Draconian Remains – The First Crusade

verfasst von Kalle

Man könnte vom Albumtitel ableiten, die Band würde hier ihr Erstlingswerk an den Start bringen. Doch damit würde man leider falsch liegen, denn es ist ihr zweites Werk. Die fünf Jungs aus Balingen veröffentlichten mit „The Start Of A Journey“ bereits ihr Debut. Nun erschien der Nachfolger und was kann man erwarten?

Ich zitiere hier mal aus der offiziellen Bandbeschreibung: „…lupenreinen Heavy Metal, der stets nach vorn geht und der zum Headbangen verpflichtet!“ Und das kann man glatt so unterschreiben. Ihr bekommt zehn Metalsongs geboten, die kein Firlefanz brauchen, sondern purer Metal sind. Daher muss man vielleicht auch Abstriche machen, was den Mix und die Abmischung angeht. Es wirkt noch recht einfach gehalten und hier und da vielleicht nicht komplett durchgezogen, dafür aber ehrlich! Und was ist ehrlicher, handgemachter Metal? Genau… einfach gut!

Vom Tempo der Melodien, vom Druck der Drums, bis hin zum Gesang ist alles sehr stimmig. Ich höre ja gerne auf Gitarrensoli, vor allem dann, wenn sie schön hoch sind. „Paladin“ hat da eine gute Passage in sich, die mir sehr gefällt. Ein Song, den ich auch empfehlen kann, nennt sich „The Hunt“. Hier merkt ihr, was ich mit den Abstrichen meinte. Am Anfang wirken die Drums etwas drucklos, geht es dann aber richtig los, wummert es ordentlich, dafür kommt dann aber der Gesang nicht unbedingt gegen die Gitarre an. Da fehlt ein wenig die Feinjustierung, denn so ist der Track echt gut. Der Scream am Ende war echt nice!

Witzig finde ich im Song „The Voice“, den plötzlichen Wechsel der Tonlage. Erst der schöne Metalcleargesang, plötzlich ein paar Growls. Ganz witzig eingebaut und passend zum Songnamen. „Unbound“ überrascht mit seinen Tempowechseln. Erst schön auf´s Fressbrett und dann gemütliches daher schleichen in sanften Tönen. Gut man steigert sich dann mit ner schönen Bassspur wieder in schnelleres Tempo, doch diese kleine Ruhepause zwischendurch war interessant. In „Hangman“ hat man eine kleine Szene eingebaut, wo die Verurteilung bzw. die Hinrichtung stattfindet. Ganz cooler Nebeneffekt, der mir sehr gefällt, da es die Kreativität der Truppe zeigt.

Die fünf Jungs haben nicht zuviel versprochen mit ihrer Beschreibung. Es ist wirklich lupenreiner Metal und sie treiben ihn gut nach Vorne. Wenn man von den kleinen Soundschwächen absieht, ein wirklich grundsolides Album, das jedem klassichen Heavy Metal Fan gefallen dürfte. Ein schöner kleiner Geheimtipp dieses Album.

Tracklist

  1. Unbound
  2. When he awakes
  3. Kingsfall
  4. The Voice
  5. The Hunt
  6. Paladin
  7. Purgatory
  8. In Gods Name
  9. Bloody Mary
  10. Hangman

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