Orden Ogan – Final Days

verfasst von Kalle

Spricht man von konstanter Qualität und hohem Niveau im Metal, dann kommt man an Orden Ogan nicht vorbei. Die Band höre ich nun schon viele Jahre und manche ihrer Songs sind große Lieblinge von mir. Ihr Sound ist sofort erkennbar, egal ob sie sich thematisch verändern und neu erfinden… diesen Sound hört man raus. Ob das gut ist, weil man denken könnte, es käme ja nix mehr Neues? Weit gefehlt. Ich rede hier nur von der Basis des Sounds. Orden Ogan gehören für mich zu den abwechslungsreichsten Metalbands aus Deutschland. Ihr neues Album „Final Days“ ist thematisch wieder in eine andere Richtung gehen, dieses Mal mehr Sci-Fi, als z.B. Gunmen. Und genau dieses Konzept hört ihr im Sound durch ganz bestimmte Elemente. Darunter zählt natürlich dann ein markantes Keyboardspiel und abgefahrene Melodien. Bandfrontmann Seeb hat die Platte selbst in seinem Studio gemischt und da ihr aus anderen Band-Reviews wisst, macht der Mann einen grandiosen Job. Somit freut euch auch auf diesem Album auf einen fantastischen Sound.

Insgesamt gibt es 10 neue Songs von den Power Metallern. Die Songs haben alle eine Mindestlänge von über vier Minuten, somit bekommt ihr viel geboten. Man hört auch nicht beim ersten Mal jedes Detail heraus, dafür ist die Band bekannt. Man bekommt manch Effekt, manch kleinen Schmankel, erst nach mehrmaligen hören raus. Ein wenig mehr Druck durch die Bässe und Drums, der etwas weniger verzerrt klingt, hätte ich mir persönlich gewünscht. Meine Bassbox war etwas traurig, weil diese Töne doch leider etwas untergingen. Da sind sie, keine Frage… aber der Brustkorb drückte nicht so schön. Das aber ist jetzt Nörgeln auf hohem Niveau und kann auch ein Einstellungsfehler bei mir sein, wobei ich natürlich einige Einstellungen probiert habe.

Was mir besonders gefällt: Orden Ogan haben sich für dieses Album Unterstützung geholt. Auf zwei Songs sind Gäste mit dabei. Gus G. von Doro spielt bei „Interstellar“ mit und Ylva Eriksson von Brothers Of Metal singt bei „Alone In The Dark“ mit. Speziell beim Thema Gitarensolo´s bekommt man auf „Final Days“ wieder jede Menge geboten. Da geht mir persönlich ja immer das Herz auf, wenn gute Solo´s auf einem Album sind. „Alone In The Dark“ ist die Ballade auf der Platte. Hier ist Gänsehaut garantiert. Ansonsten erwarten euch teil großartige Hochgeschwindigkeitssongs. Viel Luft holen ist da nicht drin, liebe Headbanger! Das Konzept mit dem dem Sci-Fi wird toll umgesetzt. Das wird dem Plattencover absolut gerecht. Hab ich einen direkten Favouriten auf der Platte? Nein, denn ich find sie im Gesamten sehr stark. Ihr bekommt 100 % Orden Ogan geboten. Manch einer könnte ja jetzt sagen… es klinge ja wieder alles gleich und da ist kaum etwas anders, als wie bei den Vorgängern und auch die Songs auf dem Album sind fast alle gleich aufgebaut.

Ja das mag ein ganz wenig stimmen, aber es sind dann eben die Details, die ein neues Album ausmachen, wenn man auch vom Stil her gleich bleibt. Und von diesen Details werdet ihr jede Menge erleben und genießen dürfen. Gelungene Platte und somit wieder ein tolle Werk von Seeb und seinen Mannen. Danke dafür!

Tracklist:

  1. Heart Of The Android
  2. In The Dawn Of The AI
  3. Inferno
  4. Let The Fire Rain
  5. Interstellar (Feat. Gus G.)
  6. Alone In The Dark (Feat. Ylva Eriksson)
  7. Black Hole
  8. Absolution For Our Final Days
  9. Hollow
  10. It Is Over

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