ich in einer anderer Zeit gelandet. Stellt euch vor, ihr seid in einem alten Theater und seht auf der Bühne eine Big Band und dazu die vier Jungs von Hämatom, mit ihren Masken von heute. Ehrlich… wenn der rote Vorhang sich hebt und die Jungs da stehen… ich seh das schon bildlich direkt vor mir. Und diese neuen Songs, zehn an der Zahl, machen gute Laune. Genau das, was man aktuell braucht.

Klar man bekommt direkt Sehnsucht nach Bars, Konzerten und Tanz usw. aber das kann man jetzt gemütlich und sicher zu Hause machen, denn der Sound davon kommt aus den Boxen. Wer ein wenig sich mit der Gesichte von Berlin auskennt, der wird wissen: Berlin war früher wirklich eine sehr umtriebige Stadt und immer eine Reise wert. Ist sie heute auch noch, doch damals war es noch besonders. Und genau dieses Feeling übertragen die Songs. „Beweg dein Arsch“, „Tanz auf dem Vulkan“ oder auch „Werft die Gläser an die Wand“ sind einfach grandiose Nummern. Große Überraschung gab es für mich beim namensgebenden Song zum Album „Berlin“. Die Melodie ist von Dolly Parton´s „Jolene“ genommen und es klingt so passend. Direkt mitgesungen, als ich den Songs das erste Mal hörte. Tolle Hymne für die Stadt.

Dieser Groove in den Songs macht einfach Spaß, denn diese Big Band, wenn denn wirklich eine zum Einsatz kam, macht hier einen tollen Job. Da passt jede Note und es harmoniert so sehr. Ein absolutes Highlight ist der Song „Du bringst mich um“. Ein sehr gefühlvoller Track, wo man jeden Saitengriff hört und die Streicher so eine tolle Stimmung produzieren. Nord singt so gefühlvoll, das man direkt Gänsehaut bekommt. Und dann stell ich mir bei „Die Welt Ist High“ eine Revue im Friedrichstadtpalast vor. Ein tolles Finale auf dem Album, was dann mit „Nichts bleibt für Immer“ abgeschlossen wird.

Jungs… ihr habt mich direkt beim ersten Durchgang gehabt und je öfter ich die Platte hörte, je mehr hab ich sie gefeiert, weil sie so grandios gemacht ist. Eine Eins mit Sternchen wäre hier sogar noch zu wenig. Dieser Stil steht euch gut und ich warte auf die Live-Show dazu. Bitte mehr solch toller Projekte! Danke für diese grandiose Platte.

Tracklist:

  1. Tanz auf dem Vulkan
  2. Beweg dein‘ Arsch
  3. Au Revoir
  4. Berlin
  5. Zwischen Gangstern und Ganoven
  6. Werft die Gläser an die Wand
  7. Ein Herz und eine Kehle
  8. Du bringst mich um
  9. Die Welt ist high
  10. Nichts bleibt für immer

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