Diabulus in Musica – Euphoric Entropy

verfasst von Tim O.

Noch bevor uns mit Nightwish die Könige des Symphonic Metals mit ihrem lang erwarteten neuen Studioalbum bescheren, können Fans des Genres einen kleinen Appetithappen von Diabulus in Musica genießen. Passend zum Valentinstag nämlich bringt die spanische Truppe um das Ehepaar Zubero Aznárez (Gesang) und Gorka Elso (Keyboard) mit Euphoric Entropy ihr bislang fünftes Album unter die Leute.

Dieses beginnt mit Race to Equilibrium doomig-wuchtig und entwickelt sich rasch zu einer schnelleren Nummer, bei dem die Band alle Register zieht. Doch sobald Aznárez in Erscheinung tritt geht es vom Gas runter. Doch dann entwickelt sich das Ganze zu einer Therion-artigen Epic Symphonic Metal Nummer mit längeren Chor- und Growlpassagen. Ähnliche Pfade setzen sie auch mit dem komplett auf spanisch eingesungenen Nuevo Rumbo fort (der in ihnen bei den spanischsprechenden Fans sicherlich viele Pluspunkte beschert). The Misfit’s Song überrascht durch seine gypsieartige Leichtigkeit und erinnert an Nightwish’s Edema Ruh. Auf dem baskischen Otoi verschmelzen sie auf wirklich beeindruckende Weise Folk und Symphonic Metal (So wollen wir das gerne sehen, Herr Holopainen) und schaffen damit ein klares Highlight.

Blurred Dreams bildet dann die obligatorische Ballade, der es aber irgendwie am gewissen Herz mangelt. Nach diesem ruhigen Intermezzo gehen Diabulus in Musica den Weg weiter, den sie schon mit Road to Equilibrium geebnet haben: Blastbeats treffen auf Bombast, Chor und Aznárez divenhaften Gesang. Mit In the Vortex hauen sie dann nochmal ein letztes kleines Highlight raus: Ein Duett zwischen Aznárez und gesamten Chor/Orchester Ensemble. Keine Gitarren, kein Schlagzeug. Nur cineastischer Bombast.

Fazit

Mit Euphoric Entropy entwickeln Diabulus in Musica das Rad nicht neu. Weiblicher Klargesang, gepaart mit einem epischen Chor und gelegentlichen Grunzeinlagen kennt man schon von den großen Vorbildern (Nightwish, Epica etc.) zuhauf. Die Produktion ist auf modernstem Standard, sodass Gesang, Chor und die Band immer klar und druckvoll rüberkommen. Wer gerne Blind Guardian, Epica und Konsorten gerne hört, wird hier definitiv auch auf seine Kosten kommen.

Es fehlt lediglich die Gewisse Eingängigkeit. Der gewisse Ohrwurmcharakter, mit dem es Nightwish und Epica schaffen, immer wieder aufs neueste sich in die Gehörgänge zu fräsen. Daher wären an manchen Stellen etwas weniger Chor und mehr eigener Gesang gut gewesen. Es fehlen irgendwie die Refrains mit Wiedererkennungswert. Außerdem haben Diabulus in Musica eine sehr gute Band geformt, Schlagzeug, Gitarre und Bass arbeiten wirklich on point zusammen und (Vergleicht man es mal z.B. mit Nightwish) arbeiten wirklich treibend druckvoll. Etwas mehr Metal im Zentrum würde der Szene auch mal gut tun. Dadurch wird Euphoric Entropy zu einem Album, dass man sich auf dem Weg nach Wacken durchaus mal im Auto laut durchballern kann, wenn man mal eine Pause von Powerwolf oder Guardian braucht.

Tracklist

  1. Lucid Chaos
  2. Race to Equilibrium
  3. Nuevo Rumbo
  4. The Misfit’s Swing
  5. In Quest of Sense
  6. Otoi
  7. Blurred Dreams
  8. On the Edge
  9. Our Last Gloomy Dance
  10. One Step Higher
  11. Blind Muse
  12. In the Vortex

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