Avatar – Hunter Gatherer

verfasst von Tim O.

Vorhang auf! Der schwarzmetallische Zirkus ist wieder in der Stadt und die Artisten rund um Direktor Johannes Eckerström präsentieren euch ein Feuerwerk der Melodie, der Härte und des Bangens. Denn die Schweden von Avatar präsentieren uns ihr nunmehr achtes Studioalbum. Und wer die Jungs kennt, der weiß eigentlich schon im Vorfeld, dass hier höchste Unterhaltung geliefert wird. Auch auf „Hunter Gatherer“ spielen sich die Göteborger munter durch die große Genrevielfalt des Metals. „Silence in the Age of the Apes“ ist reinster Progressive Death Metal der jeden Moshpit zum Beben bringen wird.

Das folgende „Colossus“ hingegen erinnert an eine Mischung an Rammstein und Mercenary. Das klingt erstmal verrückt, entwickelt sich aber vor allem im Refrain zu einer fulminanten Mischung, bei dem keine Nackenmuskeln kalt werden. Hände hoch, wer bei „A secret Door“ nicht automatisch erst einmal an Wind of Change denken musste. Genauso wie der Scorpions-Klassiker beginnt auch dieser Song mit einer so verdammt einprägsam gepfiffenen Melodie, dass man von Beginn an gefesselt ist. Was aber auch an dem Song an sich. „A secret Door“ wird diesmal größtenteils von Eckerströms charismatischer Klargesangsstimme getragen. Wunderschön. Nach etwas mehr Melodie geht es auf „God of Sick Dreams“ wieder deutlich härter und grooviger zu. Neues Futter für den Moshpit.

Gleiches gilt auch für das abgefahrene „Scream until You Wake“, das zeigt, dass man auch mit Klargesang den Abriss zelebrieren kann. Grandios geht es auch auf „Child“ weiter, bei dem Eckerstöm wieder stärker seine Zirkuselemente spielen lässt. Leider kann „Justice“ mit den vorangegangenen Songs nicht ganz mithalten. Auch das balladeske „Gun“ ist ein nettes Beiwerk, aber auch mehr nicht. Eine Entschädigung dafür folgt aber prompt mit „When all but Force Failed“. Guter alter Avatar Sound – schnell, hart, druckvoll – ab geht der Moshpitzirkus. Auch „Wormhole“ ist ein mehr als gelungener Rausschmeißer. Hier beweist vor allem die Gitarrenfront ihr gesamtes Talent – die Riffs klingen nämlich stellenweise wirklich, wie man sich ein Wurmloch vorstellt. Dadurch wird „Wormhole“ zu einem abgespaceten Hörerlebnis erster Güte.

Fazit
„Hunter Gatherer“ zeigt abermals Avatar in Bestform. Und auch Album Nr. 8 wird die Jungs aus Göteborg nicht davon abhalten unaufhörlich auf die Spitze der internationalen Metalszene zu klettern. Vor allem auch, wenn man von ihren einzigartigen Liveshows weiß, kann man eigentlich nur bei den neuen Songs ins Schwärmen geraten und man freut sich nur noch mehr, die Herren mit „Silence in the Age of the Apes“, „Child“, „Scream until You Wake“, „When all but Force Failed“ oder „Wormhole“ live zu erleben. Aber auch abseits der Bühne haben Avatar hier ein erstklassiges Album vorgelegt, dass vor allem Fanherzen höher schlagen lassen wird.

Tracklist

  1. Silence in the Age of the Apes
  2. Colossus
  3. A Secret Door
  4. God of Sick Dreams
  5. Screams until You Wake
  6. Child
  7. Justice
  8. Gun
  9. When all but Force has Failed
  10. Wormhole

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