Interview – Feuerschwanz

29.05.2020
Gast: Johanna von der Vögelweide
Interviewerin: Corinna
Skype-Interview (abgetippt von Corinna)

Bald gibt’s was neues auf die Ohren von Feuerschwanz. Vorab habe ich mit Johanna von der Vögelweide geskyped und sie unter anderem ein bisschen über ihren Werdegang ausgefragt. Und wenn ihr wissen wollt, mit was ihr den Musikern eine Freude machen könnt, lest doch mal rein 🙂

Corinna: Hallo Johanna, ich hoffe dir geht’s gut und den anderen auch.

Johanna: Jaja. Alle fit und fleißig zur Zeit.

Corinna: Das klingt gut. Es gibt ja im Moment leider kaum Möglichkeiten, aufzutreten. Aber könnt ihr denn wieder ein bisschen proben?

Johanna: Ja, wir haben jetzt einen größeren Proberaum gekriegt, wo wir mehr Abstand haben. Unser ursprünglicher Proberaum ist ziemlich klein, so sardinenbüchsenmäßig. Aber jetzt geht’s eigentlich wieder ganz gut. Man muss ja proben, weil wir bald das 11:O:A haben. Wir sind gerade dabei, das Programm fertig zu machen und neue Songs zu proben. Und ja, dann müssen wir irgendwie zusammenkommen. Aber erst mal gar nicht so ohne.

Corinna: Ja, das glaub ich dir sofort. Aber mal kurz zu dir. Du bist ja bis auf die Mieze quasi die einzige weibliche Person in der Band. Merkst du das manchmal auch?

Johanna: Das ist bei uns eigentlich gar nicht so das Thema tatsächlich. Aber ich bin schon so lange dabei, ich merke da nicht so die Unterschiede. Wir haben es aber auch nicht so, wir sind ja total asexuell untereinander. Es ist so nach Aufgabengebieten aufgeteilt, hat jeder so ein Ministerium sozusagen, wo er besonders gut ist und wo er sich darum kümmert, und das ist eigentlich eher das. Jeder hat seinen Kompetenzbereich da, in dem er seine Sachen macht, hat aber nichts damit zu tun, ob Männlein oder Weiblein.

Corinna: Und welche Aufgabenbereiche würdest du dann primär zu deinen zählen?

Johanna: Ich mache ganz viel Orga-Zeug tatsächlich. Bei mir laufen ganz viele Fäden zusammen, viele Sachen, wo man Überblick haben muss. Fürs Booking, da hab ich den Kontakt zu unserer Agentur. Das mache ich auch. Social Media mach ich viel zusammen mit dem Hans. Das haben wir so ein bisschen geteilt. Dadurch hab ich auch wieder mehr mit dem Label zu tun. Ja, so viel so Orga-Fragen laufen bei mir zusammen.

Corinna: In der Band bist du an der Geige. Wie bist du zu diesem Instrument gekommen oder was hat dich da inspiriert?

Johanna: Ich habe Geige angefangen, da war ich fünf also noch ganz klein. Bei mir in der Familie haben schon ganz viele Geige gespielt, meistens so nebenbei. Mein Opa hat Geige gespielt, meine Mutter auch in der Schulzeit. Die Geige, die ich jetzt auf der Bühne spiele, das ist die, die Opa ursprünglich mal gehört hat. Und mit fünf Jahren, ich bin ja immer noch sehr klein, aber da war ich halt auch sehr viel kleiner. Ich war aber kopfmäßig, quasi schon weiter als meine körperliche Entwicklung. Ich hätte eigentlich vom Kopf her schon eingeschult gehört, war aber insgesamt noch gar nicht so weit. Da hat man damals beschlossen, dass ich jetzt ein Instrument lerne und da war Geige nahelegend, um mich quasi kopfmäßig ein bisschen auszulasten.

Corinna: Das ist auf jeden Fall schön, vor allem auch, dass du dabeigeblieben bist. Und was sagen deine Eltern dazu? Ich meine, Geige wird ja doch eher allgemein in die Klassik geordnet als Instrument.

Johanna: Ich habe die klassische Ausbildung gemacht tatsächlich an der Musikschule in Erlangen. Also hab ich ganz klassisch erst mal Geige gelernt und die Klassiker auch gespielt und beim Schulorchester und so. Und hab dann erst später angefangen, mich mit dem Folk-Bereich noch ein bisschen zusätzlich zu beschäftigen. Genau, da bin ich von der Grundausbildung wirklich auch ganz klassisch ausgebildet worden.

