Ensiferum – Thalassic

verfasst von Kalle

Schon bei den ersten Veröffentlichungen zur neuen Platte hat es mich kaum auf dem Sitz gehalten, ich wollte unbedingt das ganze Werk hören und zwar rauf und runter. Ensiferum ist einer der Bands, die in den letzten Jahren mich einfach gefangen hat mit ihrem Sound. Ja das mag ein wenig voreingenommen in einem Review klingen, dennoch gehe ich hier sehr objektiv an die Sache ran, denn bei aller Vorfreude im Vorfeld, so muss ich doch hier und da ein wenig meckern. Fangen wir aber erst einmal mit dem Positiven an. Das Album bietet schon beim Intro dieses besondere Gefühl, wenn man bisherige Songs von Ensiferum kennt, das es gleich los geht und einen brachiale Melodien erwarten werden. Das Intro haben die Finnen nämlich rein instrumental gehalten und ausklingen lassen mit Wellenrauschen. Die gehen dann in einen geilen Opener über.

„Rum Women Victory“ startet mit Riffgewitter und dann diese Power. Boah hab ich mich schon beim Video an diesen Part erfreut. Das ist ein Albumopening, wie es im Lehrbuch steht und wie ich es von Ensiferum nicht anders erwartet habe. Der Track bietet all das, was man an der Band liebt. Schnelligkeit, Druck, Text zum mitgröhlen… ja einfach geil! Petri und seine stimme killen es einfach mal wieder. Diese Growls und Screams… da legst du dich einfach nieder und bist voller Erfurcht. Schreibtischheadbangen war sofort angesagt! Der Song könnte eine neue Live-Hymne werden. Was der für ein Takt hat… Headbanger werden sich hier freuen! Das was die Musik ausmacht, sind auch die eingängigen Melodien aus dem Folk. Die Einleitung zu Andromeda ist typisch Ensiferum. Ihr bekommt hier ein paar Keyboardpassagen zu hören und einen interessanten Mix an Stimmen. Einfach genießen!

Ensiferum sind keine großen Experimente eingegangen mit dem Album, denn Vieles klingt sehr vertraut und das wofür man die Band auch liebt. „The Defence Of The Sampo“ klingt sogar ein wenig nach Turisas, musikalische Verwandte von Enisferum. „Run From The Crushing“ ist ein schöner Hochgeschwindigkeitssong, der aus meiner persönlichen Sicht noch ein wenig mehr Growls hätte vertragen können, dennoch gut ab geht. „For Sirens“ hat ein wenig was von Children Of Bodom abbekommen. Dennoch überzeugt er nicht so komplett, da der Klargesang nicht wirklich passt. Das wirkt ein wenig poppig. Das klingt hier für mich persönlich nicht wirklich nach Ensiferum, auch wenn der musikalische Part etwas Anderes sagt. „One With The Sea“ ist dann z.B. eines dieser Experimente, wobei man sagen muss, das ist gelungen. Mit Midtempo, das fast einer Ballade nahe kommend, geht der Song etwas mehr als sechs Minuten, Er ist sehr tief und dennoch treibend. Diese besagte Tiefe drückt einfach ordentlich.

„Midsummer Magic“ lässt einen direkt dann nach Finnland abtauchen. Ich kann das aus eigener Erfahrung berichten… den Song willst du hören, wenn du durch die Weiten von dem Land mit dem Zug durchfährst. Einfach gut gemacht. Das gibt die Stimmung super wieder. Zum Ende gibt es dann den sehr abwechslungsreichen Track „Cold Northland“ (Väinämöinen Part III). Die noch folgendenen zwei Bonustracks waren bei meiner Bemusterung nicht dabei. Und das ist mein kleiner Kritikpunkt Nummer eins und der zweite Punkt ist tatsächlich der, das auf diesem Album weniger Growls vorhanden sind. Das vermisse ich hier und da schon sehr stark, weil es das ist, was für mich auch den Sound von Ensierum ausmacht. Und einen dritten Punkt habe ich noch: Es ging zu schnell vorbei. Man saugt die Songs auf und plötzlich fadet der letzte Track aus und da war es dann. Man will einfach mehr und daher kann ich es jetzt schon kaum erwarten, die Band mal wieder live zu erleben und noch dazu noch mehr Songs zu hören. Von mir eine Empfehlung für euch!

Tracklist:

  1. Seafarer’s Dream
  2. Rum, Women, Victory
  3. Andromeda
  4. The Defence of the Sampo
  5. Run from the Crushing Tide
  6. For Sirens
  7. One with the Sea
  8. Midsummer Magic
  9. Cold Northland (Väinämöinen Part III)
  10. MerilleLahteva (Bonus Track)
  11. I’ll Stay by Your Side (Bonus Track)

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