Burn Down Eden – Burn Down Eden

von Tim Otterbeck

Was passiert, wenn sich eine Gruppe angepisster Ex-Punker aus dem brandenburgischen Hinterland zusammenschließen? Richtig, sie gründen eine Metal Band, die sich keinen ausgeleierten Konventionen hingeben möchte und auf große Plattenfirmen scheißt. Heraus kam dabei die Melodic Death Metal Band Burn Down Eden, die mit ihrem selbstbetitelten Werk am 26. März 2021 ihr Album Nummer Drei in Eigenregie veröffentlicht. Dass es sich bei Burn Down Eden nicht um eine x-te Kopie irgendwelcher anderen Melo-Death Bands handelt, haben die Jungs schon auf ihrer ersten EP “Memoirs of Human Error” deutlich gemacht, was alleine schon an dem größeren Talent einzelner Bandmitglieder liegt.

Vor allem die Leadgitarrenfront überzeugt gleich auf dem Intro zu „Sadomasochists From Beyond the Grave“ und lässt einen fast an die Göteborger Schule denken, die auf Carcass trifft. Auf „A Prepper’s Prophecy“ erweitern sie ihren Melodic Death Kosmos um eine Prise Mors Principium Est, wobei Burn Down Eden mehr Spit reinbringen. Auch auf „Bizarre Circus“ haut einen die Leadgitarrenfront einfach nur um. Was William und Tomte da zusammen gestalten stellt sogar das Amott-Gespann in seinen Schatten. Auch Sänger Pether, der 2019 neu hinzugekommen ist, beweist sich als ein Glücksgriff. Wie eine rostige Kettensäge beißt sich seine Stimme in die Gehörgänge. Alles wirkt einfach so gut aufeinander abgestimmt, dass man gar nicht auf Pause drücken möchte. Quasi No Filler – All Killer. Ein Ohrenfest für Fans des modernen Melodic Death Metals!

Fazit

Warum muss man immer nach Schweden oder dem anglo-amerikanischen Raum schauen, wenn man guten Melodic Death Metal sucht. Man findet ihn auch zwischen Mais und Weizen im Brandenburger Hinterland. Es tut gut, dass aus einer Region, in der man eher geneigt ist, mit einem Onkelz oder Frei.Wild Heckscheibenaufkleber über die Flaniermeilen der kleinbürgerlichen Gemeinden zu cruisen, auch handfester, anspruchsvoller Metal kommen kann – der sich vor Genregrößen, wie Mors Principum Est nun wahrlich nicht mehr verstecken braucht. Schade nur, dass die aktuelle Lage auch für dieses Jahr keine Konzerte oder Festivals zulassen wird. Das hätte Burn Down Eden den verdienten Promopush bringen können. Wer auf guten, hausgemachten Metal aus der Region steht: Kauft euch dieses Album, es ist es mehr als wert.

Tracklist

  1. Sadomasochists From Beyond the Grave
  2. A Prepper’s Prophecy
  3. Bizarre Circus
  4. A Bloody Pool of Angels
  5. Witch’s Scorn
  6. Abducted Reality
  7. Hurricane of Greed
  8. Law Enforcement Übermensch
  9. The Five Horsemen
  10. Encounters of the Unknown

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