Ottone Pessante – DoomooD

verfasst von Tim O.

Dass man Metal nicht allein nur mit E-Gitarre und E-Bass spielen kann ist spätestens seit dem Durchbruch der durchgeknallten Finnen von Apocalyptica sogar schon in den Mainstreamgefilden angekommen. Dabei sollte es eigentlich gar nicht erstaunen, dass man mit einem Instrument, wie dem Cello die notwendigen, tiefen Töne erzeugen kann. Anders hingegen sieht es bei Blasinstrumenten aus. Diese kennt man im Metal ja bekanntlich hauptsächlich als quiekende Unterstützung im Mittelalter Metal oder bei den herrlich verschrobenen Diablo Swing Orchestra. Ottone Pessante hingegen versuchen nun Metal alleine mit Posaune und Trompete zu spielen und nennen das ganze schlichtweg Brassmetal. Haben sie auf ihren bisherigen Alben noch mit verschiedenen Genren experimentiert, konzentrieren sie sich nun auf DoomooD vollständig auf Doom Metal.

Und diese Konstellation geht vollkommen auf. Ottone pesante schaffen es mithilfe ihrer Instrumente eine Stimmung zu erzeugen, die so nur wenige Bands aus dem Genre kreieren können. Gerade der Einsatz der Posaune schafft eine sogartige Finsternis, die einen vollständig in den Bann zieht. So erinnert ein „Distress“ z.B. Phasenweise an Größen wie Sub Rosa oder Messa. Der Vergleich mit den Landsmännern (und Frauen) von Messa ist auch nicht weit hergeholt. Auf Tentacles gibt sich nämlich Sängerin Sara die Ehre. Neben größtenteils ruhigeren Songs gibt es aber auch noch richtige Kracher, wie „Serpentine Serpentone“, dass schon fast an Black Metal heranreicht. „Strombacea“ hingegen könnte auch reinster Funeral Doom Metal sein. Das finale „End will come…“ bildet dann auch noch einmal einen sehr späten Höhepunkt.

Fazit
Da blas mir doch einer einen Storch (haben wir die offensichtlichen Anspielungen jetzt auch abgehakt)! Was Ottone pessante hier mit DoomooD geschaffen haben ist ein wahrer Doom Juwel. Die Kombination von Doom und Jazzelementen ist sicherlich nichts neues (z.B. The Mount Fuji Doomjazz Corporation), das Ganze aber nur mit Trompete und Posaune zu inszenieren ist nicht nur verrückt, sondern auch noch ziemlich genial. Während die Posaune immer wieder für die tiefe, dunkle Stimmung sorgt, erzeugt die Trompete teils verstörende Klangwelten. Damit ist DoomooD der perfekte Soundtrack für lange, melancholische Herbst- und Winterabende.

Tracklist

  1. Intro the Chasm
  2. Distress
  3. Tentacles
  4. Coiling of the Tubas
  5. Serpentine Serpentone
  6. Ocean on a Eco
  7. Strombacea
  8. Endless spiral Helix
  9. End will come when will Ring the Black Bells

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