Deep Purple – Whoosh!

verfasst von Kalle

Zu Deep Purple selbst braucht man eigentlich gar nicht mehr viel schreiben, denn sie sind einfach Legenden im Rock. Sie gelten auch heute noch zu einer der besten Live-Bands der Szene, denn ihre Show besticht nicht durch aufwendige Produktionen, sondern eher durch Schlichtheit und dennoch einer ganz besonderen Wirkung ihrer bisherien Lieder. Nun erschien mit „Whoosh“ das nächste Kapitel der Band. Es ist ein Album geworden, das in zwei Acten aufgeteilt wurde. Jeder Act enthält sechs Songs und es gibt am Ende noch einen Bonussong.

Wer Deep Purple kennt, der weiß genau, was er auf einer Platte von der Band bekommt: Qualität. Die Produktion des gesamten Albums ist Klasse, denn alle Instrumente sind klar zu vernehmen. Und es sind gefühlt enorm viele Instrumente, auch wenn Vieles eigentlich durch ein Keyboard kommt. Man haben die Jungs noch Energie in den Fingern und in der Stimme. Allerdings ist das Tempo in den Songs etwas gemächlicher und vielleicht nicht mehr so Hymnenartig, wie man sie einst kannte. Doch genau dieses „Langsame“ bringt so viele Möglichkeiten mit sich. Tolle Gitarrenparts, Ian seine Stimme kann sich enorm entfalten und die berühmte Hammond-Orgel darf natürlich nicht fehlen. Sie ist tatsächlich sehr dominant vertreten. Doch genau das habe ich mir auch für diese Platte gewünscht.

Man hört hier und da Ansätze zu Klassikern. „No Need To Shout“ hat zu Beginn fast die Einleitung wie „Perfect Strangers“. Ich persönlich finde diese Details total klasse. „Step By Step“ dagegen wirkt sehr modern und etwas verspielt. Durch die sehr dominante Hammond-Orgel geht aus meiner Sicht aber viel vom eigentlichen Song verloren. Der zweite Part beginnt mit der flotten Nummer „What the What“. Da kann man schon mal eine gute Tanzeinlage zu bringen. Hat ein wenig was vom guten alten Rock´n`Roll. Das zieht sich weiter mit „The Long Way Round“. Hier gefällt mir der ausgehnte Instrumentalpart sehr. Absolut abwechslungsreich der Song. Wirkte der erste Act noch ewtas fröhlicher, so sind die Noten im zweiten Act tiefer gewählt. Das gibt den ganzen Songs eine ganz besondere Stimmung mit.

Da spührt man diese Kreativität der Herren. Ich finde die Platte sehr gelungen, gerade weil so viel darin steckt, was man erst heraus hören muss. Live stelle ich mir manch Nummer davon schwierig vor. Es ist dann doch schon mehr für das geneigte Sitzpublikum in einigen Hallen oder Sälen. Wer Bock auf qualitativ hochwertige Musik hat, die hier und da überrascht, der sollte sich die neue Scheibe von Deep Purple unbedingt in den Schrank stellen. Wer auf große, temporeiche Spielereien aus ist, der wird hier vielleicht mal eine Ruhezone für sich entdecken. Meine Daumen gehen jedoch weit nach Oben für die Scheibe.

Tracklist

  1. Throw My Bones
  2. Drop The Weapon
  3. We’re All The Same In The Dark
  4. Nothing At All
  5. No Need To Shout
  6. Step By Step
  7. What The What
  8. The Long Way Round
  9. The Power Of The Moon
  10. Remission Possible
  11. Man Alive
  12. And The Address
  13. BONUS TRACK: Dancing In My Sleep

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