Corinna: Und wenn du dir nochmal aussuchen könntest oder wenn du jetzt vor die Wahl gestellt werden würdest, weiter Folk zu machen oder doch nochmal in die Klassik zu wechseln, könntest du dich dann überhaupt entscheiden?

Johanna: Ich mach beides parallel. Also wenn ich übe zum Beispiel für mich, dann übe ich auch die klassischen Etüden und sowas. Also ich mache eigentlich beides.


Corinna: Aber das ist ja dann auf jeden Fall auch sehr schön und praktisch, wenn man da auch nicht unbedingt wieder rauskommt, dass man das beibehält. Ihr habt ja jetzt euer neues Album, das im Juni rauskommt.

Johanna: Richtig, am 26. Juni.

Corinna: Ein bisschen reinhören konnte man ja schon, ein paar Videos sind ja auch schon draußen. Da hätte ich direkt eine Frage. Habt ihr die CD alleine eingespielt oder habt ihr euch auch ein paar Kollegen dazu geholt als Unterstützung und Gastmusiker?

Johanna: Das sind jetzt keine Gastauftritte drauf. Außer unsere eine Mieze, die hat Harfe gespielt bei ein paar Songs, bei „Hier kommt Alex“ hört man es ganz gut im Intro, aber ansonsten ist das viel Bandarbeit. Wen wir auch immer dabei haben, das ist unser Produzent Simon, der auch Schlagzeuger bei Subway ist. Der schaut natürlich auch mal drüber über das, was wir so machen.

Corinna: Und die CD ist aber vor der Krise entstanden, richtig? Da hattet ihr keine Probleme, irgendwie die ganzen Aufnahmen zusammenzusetzen?

Johanna: Wir waren super Streber mäßig unterwegs. Wir haben im Herbst angefangen, dann jetzt im Januar, Februar waren wir schon fertig. Was ich übrigens vergessen hatte, bei „Ding“ haben wir eine Gastmusikerin, die Melissa, die singt den Teil und growlt auch. Ob da eine Frau growlt, wurden wir tatsächlich auch schon öfter gefragt. Genau die macht das noch, die hat es quasi von daheim aufgenommen und uns geschickt. Die war nicht extra bei uns im Studio. Aber genau das war auch von vornherein so geplant, das hatte nichts mit Corona zu tun. Der Rest war tatsächlich schon Mitte Februar fertig und diese Mixing-Zeit ist in die Corona- Phase gefallen. Was aber überhaupt nicht schlimm war für die Produktion, weil das ist sowieso etwas, was dann der Simon im Studiomacht und wir dann daheim anhören. Das hat jetzt tatsächlich ganz gut gepasst so.

Corinna: Das ist auf jeden Fall sehr interessant. Da werde ich dann nochmal genauer hinhören und schauen, ob mir das vielleicht auffällt. Jetzt hätte ja spätestens die Konzertsaison wieder angefangen. Was vermisst du denn selber am meisten oder gibt es ein bestimmtes Konzert, auf das du dich besonders gefreut hast?

Johanna: Die ganze Festivalsaison, wir hätten jetzt Anfang Mai einen Block gehabt. Wir hätten jetzt heute (am 29.5.) gespielt, bei uns in der Heimat. Wir hätten jetzt demnächst die ganzen MPS gespielt. Jetzt gerade würde es ja gerade erst anfangen. Aber je weiter der Sommer geht und je mehr Termine jetzt gekommen wären, desto mehr merkt man: „Eigentlich wäre ich jetzt da.“ Und da ist man dann schon ein bisschen traurig. Ja, also eigentlich der ganze Sommer jetzt, wir wären jetzt quasi in der heißen Phase, weil wir das erste Mal die neuen Songs live spielen würden Das ist natürlich super traurig, weil dieses Feedback von den Leuten jetzt total fehlt. Wir werden auf unserem 11:O:A , unserem Online-Konzert natürlich auch einige neue Songs spielen. Aber man macht es ja eigentlich immer so, dass man mal vorher ein paar ausprobiert auf den Festivals. Und dann sieht man schon die Reaktionen sind und das fällt weg. Also, darauf hatte ich mich eigentlich sehr gefreut zu gucken, wie die neuen Songs live funktionieren. Ja, das ist so ein bisschen schade, dass man das jetzt nicht so hat.

