Die Kreatur – Panoptikum

verfasst von Tim O.

Schon längere Zeit wanderte die mysteriöse Kreatur durch die düsteren Gefilde der sozialen Netzwerke und viele fragten sich, wer oder was sich hinter diesem unheimlichen Wesen zu stecken scheint. Die Lösung war dann denkbar einfach und dann auch schon fast unspektakulär: Bei Die Kreatur handelt sich um das musikalische Projekt der beiden deutschen Gothic Rock und Neue Deutsche Härte Größen Dero Goi (OOMPH!) und Chris Harms (Lord of the Lost). Was mag wohl dabei herauskommen, wenn zwei Musiker dieses Kalibers zusammenarbeiten?

Nun, eigentlich genau das, was man bei Musikern diese beiden Genres erwarten mag. Eine gekonnte Mischung aus Gothic, Industrial und Neue Deutsche Härte. Schon der erste Track „DIE KREATUR“ macht deutlich, welche Richtung das Album nehmen möchte. Harte Riffs treffen auf düstere Melodik, auf die dann dunkel angehauchte Songtexte der härteren Gangart gelegt werden. Denn das Zielpublikum (Fans von OOMPH!, Rammstein, Eisbrecher und Co.) verlangt ja nach dem neuen Schockmoment. Und so wandeln die Songs stilistisch immer mal wieder im Wechsel. „Kälter als der Tod“, „Benutz mich“ oder „Untergang“ sind reiner NDH, wohingegen „Unzertrennlich“, „Zwei 100%“ oder „MenschMaschine“ (ist das eine Hommage an Kraftwerk?) klassischer Industrial Gothic Rock ist. Und natürlich wird auch genug Raum für etwas düsteren Kitsch („Durch die Nacht“, „Schlafes Braut“) gelassen.

Fazit

Und damit erfüllt „Panoptikum“ eigentlich alles, was die Herzen der Fans von OOMPH! und Lord of the Lost höher schlagen lässt. Es gibt eigentlich genug Songs, die jeden Geschmack der beiden Lager treffen sollte. Von außen betrachtet wirken die Songs hingegen relativ generisch und Die Kreatur erfinden den Ball hier nicht neu. Außerdem treffen hier zwei Sänger aufeinander, deren Stimmen zwar bei ihren eigenen Bands starken, eigenständigen Charakter besitzen, allerdings zusammengenommen eigentlich komplett austauschbar wirken. Es gibt immer wieder Phasen, wo man sich fragen muss, ob da nun Dero oder Chris singt. Am Ende bleibt „Panoptikum“ ein interessantes Experiment, dass vor allem für genannte Fans eine Kaufempfehlung sein sollte.

Tracklist

  1. DIE KREATUR
  2. Kälter als der Tod
  3. Unzertrennlich
  4. Durch die Nacht
  5. Zwei 100%
  6. Schlafes Braut
  7. Untergang
  8. MenschMaschine
  9. Was mir am wichtigsten ist
  10. Benutz mich
  11. Glück Auf!
  12. Gott verdammt
  13. Goldener Reiter (Bonus Track)

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