Eisheilige Nächte 2019

Subway To Sally / Fiddler´s Green / Knasterbart / Vogelfrey
30.12.2019
Metropolishalle
Potsdam – Babelsberg


verfasst von Kalle

Ein Jahresabschluss ohne die Eisheiligen Nächte? Kaum vorstellbar! So ging es an diesem Abend wieder nach Potsdam Babelsberg zum Filmpark Babelsberg. Vor den Toren des Parks steht die Metropolishalle, in der Subway To Sally und ihre Freunde den Jahresabschluss feierten. Für uns immer ein toller Zeitpunkt, noch einmal die Kamera zu schnappen und tolle Momente einzufangen. Gesagt getan und so ging es rechtzeitig zum Zug, denn man wollte beim Einlass ja nicht ganz hinten stehen. Der war Anfangs überraschend leer, doch wenige Minuten vor der Toröffnung, war die Schlange überraschend lang. Das gab es die Vorjahre in der Form nicht. Der Einlass ging recht zügig und so waren die ersten Reihen rasch gefüllt. In der Vorhalle selbst gab es vorne die obligatorischen Verkaufsstände und die Garderobe und in der Haupthalle dann die Merchstände und Bierwagen. Jap… richtig gelesen… man hat Bierwagen hingestellt. Zwei Stück an der Zahl waren vor Ort, doch komplett überfordert. Da wären mir ja fast die Tresen der letzten Jahre wieder lieb gewesen, weil das ging so leider überhaupt nicht. Nur ein Mann pro Wagen am Zapfhahn und zwei Kassierer pro Wagen… das ist auf einem Konzert schlicht zu wenig! Man hätte hier mehr Umsatz machen können, wäre die Besetzung optimaler gewesen. Über 20 Minuten auf ein Bier warten, das habe ich nicht einmal im Stadion erlebt. Das sorgte leider bei vielen Fans über den Abend hinweg sehr für Unmut. Selbst die Bars in der Vorhalle waren komplett überfordert. Dort waren in den letzten Jahren selten solch Schlangen zu erleben. Hier ist definitiv wieder Nachbesserungspotential geboten.

Wo man aber dran gearbeitet hat und was wirklich positiv war: Der Sound in der Halle. An diesem Abend gab es nur wenige Kritikpunkte von mir. Es hätte hier und da ein wenig lauter sein können, bei einer Band war der Bass etwas sehr dominant, doch im Großen und Ganzen war es eine runde Sache und somit eine gute Arbeit der Tontechniker. Die Lichttechniker haben ebenfalls aufgefahren, doch es fehlte mal wieder an dem schönen Frontlicht von Oben. Ja als Fotograf achtet man auf solch Dinge. Der Schlagzeuger war bei keiner Band wirklich sichtbar gewesen. Da besteht hier und da evtl. noch Ausbesserungspotential. Auf Pyro oder Nebelfontänen hat man auch in diesem Jahr wieder verzichtet. Dem ist wohl dem ganzen Stoff geschuldet, der die Bühne umhüllt.

Pünktlich um 19 Uhr ging es mit Vogelfrey los. Die Truppe hat mit neuen Songs und alten Hits ihre gute halbe Stunde ordentlich gefüllt und für viel Begeisterung gesorgt. Der Spaß auf der Bühne übertrug sich sofort auf das Publikum und so entstand ein toller Start in den Konzertabend. Die Hütte gerammelt voll und das Publikum auf Temperatur. Konnte somit direkt mit der nächsten Band weitergehen. Da haben sich Subway To Sally die Jungs von Knasterbart eingeladen. Eine Band, die garantiert für Stimmung sorgt und tolle Unterhaltung bietet. So war es an diesem Abend erneut. Hier gab es ebenfalls neue Songs, gepaart mit alten Klassikern… das Publikum war praktisch Wunschlos glücklich. Ich persönlich bin während der Show, nachdem ich meine Fotos in der Kamera hatte, durch die Halle gelaufen, hab am Bier angestanden und die Chance für einige Plauderein genutzt. Was ich von den hinteren Bereichen sehen und hören konnte, war wirklich ne schöne Show. Die Mitmachparts wurden super angenommen, die Laune in der Halle, trotz Biermangel 😀 war toll und somit verflog die Zeit recht schnell.

Schon war es Zeit für Fiddler´s Green. Die Irish Folk Rocker waren an diesem Abend die wohl sanfteste, aber nicht weniger unterhaltsame Band. Man hat mit vielen guten Songs für tolle Momente gesorgt und das Highlight für mich war… nicht nur der ins Publikum gereichte Whiskey, sondern eher die Version von „John Kanaka“, wo die Jungs an einem Tisch saßen und es Becher flogen usw. Das war ganz gut anzusehen. Die Wall Of Folk gab es nicht unbedingt als Song, dafür wurde sie in einem anderen Track mit eingebaut. Fiddler´s Green machen Live immer wieder Spaß, egal wie oft man sie schon gesehen hat. Und dann war es auch schon fast Zeit für den Headliner. Der Umbau ging rasch und so dauerte es nicht lange und Subway To Sally betraten die Bühne. Zu Beginn, bei „Messias“ gab es sehr merkwürdige Outfits zu bestaunen, die man so von den Potsdamern gar nicht kannte. Glitzerjacket usw. überraschten die Fans schon ein wenig. Man hat sich aber wieder Gedanken über die Setlist gemacht. Mit „Kleid aus Rosen“, wo es die Rosenübergabe aus dem Publikum gab, und „Falscher Heiland“ gab es direkt ein paar Highlights zu hören. Songs wie „Henkersbraut“ oder „Tanz auf dem Vulkan“ ließen nicht lange auf sich warten. Dazu gab es einen ganz besonderen Gastsänger: Joachim Witt.

Er sang mit der Band seinen großen Hit „Goldene Reiter“ und dazu dann „Eisblumen“. Eine tolle Überraschung und soweit so gut auch performed. Während dann „Tanz auf dem Vulkan“ lief, war für mich und Sandra dann auch schon Schluss gewesen. Denn wir wollten langsam in Richtung Heimat und bis Berlin fährt man ja dann doch schon ein wenig. So ging es vielen anderen Fans auch schon, die noch die Bahn bekommen wollten. Wir waren zwar mit Auto da, doch auch hier dauerte die Heimfahrt ein wenig. So ging es, wie fast jedes Jahr leider, recht früh in Richtung Heimat. Schade, und damit auch ein Vorschlag für die nächsten Jahre… verlegt die Zeiten etwas nach Vorne, so dass man eher die Möglichkeit hat, bis zum Ende zu bleiben und evtl. auch die letzte Bahn bekommen kann. Zur Not könnte man auch über ein Busshuttle zum Potsdamer Hauptbahnhof nachdenken? Wäre eine Überlegung wert.

Das Line Up für 2020 steht bereits fest und auch hier kündigt sich wieder großer Spaß an. Mit dabei sind, neben den Gastgebern von Subway To Sally, Mr. Irish Bastard, Tanzwut und Mr. Hurley & die Pulveraffen. In Potsdam geht es wie immer am 30.12.2019 los. Die weiteren Termine entnehmt ihr der offiziellen Seite von Subway To Sally. Wir können nur Danke sagen, für einen wirklich tollen Jahresabschluss, der so gut besucht war, wie schon lange nicht mehr. Danke allen Bands, Crews und Co. für diesen tollen Konzertabend. Nächstes Jahr klappt das besser mit dem Bier und dann sind wir auch vollends glücklich 😀 In diesem Sinne.. bis zum Ende des Jahres \m/

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