Corinna: Dann hoffe ich umso mehr, dass es vielleicht nächstes Jahr nachgeholt werden kann. Gibt es auch irgendetwas, was du jetzt gerade gar nicht vermisst? Oder ist es einfach dieses Feeling, was wirklich komplett fehlt?

Johanna: Es ist halt komplett anders ist als sonst. Normalerweise wäre das irgendwie ein fixes Programm, was man immer hätte. Gerade jetzt, im Juni, Juli, wären wir jedes Wochenende weggewesen. Und das merkt man schon. Dadurch, dass wir jetzt gerade proben, geht es jetzt noch so halbwegs. Es ist ja jetzt quasi erstmal nur das vierte Konzert, was jetzt weg fällt. Aber über den Sommer hin wird es sehr ungewohnt sein, so viele freie Wochenenden zu haben. Das kennen wir alle gar nicht.

Corinna: Es ist ja irgendwie auch so ein Art Alltag, den man hat durch die Konzerte hat.

Johanna: Die ganzen Leute, die man nicht sieht, die Musikerkollegen oder die Fans, die man so immer über den Sommer so sehen würde. Die werden wir den ganzen Sommer gar nicht sehen können. Das ist schon ein bisschen traurig.

Corinna: Wenn es dann wieder losgeht, auf welche Band freust du dich am meisten, wenn ihr euch wieder sehen könnt oder mit dem möchtest du dann auch gerne wieder auf der Bühne stehen?

Johanna: Das sind eigentlich die ganzen Freunde aus der Szene, die man so hat. Es ist eigentlich keiner speziell, aber der ganze Club an Leuten, die man so kennt. Es ist ja immer wie so’n Familientreffen. Egal, ob es irgendwie die Jungs oder Mädels von Schandmaul, von SaMo, von Versengold, den Pulveraffen. Das ist schon ein bisschen die erweiterte Family, und es fehlt schon, was man die sieht.

Corinna: Ja, das kann ich total nachvollziehen. Dann wäre es natürlich umso schöner, wenn man, man das alles nachholen kann. Du hast ja vorhin schon erwähnt, dass du schon ganz lange bei Feuerschwanz dabei bist. Hast du vorher auch schon in Bands gespielt oder Musikprojekte gehabt?

Johanna: Also ich bin ja zu Feuerschwanz gekommen, da war ich noch in der Schule. Es war quasi zu meinem letzten Schuljahr hin. Da war mein einziges Musikprojekt bis dahin das Schulorchester und Musik mit Freunden, aber eher so lose zusammen. Feuerschwanz war schon meine erste richtige Band, würde ich sagen. Eigentlich bin ich nur so als Aushilfe damals dazugekommen, bin aber dann halt dabeigeblieben.

Corinna: Also bist du eigentlich direkt ins kalte Wasser gesprungen, so direkt nach der Schule.

Johanna: Voll. Ich habe quasi, während ich Abi gemacht habe, das erste Jahr mit Feuerschwanz gespielt. Ich hatte das Glück, dass ich ganz gut war in der Schule. Generell war das nicht so schlimm. Aber kurz vor meinem mündlichen Abitur haben wir noch auf einem Mittelaltermarkt gespielt. Ich habe mich da ganz fürchterlich erkältet, weil es total geregnet hat und dann die Jungs nicht heimgehen wollten und ich dann total heiser in der Prüfung deswegen.

Corinna: Wenn du jetzt auf die letzten Jahre zurückblickt, gibt es eine Situation, die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist, eine besonders chaotische oder eine sehr schöne?

Johanna: Es gibt total viele, was jetzt so in letzter Zeit quasi das Highlight für uns alle war, war unsere 15 Jahre Tour, also das Met-Fest. Dieses zelebrieren, dass man so lange durchgehalten hat. Gleichzeitig hat man gemerkt, dass von den Shows auch ein ganz schöner Step. Es war die bestbesuchteste Tour, die wir je gespielt haben. Das war super motivierend für uns und gleichzeitig hatten wir halt auch mit dem ganzen Line Up, mit den anderen Bands, die dabei waren, super Team am Start. Es war menschlich total schön die Tour. Wir haben jetzt auch immer noch engen Kontakt und so. Das war tatsächlich echt n Highlight für uns.

Corinna: In den Jahren, in denen du jetzt in der Band spielst, gab es ja auch einige Musikerwechsel. Gibt es da jemanden, den du ab und zu mal vermisst oder wo du sagst, den hättest du gerne als Gastmusiker mal wieder dabei?

