Helstar – Clad in Black

von Tim Otterbeck

Helstar sind hierzulande wohl nur wenigen Leuten ein Begriff und wahrscheinlich eher bei alteingesessenen Kuttenträgern bekannt. Und das, obwohl es die Truppe schon seit 39 Jahren gibt. Helstar gehörten in den 80er Jahren zu den Vorreitern des härteren Heavy Metals und damit auch zum Wegbereiter des Power Metals, haben es aber nie geschafft, ihre Lorbeeren zu ernten. Innerhalb der fast 40 Jahre hat sich zudem das Line Up so stark geändert, dass nur noch Gitarrist Larry Barragan von der Originaltruppe dabei ist. Bei dem am 26.02.2021 erscheinenden Werk „Clad in Darkness“ handelt es sich nicht um ein vollständiges Album, sondern kann eher als EP angesehen werden, da es die vorab erschienene 7″ Single „Black Wings of Solitude“ um ein paar Songs erweitert. Die erste Hälfte der EP besteht damit aus neuen Stücken, die zweite lediglich aus Coversongs.

Der Opener „Dark Incartation (Mother of the Night“ beginnt mit einem von Schafen eingespielten Chorus und der ist noch der beste Teil des Stücks. Was die Herren auf den über sechs (sehr zehrenden) Minuten präsentieren klingt zwar nach klassischem Heavy Metal der härteren Gangart, wirkt aber komplett emotionslos und uninspiriert. Wo man gleichalten Herren wie Accept noch die Spielfreude abnimmt, scheitern Helstar auf ganzer Linie. „Black Wings of Solitude“ macht dagegen ein paar Punkte wett, was vor allem Sänger James Rivero zu verdanken ist, dessen Stimme (trotz seines Alters) immer noch beeindruckend klingt. Allerdings ist das Stück nur allzu bekannte Heavy-Kost, wie man sie schon zuhauf kennt. Auf „Across the Raging Seas“ versuchen sie sich an einer schnelleren Nummer, die aber wenig überzeugen kann und ohne Biss wirkt. Die Coverversionen weichen nur wenig von den Originalen ab, daher gehe ich nicht gezielt auf diese ein.

(Anmerkung: „Clad in Black“ beinhaltet in Wirklichkeit zwei CDs. Die erste ist die hier besprochene EP. Bei der zweiten handelt es sich um das 2016 erschienene Vampiro. Auf dieses wird aber nicht näher eingegangen)

Fazit

Wer Helstar bisher nicht gekannt hat, der wird sich auch hier nicht tiefer reinwagen. Fans und Anhänger des traditionellen Heavy Metals werden hier sicherlich neues Futter finden, dass aber nicht lange satt macht.

Tracklist

  1. Dark Incarnation (Mother Of The Night)
  2. Black Wings Of Solitude
  3. Across The Raging Seas
  4. Restless And Wild (Accept Cover)
  5. After All (The Dead) (Black Sabbath Cover)
  6. Sinner (Judas Priest Cover)

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