Onslaught – Generation Antichrist

verfasst von Tim O.

Onslaught gehören zweifelsfrei zu den vielen Thrash Metal Veteranen, deren Stern nie so wirklich scheinen konnte, obwohl sie schon von Anfang an ohne Zweifel technisch mindestens auf dem gleichen Niveau wie Genregrößen Slayer, Testament etc. gewesen sind. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb so viele 8oer Kapellen heute nur noch von Altkuttenträgern bei biergeschwängerten Kneipenrunden reminisziert werden. Auch Onslaught haben sich in den früheren 90er Jahren auseinandergelebt und versuchen sich jetzt nun schon seit 15 Jahren wieder (mit neuer Besetzung – eigentlich ist nur noch Gitarrist Nige Rockett von der Ur-Besetzung dabei) wieder nach vorne zu kämpfen.

Vielleicht sollte man daher den Intro Track „Rise to Power“ auch bei Wort nehmen. Denn was sie auf dem folgenden „Strike fast Strike hard“ ist feinster Thrash ohne Schnörkel und Andy Sneapchen Weichspüler. Voll auf die Zwölf, so muss das. Etwas melodischer, aber trotzdem noch mit perfekter Härte geht es dann auf „Bow down to the Clowns“ weiter, das einen Hauch Kreator trifft auf Testament versprüht. Beim Intro von „Generation Antichrist“ kommen einem tatsächlich sogar Behemoth-Vibes entgegen. Der verpufft aber recht schnell und der Song entwickelt sich wieder zum klassischen Thrash Monster, dass hier noch stärker nach Kreator klingt (Parallelen zu deren Phantom Antichrist“ sind durchaus vorhanden). „All seeying Eye“ dagegen hat gewisse Anleihen an Anthrax. Die zweite Hälfte des Albums braucht sich vor der Ersten kaum zu verstecken. „Empires Fall“ ist rotzig und protzig zugleich, während „Religousuicide“ deutlich seinen Hut vor Slayer zieht. Mit „A perfect day to Die“ zünden sie dann nochmal alles an und entfachen ein wahres Thrash Metal Feuerwerk. So muss ein Finale klingen.

Fazit
Onslaught haben mit „Generation Antichrist“ bewiesen, dass sie auch weiterhin eine Band sind, die man besonders im Auge behalten sollte. Die neue Besetzung überzeugt an allen Fronten mit einer Spielfreude und Reife, die bei anderen „alten Helden“ meist vergeblich gesucht wird. Und auch wenn sie vielleicht nicht die Genialität und Finesse von Testament besitzen, so gehören Onslaught doch zurecht neben diese gestellt zu werden. „Generation Antichrist“ ist eine klare Kaufempfehlung für alle, die guten alten Thrash mit viel Wumms hören wollen.

Tracklist

  1. Rise to Power
  2. Strike fast Strike hard
  3. Bow down tot he Clowns
  4. Generation Antichrist
  5. All seeying Eye
  6. Addicted tot he Smell of Death
  7. Empires Fall
  8. Religousuicide
  9. A perfect Day to Die

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