Varang Nord – Pārķiuņa Uomurs

verfasst von Kalle

Wer mich ein wenig kennt, der weiß… ich habe Interesse an Musik, die mit nordischer Mythologie und Co. zu tun hat. Zudem liebe ich diese Melodien eingebettet in fetten Riffs und dann dazu Stimmen, die man so vielleicht nicht erwartet. Na jetzt dürft ihr mal raten, warum ich mir diese Platte ausgesucht habe. Okay, nordische Mythologie kommt hier vielleicht nicht unbedingt vor, aber soundtechnisch… mjam mjam. Varang Nord stammen aus Lettland und haben sich 2014 gegründet. Mit „Pārķiuņa Uomurs“ erscheint ihr bereits viertes Album. Ich gestehe, von der Band hab ich bis heute noch nicht wirklich was gehört, was mich persönlich ein wenig ärgert, denn musikalisch ist das genau meine Baustelle.

Okay… ich werde nicht genau auf die Songs eingehen können, weil ich die Sprache leider nicht verstehe, aber musikalisch kann ich euch sagen… ihr werdet nicht enttäuscht. Ihr kennt vielleicht Arkona, und jetzt packt da mal ein Hauch Amon Amarth und Korpiklaani dazu und ihr habt eine ungefähre Vorstellung vom Sound der Letten. Krachende Drums, satte Riffs und dazu eine Stimme… hachja… hoch die Hörner. Was mich fasziniert ist der Einsatz vom Akkordeon, welches hier sehr präsent ist. Damit wird die Band ihrem Genre Folk/Pagan mehr als gerecht. In ihrer Beschreibung steht zu den Themen der Songs: sie loben große Schlachten, blutige Opfer, die alten Götter und große Feste mit vielen Tassen Ale.

Allein das Intro zu diesem Album… ich hab mich direkt in den Sound verknallt. Das hätte direkt ein Soundtrack sein können, die Szenen dazu haben sich direkt vor meinen Augen abgespielt. Wirklich episch! Das Interessante an der sechsköpfigen Band, fünf Männer und eine Frau, ist: Sie sind sehr jung. Ich würde, allein vom Bandfoto ausgehend, tippen… hier ist keiner älter als 32. Das ist echt cool, weil es zeigt, wie viele sich mit dieser grandiosen Materie beschäftigen. Und die Band schafft es z.B. im Song „Svietņeica“ diesen epischen Klang vom Intro direkt einfließen zu lassen. In „Uperiešona“ starten sie mit „brutalem“ Klang und absoluter Härte und plötzlich… da geht der Song fast in eine „Ballade“ über, aber ohne Gesang.

Die Songs sind absolut abwechslungsreich, wenn auch das Akkordeon immer zu vernehmen ist und an manch Stelle vielleicht auch etwas zu viel davon existiert, es macht Spaß dieses Album zu hören. Man kann, selbst wenn kein Wort verstanden wird, dazu gut abgehen, ähnlich wie bei den Songs von Arkona oder die finnischen Lieder von Korpiklaani. Ganz ehrlich.. ich feier diese Platte… allein schon wegen diesem richtig geilen Sound. Eine absolute Empfehlung. Ob die Songs in englisher Sprache genauso gut wirken könnten? Ich vermute nicht. Aber spielt keine Rolle. Man muss nicht immer alles verstehen. Wie heißt es so schön: Musik funktioniert auch ohne Worte. Selbst instrumental wäre diese Platte grandios. Zieht sie euch rein!

Tracklist

  1. Pi Tuoļim Krostym
  2. Stuojīs!
  3. Cīņis Gors
  4. Pārķiuņa Uomurs
  5. Dzeļža Ryuda
  6. Svietņeica
  7. Uperiešona
  8. Syt Pa Seyi
  9. Troļļs
  10. Karaveiri
  11. Ceļš Da Sātai

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