Night Laser – Power To Power

verfasst von Kalle

Oh yeah!!! Neuer Stoff von unseren Freunden von Night Laser. Ich persönlich kenn die Jungs seit ein paar Jahren, genauer gesagt … seit ihrem Auftritt beim Rocktreff in Berlin Mariendorf. Damals noch recht unbekannt, haben sich die Herren ganz schön nach oben gespielt und stehen sogar bei einem großen Label (Out Of Line Music) unter Vertrag. Woran erkennt man ihre Steigerung? Sie haben fett produzierte Musikvideos mit viel Feuer. Spass bei Seite… die Jungs überzeugen natürlich durch ihre Musik. Es ist ehrlicher und guter Metal, mit dem Hauch Glam Faktor. Wobei… erinnere ich mich zurück, so haben die Outfits damals mehr geglänzt.

Jetzt überzeugen Night Laser wirklich mehr durch geile Songs. Ihr neues Album „Power To Power“ kommt mit 12 Tracks daher und strotzt von purem Metal! Die vier Jungs wissen ihr Handwerk einzusetzen, leben sie Metal praktisch schon seit der Geburt. Night Laser stehen für Tempo und den bekommt ihr direkt in den ersten Songs der Platte zu hören. „Street King“ hat sogar ein Special Guest mit dabei… Gerre von Tankard. „Power To Power“ als zweiter Track zieht dann gleich noch das Tempo höher. Speziell hier gefallen mir die Passagen im Refrain. Feinste Geschwindigkeit! Allderings liegt hier auch ein großer Manko von Sänger Benno… die Screams könnten tatsächlich noch besser klingen und nicht auf halber Strecke versagen. Ich weis aus Live-Erfahrungen, das kann er definitiv besser! Am Ende ist es aber Nörgeln auf hohem Niveau von mir.

Night Laser versetzen euch mit ihrem Sound ein wenig in die Zeit von Mötley Crüe und Twisted Sister, nur eben mit ihrer eigenen Note, welche ja sehr wichtig ist. Sie wollen eben kein Nachmacher von Steel Panther oder so sein. Schon allein von den Texten heben sich Night Laser weit von den Themen der US Boys ab. „Satao“ ist noch ein weiteres Beispiel, wo der eine Knoten bei Benno platzen müsste. N bissel mehr aus dem Bauch heraus und weniger aus der Kopfstimme und der Scream bekommt noch mehr Volumen und knallt noch besser. Was ich an dem Song sehr mag, das sind die schnellen und druckvollen Passagen von Gitarrist Tony und Drummer Jonas. Das haben sie echt gut hinbekommen. „The Game“ … und ja als ich den Namen gelesen habe, da musste ich sofort an Motörhead denken und das Intro von WWE Superstar Tripple H. Und als hätte Night Laser den Gedanken auch gehabt, so ist der kleine Beginn von dem Song aber sowas von an den Song angelehnt. Absolut cooler Effekt, der vielleicht nicht jedem sofort auffällt, aber manchmal hab ich solch doofe Vergleiche direkt im Kopf.

Mit „Kiss Me Today“ kommt dann der gewisse Glam Faktor auf die Platte. Hier spielen sie mit dem typischen Klischee und das merkt man in jeder Note. Cool gemacht ist die ruhige Basspassage von Robert, die so richtig das Gehirn mit Bildern versorgt, wenn man auf den Text achtet. Schönes Midtempo, dazu ein „Ichbrechmirdiefingersolo“, und dazu noch ein tropfender Gesang und fertig ist die Frauenrumbekommballade. Die Vier sind sehr abwechslungsreich auf dem Album, denn man setzt eben nicht nur auf Tempo oder nur Klischeetracks. Das werdet ihr im weiteren Verlauf der Platte mitbekommen. Was mir allerdings aufgefallen ist, sind die teilweise unterschiedlichen Songqualitäten in der Abmischung. Hier und da könnte man evtl. noch einen Regler mehr oder weniger drehen und ein paar Töne verfeinern, damit es satter klingt. Allerdings hat Benno in einem Promotext zur Platte geschrieben, das sie mit dem Album auch ein wenig Live-Feeling nach Hause bringen wollen. Wenn das wirklich der Ansporn war, dann ist ihnen das sehr gut gelungen, denn live ist der Sound ja auch selten perfekt abgemischt. Also es lohnt sich hier in jedem Fall, sich die Platte mal zu geben und guten handgemachten Metal zu hören, der noch als kleiner Rohdiamant gelten kann, aber dem der große Sprung bevor steht, wenn weiter so gut daran gearbeitet wird. Von mir eine klare Empfehlung!

Tracklist:

  1. Street King (feat. Gerre)
  2. Power To Power
  3. Blind Man’s Reign
  4. Up To Date
  5. Satao
  6. The Game
  7. Kiss Me Today
  8. Thousand Years
  9. Prime Minister Of Rock And Roll
  10. Comet
  11. Energy Man
  12. Winter’s Night

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