Invictus – Eden

verfasst von Carina

Wenn eine Band ihren ersten Silberling rausbringt, ist es immer ein kritischer Moment. Diesen Moment darf die 2017 gegründete Band Invictus jetzt auch erleben, mit ihrem ersten Album „Eden“. Die Band orientiert sich stark am Heavy Metal und Power Metal der 80er Jahre, ganz im Stile der frühen Helloween und Judas Priest. Wollen wir also gespannt sein was uns die Herren aus dem fränkischen Mering präsentieren.

Als Einflüsse gibt die Band um Nicolas Peter unter anderem Helloween, Iron Maiden, Judas Priest und Blind Guardian an, wobei auch andere Größen wie Visigoth und Jag Panzer eher zu hören sind. Direkt nach dem instrumentalen Intro folgt mit „The Hammer“ einer der eher schlechteren Songs der Platte. So wirklich Fahrt will noch nicht aufkommen und es klingt ein wenig sehr nach klischeehaftem Power Metal. Stimmlich bewegt sich Nicolas zwischen Michael Kiske in einer light Version und Jake Rogers. Weitaus erwachsener vom Sound klingt schon der nachfolgende Titel „Inside Your Head“. Die Riffs der Gitarristen Fabio Winter und Andreas Honsberg sind gut in Szene gesetzt und klingen durchweg schon nach sattem Metal ohne technisch zu kompliziert zu sein. Mit zunehmender Laufzeit der CD zeigen die Jungs wie teutonischer Metal klingen kann.

In „The Garden Of Eden“ und „Through The Storm“ schaffen die Jungs ihren Vorbildern zumindest im Ansatz gerecht zu werden. Es scheppert schon ordentlich, es fehlt nur ein wenig der technische Feinschliff. Das Tempo wird in „Livin‘ The Future“ gut angezogen und erinnert stellenweise sehr an Hammerfall oder Manowar. Wer die Balladen von Helloween kennt, wird mit „Styx“ ein ähnlich verträumtes Stück finden. Stimmliche Parallelen zu Michael Kiske sind hier wieder eher zu finden und ich könnte es mir gut vorstellen, das bei einem Konzert der Band so einige Feuerzeuge emporgehalten werden.

Das Abschluss-Trio mit „Break The Chain“, „Insomnia“ und „Empire“ schlägt noch einmal den Bogen in die härtere Region. Auch wenn man hier den Jungs noch mehr nutzbares Potenzial zusprechen muss, kann ich mir nicht verwehren, das sie für ihr erstes Album einen guten Grundstein gelegt haben. Vor allem „Empire“ tänzelt zwischen ruhigen Akustikgitarren zu Beginn ehe es in die gewohnten elektronischen Vertreter der Saiteninstrumente umschlägt.

Fazit

Invictus haben mit „Eden“ einen soliden Grundstein für ihre Karriere gelegt. Die Zusammenarbeit mit Iron Shield Records hat ihnen gut getan, trotz geringem Produktionsbudget und kleinerer Mängel im Bereich des Songwritings, ist das Album „Eden“ ein gut gelungenes Anfangswerk. Fans der frühen Helloween und Gamma Ray kommen mit dieser EP auf ihre Kosten.

Tracklist:

  1. Intro
  2. The Hammer
  3. Inside Your Head
  4. The Garden Of Eden
  5. Through The Storm
  6. Thought Of An Idea
  7. Livin‘ The Future
  8. Styx
  9. Break The Chain
  10. Insomnia
  11. Empire

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