John Diva & the Rockets of Love

Support: We Sell the Dead
27.12.2019
Knust
Hamburg

verfasst von Louisa

Die Weihnachtsfeiertage sind erst seit einigen Stunden überstanden und alle noch etwas angestrengt davon, eine maximale Menge Essen in möglichst kurzer Zeit zu essen und bei der Familie gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Was bietet sich da zur Entspannung mehr an als ein Abend mit John Diva & the Rockets of Love, die nicht nur selbsternannte Liebes-, sondern auch absolute Spaßraketen sind.

Eröffnet wird der Abend von We Sell The Dead, die mit “Black Sleep“ allerdings erst einmal einen eher langsamen Start hinlegen. Dementsprechend dauert es auch einige Lieder, bis das Publikum – bei dem man sich stimmungstechnisch leider manchmal fragt, ob man nicht vielleicht doch eher auf einer schlechten Ü50 Party oder einer Beerdigung gelandet ist – angemessen aufgetaut ist und zu “Turn It Over“ endlich ein bisschen Bewegung ins ausverkaufte Knust kommt.

Als John Diva und seine Liebesraketen dann die Bühne betreten dauert es nur Sekundenbruchteile, bis das Knust zu kochen beginnt. Wer seine Bandana zu Hause vergessen hat ist heute Abend offensichtlich underdressed und kurze Haare durch eine stilechte Vokuhila-Perücke auszugleichen gehört offensichtlich zum guten Ton, immerhin geht es hier um Hair Metal. Auch John Diva & the Rockets of Love geben outfittechnisch mal wieder alles und sehen etwas aus wie die jugendfreien Steel Panther.

Bereits “Here I Go Again“ sorgt für den ersten, aber sicher nicht einzigen Gänsehautmoment des Abends. Auch “I Love Rock’n Roll“ sorgt für ein breites Grinsen in den Gesichtern des Publikums, das aus voller Inbrunst mitsingt. Einzig das darauffolgende seeeeehr lange Drumsolo und eine Liebesballade an Hamburg, die zwar lieb gemeint ist, aber irgendwie die Stimmung killt, sorgt für einen kleinen Knick in der Gute-Laune-Kurve der Fans.

Aber alles kein Problem, “Living on a Prayer“ bringt wieder ordentlich Stimmung und für den angetrunkenen Teil der Anwesenden, der mittlerweile gar nicht mehr so gering ist, auch einen angemessenen Hüftschwung ins kleine Knust. Viel zu schnell ist der Abend dann vorbei, der sich bei John Diva & the Rockets of Love immer so anfühlt, als würde man einen Abend mit richtig guten Freunden verbringen. Mit “Don’t Stop Believing“ entlassen die Jungs aus San Diego das Publikum dann in die kalte Luft einer Hamburger Winternacht. Wer sich hier nicht die Anspannung (und Kalorien) von Weihnachten von der Seele und den Hüften tanzen konnte, dem ist vermutlich generell nicht mehr zu helfen.

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