Johanna: Unser ursprünglicher, nein Zweitbassist..Gott, wir hatten ja so viele Bassisten. Aber ja, Knappe Latte, der besucht uns auch immer mal wieder tatsächlich. Wenn wir in Nürnberg spielen, kommt er immer mal vorbei und trinkt mit uns. Der hat uns ja damals nur verlassen, weil sein Studium fertig war und mit der beruflichen Laufbahn, was er danach gemacht hat, hat es sich einfach nicht mehr vereinbaren lassen. Aber jetzt nicht, weil er keinen Bock mehr auf uns und auf die Band gehabt hätte. Und mit dem waren wir natürlich super lange Jahre eng verbunden. Aber er besucht uns auch, also ist es jetzt nicht so, dass wir ihn gar nicht mehr sehen. Und er freut sich auch so, was aus Feuerschwanz geworden ist seitdem.

Corinna: Das freut mich. Und wenn ihr dann wieder auf die Bühne dürft, hoffentlich allerspätestens nächstes Jahr, hast du da bestimmte Orte, vielleicht auch im Ausland, wo du gerne mal spielen würdest? Oder bestimmte Festivals?

Johanna: Wir spielen ja tatsächlich dieses Jahr noch. Wir haben es dann das 11:O:A , unser online Open Air, da ist zwar kein Publikum direkt davor. Das wird mega ungewohnt sein, aber das ist ja schon eine Show, die jetzt auch in absehbarer Zeit ansteht und für die wir gerade ganz viel machen. Die Location, wo wir spielen ist ja die Burg Abenberg, also wo auch das Feuertanzfestival normalerweise stattfindet. Das ist ja so ein Herzensfestival von der ganzen Band, aber auch von mir persönlich. Das war immer so ganz früher mein Traum, da zu spielen. Es ist zum Beispiel auch ein mega Familienfest. Also wenn man da hinkommt, da sind ja immer ganz viele Bands, die man kennt, und Leute, die man immer wieder trifft. Das ist schon ein Herzensprojekt von uns. Wir waren die Tage mal dort, weil wir wegen den Dreharbeiten dort Sachen besichtigt haben.

Und wir sind total konditioniert alle drauf. Man geht da die Treppe hoch und denkt: „Oh, da ist das Catering, ich hol mir mal n Bier.“ Man hat da so viele Erinnerungen. Und wo ich mich auch immer noch, vielleicht hoffentlich vielleicht nächstes Jahr, wieder drauf freue, wären solche großen Festivals wie Wacken oder bei uns in der Region das Summerbreeze. Das sind auch schon so super Highlights. Ja, und mein ganz großer Traum wäre, mal auf Wacken auf einer von den ganz großen Bühnen zu spielen. Bisher waren wir „nur“ auf der Mittelalterbühne, aber jetzt machen wir viele Schritte, und das wäre so ein Schritt, den ich mir vorstellen würde, so eine von den Mainstages auf Wacken.

Corinna: Mit dem neuen Album geht ihr ja doch mal in eine etwas andere Richtung, finde ich zumindest. Und man kann es ja mal vorschlagen und wer weiß, vielleicht ja in ein paar Jahren..ich drücke auf jeden Fall die Daumen! Dann werde ich mit Kamera und co. dabei sein. Es ist echt schade, dass das Feuertanz-Festival ausfällt. Es wäre für mich das erste Mal gewesen. Aber umso schöner ist es, dass euer Open Air in der Burg stattfindet. Mit der heutigen Technik ist es ja zum Glück möglich, in so einer Zeit ein bisschen Konzert-Feeling in die Welt zu bringen.

Johanna: Du kannst dir auf jeden Fall unsern Stream anschauen. Wir spielen zwar nicht da, wo die Bühne sonst immer ist, aber man wird viel von der Burg sehen. Wir haben ganz viel Burg-Power sozusagen dabei.

Corinna: Ja, das mache ich auf jeden Fall sehr, sehr gerne. Dann kann man ja eigentlich das 11:O:A als Release-Konzert sehen, das wolltet ihr ja auch auf dem Feuertanz machen.

