Dynfari – Myrkurs er þörf

verfasst von Louisa

Dass man mit Island rechnen muss, wenn es um atmosphärischen Black Metal geht, ist lange schon kein Geheimnis mehr. Doch auch abgesehen von den „Klassikern“ wie Sólstafir & Co. tut sich nach wie vor einiges auf der Insel, das einen aufhorchen lassen sollte. Mit Myrkurs er þörf, was frei übersetzt nach Google Translate etwa so viel bedeutet wie „Dunkelheit wird gebraucht“, bringen Dynfari ihr fünftes Album heraus.

Auch die anderen Titel des Albums wie „Dauðans dimmu dagar“ (Die dunklen Tage des Todes) oder „Ég fálma gegnum tómið“ (Ich verblasse durch die Leere) können sich nicht unbedingt eines lebensbejahenden Titels rühmen, dafür aber durchdringender Intensität und Emotionalität. Dynfari schaffen es perfekt, ruhige, melancholische Melodien in Frustration und Verzweiflung gipfeln zu lassen und jede Emotionsnuance auf dem Weg dorthin für den Hörer fühlbar zu machen.

Vor allem der Instrumentaltrack „Svefnlag“, der von tiefer Hoffnungslosigkeit und Trauer geprägt ist mit dem direkt darauf folgenden Track „Ég tortímdi sjálfum mér“, der durch seine Kraft und Aggression wie ein Befreiungsschlag wirkt, vermitteln Hoffnung und hinterlassen trotz der traurigen Grundstimmung von Myrkurs er þörf den Eindruck, dass die primäre Aussage des Albums ist, sich noch einmal aufzubäumen und weiterzukämpfen, egal wie hoffnungslos die Lage scheint.

Dynfari bieten mehr als einen isländischen Bandnamen in Kombination mit Black Metal. Auch, wenn einige Tracks wie „Ég tortímdi sjálfum mér“ stellenweise etwas an Sólstfir erinnern – um den Vergleich kommt man wohl einfach nicht herum – bieten die Isländer rund um Örn einen Hybrid aus Post, Atmospheric und Black Metal, der auf seine ganz eigene Weise begeistert und berührt und schaffen es, Emotionen wie Verzweiflung, Trauer, aber auch Hoffnung ungehindert von der Sprachbarriere mühelos zu übertragen. „Myrkurs er þörf“ ist ein Album, das jeder Fan von atmosphärischem Black Metal sich unbedingt für die dunkle Jahreszeit auf die Merkliste schreiben sollte.

Tracklist:

  1. Dauðans dimmu dagar
  2. Langar nætur (í botnlausum spíralstiga)
  3. Myrkurs er þörf
  4. Ég fálma gegnum tómið
  5. Svefnlag
  6. Ég tortímdi sjálfum mér
  7. Peripheral Dreams
  8. Of Suicide and Redemption

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