SEPULTURA – Quadra

von Matthias T.

Drei Jahre ist es nun schon her, da „Machine Messiah“ das Licht der Welt erblickte. Nun sind Sepultura wieder zurück und haben mit „Quadra“ ihr 15. Album veröffentlicht und nicht wenige Fans fordern eine Rückbesinnung auf alte Zeiten unter Max Cavalera. Was irgendwie verrückt ist, bedenkt man das Fronter Derrick Green mittlerweile doppelt solang Mitglied der Band ist. So prallen Welten aufeinander, da Sepultura sich natürlich weiterentwickelt haben und sich allzu gern auch in anderen Genres tummeln, während Kritiker dies eher als Genrebrei kritisieren, bei dem nur allzu selten eine richtige Hook entsteht.

Quadra startet mit einem richtigem Brecher, der nach der ersten Minute sein düsteres Gewand ablegt und in die Vollen geht. Dieser Song überzeugt durch einen Fetten Sound, welcher von einem Shout-Gewitter von Derrick Green begleitet wird und bis zum Ende aus den Boxen drückt. Means To An End legt macht zunächst da weiter, wo Isolation aufgehört hat, gönnt sich aber im letzten Drittel eine Verschnaufpause, welche dann durch die starken Riffs von Andreas Kisser beendet wird und nach abschließendem Refrain in den Song Last Time einleiten. Hier steigt das Tempo wieder an und wird zwischendurch durch Hintergrundchöre abgelöst. Den Song, der wohl am ehesten das Prädikat mitzugröhlen bekommt, ist Raging Void, welcher auch wunderbar zum Headbangen anregt.

Allgemein sind die ersten 2/3 des Albums ein wahrer Genuss und wirken als eine Einheit. Leider bin ich mit Autem, Agony Of Defeat und dem mit weiblichen Gesang unterstütztem Fear;Pain;Chaos;Suffering nicht warm geworden. Es macht irgendwie den Eindruck, als hätte man hier noch Zeit füllen müssen. Das ist schade, denn mir gefallen die Drums, der starke Gesang und auch die die Dynamik der ersten acht Songs sehr. Auch die Einbindung von Orchester und Hintergrundchören finde ich passend. Quadra ist alles in allem ein gelungenes Album, und wenn man das letzte Drittel weglässt wird man viel Spaß mit dieser Platte haben.

Tracklist

  1. Isolation
  2. Means To An End
  3. Last Time
  4. Capital Enslavement
  5. Ali
  6. Raging Void
  7. Guardians Of Earth
  8. The Pentagram
  9. Autem
  10. Quadra
  11. Agony Of Defeat
  12. Fear; Pain; Suffering

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