Mors Cordis – Ectopia Cordis

verfasst von Tim O.

Mors Cordis sind eine dieser eigenartigen Hybride aus dem deutschen Metal Untergrund, die sich einfach nicht wirklich in Worte fassen lassen. Am besten, man erlebt es einfach selber. Grundsätzlich vermischen Mors Cordis mehrere Elemente verschiedener Stile, darunter Death, Thrash, Industrial…und Rap? Kann diese doch etwas eigenwillige Mischung wirklich gut gehen?

„Addicted“ beginnt mit verzerrten Synthesizer- und Gesangspassagen, die dann von Industrialriffing aufgebrochen werden, während der Gesang eher in Richtung Death geht. Das klingt weird, ist es auch – funktioniert aber ganz gut. Leider kann man dies nicht über den nachfolgenden Titeltrack behaupten. Hier entfaltet sich einfach in keiner Weise eine Stimmung, Melodie oder überhaupt ein Sinn. Auf „Breathing“ gehen Mors Cordis zum Glück wesentlich geradliniger und einfacher vor. Doch auch hier mag der Funke nicht wirklich überspringen. Es klingt alles nach einer schwachen Imitation von Fear Factory. Dieses Prädikat kann man eigentlich auch sinnbildlich für die restlichen Songs stehen lassen. Was uns Mors Cordis als Innovation verkaufen wollen ist letztendlich nichts, womit Bands nicht schon in den 90er rumexperimentiert haben.

Fazit
Die Verschmelzung genreferner Elemente mit Metal ist mittlerweile nichts Neues mehr. Gerade in den letzten Jahren tauchen immer mehr ungewöhnliche Kombos aus dem Underground auf. Mors Cordis reihen sich da nur ein. Und bei all den Versuchen, es will irgendwie nicht so ganz überzeugen. Hier gibt es andere Künstlerkollektive, die die Messlatte einfach zu hoch gelegt haben (Igorrr, Jute Gyte, Diablo Swing Orchestra etc.). Bei manchen Songs fragt man sich nur allzu gerne mal „Ist das Kunst oder kann das weg?“. Der Titeltrack z.B. klingt eigentlich vielmehr nach einem viel zu lang gezogenem Filler, den man nur bereitwillig überspringen möchte. Somit wird Ectopia Cordis zu einem Album, dass sicher ein paar Liebhaber findet, eine größere Masse aber nicht wirklich ansprechen wird.

Tracklist

  1. Addicted
  2. Ectopia Cordis
  3. Breathing
  4. Drowning
  5. Hurriyya
  6. Code of Silence
  7. Wrath
  8. Fate
  9. Digital Cannibals
  10. Sicialution
  11. Egolog

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