Eye of Nix – Ligela

verfasst von Tim O.

Wer von straighten Doom und Black Metal Bands gelangweilt ist und die Diskographie von Bands wie Sigh schon rauf und runter gehört hat, sollte mal ein Öhrchen auf die Herren und Dame von Eye of Nix aus Seattle werfen. Diese kombinieren Elemente aus Black und Doom Metal zu einer avantgardistischen Melange, die wohl nahezu einzigartig ist. Mit Ligela liegt nun das dritte Studioalbum vor.

„Concealing Waters“ beginnt noch harmlos, ruhig und der Beginn erinnert an Sub Rosa, doch dann wird diese Ruhe von Black Metal Riffing aufgebrochen zu werden. Diese Ruhe kehrt bäumt sich aber noch einmal kurz auf, bevor das Chaos wieder regiert. Sängerin Joy Von Spain keift dabei ins Mikrofon, als ob sie Ketten zum Müsli isst. War hier noch eine recht logische Mischung aus harschem Black und sanften Harmonien, herrscht auf Pursued das konstruierte Chaos. Avantgardistische Black Metal Riffs treffen auf Operettengesang (was kann diese Frau nicht singen?). Was am Anfang fast schon überfordernd wirkt, erschließt sich erst Stück für Stück. Eye of Nix machen hier mehr als deutlich, dass sie Meister ihrer Instrumente und des Songwritings sind. Auch auf Tempest werden Operette und Black Metal kombiniert, wobei dieses wesentlich geradliniger ausfällt. Einzig der sehr hohe Falsettgesang kratzt schon stark an den Gehörgängen.

Man mag „Stranded“ wegen seiner rein Ambient gehaltenen ersten Hälfte schon fast überspringen, doch in seiner zweiten Hälfte bricht sich auf einmal düsterer, Eingeweide zermalmender Black Metal bahn. Der Titeltrack beginnt melodisch und wird Anfangs rein von der Stimme getragen, entwickelt sich dann aber zu einem reinen Black Metal Stück. Auf „Adrift“ wird sieben Minuten Langeweile zelebriert. So muss es sich anfühlen, alleine auf dem Meer zu treiben. „Stone & Fury“ ist der vielleicht zugänglichste Song des Albums, erzeugt aber wenig Stimmung.

Fazit
Eye of Nix sind alles andere als leichte Kost und damit auch nur für eine ganz spezielle Zielgruppe geeignet. Ich bin eigentlich immer wieder für frischen, modernen und abstrakt gedachten Metal zu haben. Aber Eye of Nix erzeugen auf „Ligela“ nur wenig Stimmung. Die melodischen Parts wirken zu emotionslos und die Black Metal Elemente wirken viel zu trocken (was auch der Produktion geschuldet ist), um eine nötige Härte und düstere Stimmung zu erzeugen. Ein Satz mit X…

Tracklist

  1. Conceiling Waters
  2. Pursued
  3. Tempest
  4. STranded
  5. Keres
  6. Ligela
  7. Adrift
  8. Stone & Fury

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