Evanescence – The Bitter Truth

verfasst von Kalle

Lange wurde die neue Platte von Evanescence erwartet und was soll ich sagen… die Band hat geliefert. Zwölfe neue Stücke, wobei das erste als Intro gilt, die euch die Band präsentieren, wie sie mir persönlich noch in den Ohren klingen, als sie angefangen haben, zu Zeiten von „Bring Me To Life“, nur eben jetzt noch geiler. Der Sound ist bombastisch, schon beim ersten Stück „Broken Pieces Shine“ kam ein satter und kraftvoller Druck aus meinen Boxen, wie ich ihn mir bei einer solch dynamischen Band erhoffe. Amy ihre Stimme sorgte direkt für Gänsehaut, die Drums ließen direkt meinen Boden vibrieren und ich saß geflasht da und hatte den Mund offen. Damit habe ich so nicht gerechnet und das meine ich durchweg positiv.

Ich persönlich mag ja diese Tiefe, welche in den Songs der Band zu spüren ist. Sie schaffen es auch wieder auf diesem Album, die Songs mit Kraft und dann zusätzlich kleinen zierlichen Elementen zu füllen. In „The Game Is Over“ sind es die Glockenschläge zu Beginn. „Yeah Right“ erinnert mich dann ein wenig an eine andere Sängerin, die in diesem Genre eigentlich gar nix zu suchen hat, dennoch von der Art und Weise. in manchen Songpassagen, dachte ich an Billie Eilish. Mag weit hergeholt sein, aber eine gewisse Ähnlichkeit war zu vernehmen. Und dazu gefällt mir in dem Song noch das kurze und so roh wirkende Gitarrensolo. Evanescence schaffen es in großartiger Perfektion ihre Songs aufzubauen, was allerdings auf Dauer tatsächlich gleich wirken kann, wenn man es als Gesamtes betrachtet. Sanfte Einleitung und dann eine Steigerung in die härteren Töne.

Dabei übertreiben sie aber nicht mit dem Tempo, denn das ist alles wohl dosiert und gut gemischt. Ein Song, den ich euch persönlich sehr empfehlen kann, ist „Wasted On You“. Eine sehr dynamische Ballade, mit satter Gitarre und doch einer gewissen Verletzlichkeit. Besonders überrascht mich hier dieser elektronische Drumsound, den ich vernehme. Es klingt mir nicht nach einem normalen Schlagzeug. Es kann natürlich auch sein, hier wurde vielleicht mit diesen Panels gearbeitet, wie man sie u.a. von Linkin Park kennt. Im Refrain ist das richtige Schlagzeug gut zu vernehmen, aber dennoch bin ich verwirrt und angetan zugleich. „Use My Voice“ kennt man ja vielleicht schon aus dem Radio. Dadurch, das ich die ganze Platte hören konnte, weiß ich jetzt auch, warum man diesen Song als Single ausgewählt hat. Er ist der mit kräftigste und abwechslungsreichste auf der Platte und hier kommt Amy so richtig aus sich raus.

Bei vielen anderen Songs hat man doch ein wenig den Eindruck, sie kann mehr… will aber irgendwie nicht komplett aus sich raus, was natürlich der Stimmung des Songs geschuldet ist. Bei „Far From Heaven“ werdet ihr Gänsehaut bekommen, denn hier spielt die Band ihre Stärke in grandiosen Balladen aus. Zum Ende bekommt ihr einen sehr epischen Track, der dann doch noch so richtig was aus der Platte rausholt. „Blind Belief“ nennt sich das epische Stück. Wenn ich jetzt ein Fazit ziehen soll, dann ist es positiv, mit einem Manko… ich hätte mir persönlich ein wenig mehr Kraft in Amy ihrer Stimme an manchen Stellen gewünscht und das der Songaufbau hier und da nicht zu ähnlich ist. Ansonsten ist an der Platte nix auszusetzen und absolut zu empfehlen, denn es ist Evanescence, wie man sie kennt und wünscht.

Tracklist:

  1. Artifact/The Turn
  2. Broken Pieces Shine
  3. The Game Is Over
  4. Yeah Right
  5. Feeding the Dark
  6. Wasted on You
  7. Better Without You
  8. Use My Voice
  9. Take Cover
  10. Far From Heaven
  11. Part of Me
  12. Blind Belief

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