Mastodon – Medium Rarities

Verfasst von Tim Otterbeck

Mastodon sind zweifelsohne eine der interessantesten, vielseitigsten und talentiertesten Metalbands, die die Szene momentan zu bieten hat. In ihrer mittlerweile zwei Jahrzehnte umspannenden Karriere hat sich das Quartett nicht nur an die Spitze der Szene gespielt, sie sind auch immer noch ein musikalisches Phänomen, dass sich konstant weiterentwickelt. Passend zum Bandjubiläum haben sich Mastodon daher gedacht, mal tief in ihrer kleinen Schatzkiste zu kramen und uns mit bisher gar nicht oder nur auf speziellen Compilations veröffentlichten Songs zu überraschen. Dabei ist ein buntes Potpourri aus Liveaufnahmen, Instrumentals, Coversongs und bisher unveröffentlichten Songs entstanden, dass sicherlich so manches Fanherz höherschlagen lässt. Das größte Highlight der Compilation ist mit großem Abstand „Fallen Torches“. Hierbei handelt sich definitiv um einen der besten Songs, den Mastodon in den vergangenen Jahren produziert haben. Stilistisch schlagen sie dabei eine Brücke zwischen den Werken der „Emperor of Sands“ und „Hunter“ Ära. Der Song hat das Zeug zum neuen Band-Klassiker. Ohne Schnörkel, ohne große Experimente – einfach 100% Mastodon. Vor allem auch Brann Dailor legt hier mit seine beste Arbeit vor. Das folgende „A Commotion“ ist definitiv auch ein Anwärter auf ein weiteres Highlight, allerdings kommt der Song wesentlich schwerfälliger und komplexer daher. Ein gutes Stück für eine B-Seite. Freunde der älteren Werke werden sicherlich mit „Atlanta“ gefallen finden. Der Song versprüht noch den „Punk“-Charme der Frühwerke.

Fazit

Im Großen und Ganzen ist „Medium Rarities“ vor allem ein Werk für den hartgesottenen Mastodon Fan, der es leid ist, sich für einzelne Songs durch verschiedene EPs oder Soundtracks zu wühlen. Hier hat man endlich alles kompakt auf einer Platte. Großes Highlight bleibt dabei aber der Eröffnungstrack „Fallen Torches“. Wer also nicht genug von den vier Ausnahmemusikern kriegen kann, sollte hier zuschlagen. Gelegenheitsfans sollten sich dagegen lieber auf ein hoffentlich bald kommendes, richtiges Album freuen. „Fallen Torches“ beweist, dass Mastodon auch 2020 noch lange nicht zum alten Eisen gehören.

Tracklist

  1. Fallen Torches
  2. A Commotion
  3. Asleep in the Deep (instrumental)
  4. Capillarian Crest (Live)
  5. A Spoonful weighs a Ton
  6. Toe to Toe (instrumental)
  7. Circle of Cysquatch (Live)
  8. Atlanta (feat. Gibby Haynes)
  9. Jaguar God (instrumental)
  10. Cut you up with a Linoleum Knive
  11. Blood & Thunder (Live)

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