Johanna: Genau das ist der Plan. Eigentlich hätten wir an dem Wochenende Festivals gespielt, und wir hatten tatsächlich die Idee, bevor das Ganze mit Corona kam, das um Mitternacht von Donnerstag auf Freitag auf dem Feuertanz zu machen. Aber jetzt fallen die ganzen Festivals weg und auch gerade an dem Wochenende können wir das Album überhaupt nicht präsentieren, aber auch den ganzen Sommer über wahrscheinlich nicht, das wäre super schade gewesen. Und deshalb wollten wir auch nicht nur irgendwo ein Wohnzimmer-online-Konzert machen oder so relativ simpel das aufziehen, sondern hatten schon den Plan, das möglichst groß zu machen, um auch wirklich diesen Geburtstag von dem Album zu zelebrieren.

Das hat uns echt ein bisschen das Herz gebrochen, wenn man das Album so ins Nichts veröffentlicht. Und dann spielt man überhaupt nicht und zeigt man überhaupt nicht, du bist so mit dir selbst daheim. Aber das ist ja eigentlich das, wofür man es macht. Also nicht, damit wir uns selber die CD anhören, sondern dass man das teilt, die Musik teilt, mit den Leuten teilt, Feedback bekommt und so. Das Konzert wird ja über YouTube gestreamt, und da kannst du ja auch live chatten. Das heißt, da können wir auf jeden Fall ein bisschen was zurückbekommen. Deshalb machen wir das groß und schön und wirklich auch groß produziert mit Feuershow und allem Drum und dran.

Corinna: Oh, dann freue ich mich besonders auf die Feuershow und natürlich auf euch! Habt ihr eigentlich ein bestimmtes Ritual oder irgendetwas, was ihr immer vor den Konzerten macht?

Johanna: Ja, wir stehen im Kreis zusammen, wo wir alle die Hände in die Mitte nehmen und dann haben wir ein Wort, das wir uns aussuchen, das wir dann alle einmal raus schreien. Und dann klatschen wir alle zusammen ab. Das ist so unser Ritual, was wir machen, genau. Es gibt immer so einen Eingangskreis mit der ganzen Band, bevor wir auf die Bühne gehen.

Corinna: Es ist wahrscheinlich auch noch mal so ein Motivationsschub für die Bühne. Und fernab von der Bühne seid ihr jetzt zum Beispiel nicht Prinz Hodenherz und Hauptmann Feuerschwanz oder du bist ja auch nicht Johanna von der Vögelweide. Wie lang brauchst du, bis du dich in Johanna verwandelt hast mit Kostüm und Schminke?

Johanna: Ja, das ist unser kleines Ritual, wenn wir anfangen, uns umzuziehen. Eine Stunde vorher treffen. Da kaspern wir natürlich schon rum, irgendwie in der Umkleide und so. Und das ist meistens so ein bisschen wie ein fließender Übergang. Das ist ja bei jeder Band anders. Andere hören sich bestimmte Musik an oder so. Bei uns ist es das Rumgealbere Backstage beim Umziehen. Wir Mädels trinken immer Sekt. Mit einem Glas Sekt anstoßen, das ist so das heilige Miezen-Ritual. Irgendwie haben sich jetzt immer mehr von den Jungs angeschlossen, dass es Sekt-Notstand gibt hinter der Bühne.

Corinna: Dann weiß ich, was ich euch beim nächsten Mal mitbringe. Das ist auch schon mal gut zu wissen.

Johanna: Die Mädchen mögen Rotkäppchen-Sekt, da macht man sie sehr glücklich.

Corinna: Ok, dann schaue ich mal, wie viel beim nächsten Mal ins Auto passt. Hast du noch ein schönes Schlusswort für mich oder für diejenigen, die das Interview lesen?

Johanna: Es sind ja gerade ganz spannende Zeiten. Wir freuen uns jetzt auf jeden Fall, dass wir das Album trotzdem raus bringen. Es ist ein super Album geworden, gerade eben, dass wir eigene neue Songs haben, dass wir Coversongs haben. Wir sind super gespannt auf das Feedback und freuen unsauch auf unser 11:O:A und schauen einfach, was die Zeit bringt. Wir gehen davon aus, dass wir nächstes Jahr auf jeden Fall wieder zusammen und das Album zusammen zelebrieren werden. Und darauf freuen wir uns ganz besonders.

Corinna: Das war auf jeden Fall ein sehr schönes Schlusswort. Danke dir! Und ich freue mich sehr darauf, noch mal etwas mehr in die CD reinhören zu können. Umso mehr freue ich mich auch, wenn ich euch dann allerspätestens nächstes Jahr wieder live sehen kann. Und dann schaue ich mal, wie viele Flaschen Sekt ins Auto passen.

Vielen Dank, liebe Johanna für dieses nette Interview.

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