Ruhrpott-Metal-Meeting 2019

06.12. – 07.12.2019
Turbinenhalle
Oberhausen

verfasst von Sandra D.

Queensryche, Kataklysm, Insomnium, Battle Beast,Whitechapel, Kissin’Dynamite, The Black Dahlia Murder, Fleshgod Apocalypse, The Iron Maidens, Carnivore A.D., Entombed A.D., Debauchery, Necrophobic, Dyscarnate, Okilly Dokilly, Graceless und Stillbirth

Wie, dieses Jahr noch auf ein Festival gehen? Und das im Winter! Etwa draußen? In Oberhausen ? So oder so ähnliche Fragen kamen auf, als ich sagt, das ich über Nikolaus zum Ruhrpott-Metal-Meeting fahren würde.

Den Nikolaus für Metalfans eröffneten die englische Band Dyscarnate um 17:50 Uhr auf der Ruhrpott Stage. Dank der fetten Death Metal Breitseite konnte man die angestaunten Aggressionen bezüglich des Dauerregens abbauen und sich auf die weiteren 16 Bands des Ruhrpott Metal Meetings freuen.

Mit Fleshgod Apocalypse konnte der Kontrast zu Dyscarnate nicht größer sein. Nun standen unzählige goldene Mikrofonständer auf der Bühne, die geschminkten Musiker trugen barocke Kostüme und neben einer Opernsängerin und einem Klavier wurde der Death Metal mit klassischen Elementen angereichert.

Hatte ich gesagt, der Kontrast konnte nicht größer sein? Irrtum, denn im Anschluss traten The Black Dahlia Murder auf. Zum Soundcheck sah man Trevor noch entspannt mit einer Tasse auf der Bühne entlang schlendern. Der Eindruck trübte, denn mit den ersten Tönen startete die Band von Null auf Hundert durch und der Moshpit tobte das erste Mal an diesem Festivaltag. Es gab den ersten versprengten Crowdsurfer und am Ende Zugaberufe an die Band, die ihr Set straight absolviert hatten.

Mit verspätetem Start machten Whitechapel im Anschluß weiter, legten Pausen zwischen den ersten Songs ein und erst zum Ende ballerte die Band einen Song nach dem anderen den Anwesenden um die Ohren und gab den Fans genügend Futter um sich im Moshpit auszutoben. Dank der verkürzten Spielzeit von Whitechapel, blieb man im Zeitplan und nach einer routinierten Umbauphase, in der sich Markus Hirvonen auf seinen Drumms sitzend auf die Bühne rollen ließ, standen Insomnium bereit, um nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrem Wortwitz und ihrer Spielfreude die Fans zu begeistern. Der Andrang war groß und entsprechend wurde zu dem Melodic Death Metal der finnischen Band gefeiert. Gitarrensoli und Interaktionen mit dem Publikum machten den Auftritt abwechslungsreich. Es gab nun einige Crowdsurfer, es wurde mitgeklatscht und Insomnium heimsten einen fetten Abschiedsapplaus ein. Der Hallenboden war mittlerweile voller Becher und der ein oder andere Besucher war auch voll.

Der gelungene erste Festivaltag endete mit dem Auftritt von Kataklysm, dem Headliner des Festivals. Nun zeigte das Publikum die gesamte Palette an Konzert- Mitmachaktionen: angefangen von Mitklatschen, Mitsingen und Headbangen über Circle Pit und Rufen nach einer Wall of Death! Im hinteren Bereich der Halle hielt man sich ans Headbangen und Zuhören. Ausgepowert ging man dem Nikolaustag dem Ende entgegen und je nachdem, wann man den Heimweg antrat, begrüßte einen erneut der Regen.

Der Freitag hätte auch gut den Untertitel: MTV Headbangers Ball with Special Guest Insomnium tragen können oder wie ein Gast sagte: Death Metal Friday.


Nicht minder hart ging es am zweiten Tag auf zwei Bühnen weiter, wenn auch musikalisch noch breiter gefächert. Stillbirth war mit Graceless die letzten beiden Bandankündigung für das Line-up 2019 und am zweiten Tag eröffneten Stillbirth das Festival mit einer Stunde Verzögerung. Ich vermute Stillbirth haben das erste Mal ihr Bühnenoutfit verflucht, denn in der kleinen Halle der Flöz Stage war es für Bermudashorts doch recht kühl. Die Verspätung wurde auch bis zum Ende des Tages nicht mehr reingeholt. Verzeichnete der zweite Tag Besucherschwund oder verteilte sich das Publikum durch die weitere Bühne mehr auf dem Gelände der Turbinenhalle? Keine Ahnung.

Das Line up am zweiten Tag bot viel Abwechslung und man hatte die Möglichkeit viele neue Bands kennen zulernen. Alle vorweg machten besonders Okilly Dokilly neugierig. Wirklich warm war die Flöz Stage nicht, auch die Mainstage erreichte trotz Publikumsaction und Feuerfontänen bei Kissin’Dynamite keine tropischen Temperaturen. Nur die Fans im Moshpit kamen ins Schwitzen.

Auspowern im Moshpit und Headbangen…das macht durstig und hungrig. Um sich Getränke und Essen kaufen zu können, musste man sich vorab Wertbons kaufen, um diese dann in Pizza, Nudel, Currywurst, Suppe, Bier und diverse andere Getränke umzuwandeln. Ohne große Warteschlangen ging es an allen Ständen gut voran. Durchweg faire Preise dominierten das Bild, auch der Merch und ein überschaubarer Metalmarkt luden zum Geldausgeben ein. Wie praktisch, das direkt neben dem Merchstand die Autogrammstunden stattfanden, so konnte man sich die gekauften Produkte gleich von seiner Lieblingsband signieren lassen.

Der Metalmarkt war sehr gut beheitzt und so konnte man entspannt durch das Angebot an LPs , Kleidung, Trinkhörnern und einer unzählige Auswahl an Patches und Totenköpfen stöbern. Des weiteren konnte man sich Werke von Painted in Blood ansehen, für den guten Zweck flippern oder sich auf einer der Bierbänke setzten und in Ruhe essen und trinken, um sich dann gestärkt wieder in den Pit zu Carnivore A.D. und im Anschluss zu Necrophobic stürzen. Mit Entombed AD trat die letzte Band auf der Flöz Stage auf. Harte Breitseite in die volle Magengegend. Passt schon!

Die Ruhpott Stage wurde an diesem Tag von der Band Debauchery und Blut eröffnet. Ohne Blut geht nicht, weder auf der Bühne noch imText.
Im Anschluss ging es optisch mit The Iron Maidens in positiver Gefilde. Frauenpower pur und das Publikum zeigte sich textsicher und feierte die Songs.

Gut gelaunt mit großen Posen und großer Spielfreude ging es weiter mit Kissin’Dynamite und Feuerfontänen. Weiter Farbenfroh und einem umfangreichem Set folgten im Anschluss Battle Beast . Immer wieder gab es Battle Beast Rufe aus dem Publikum und finnische Getränke gab es im Gegenzug ans Publikum zurück. Sogar Sporteinlagen hatte die Band für die Fans parat.

Den Abschluss des Festival bestritten Queensryche. Nach den beiden opulenten Bühnenshows von Kissin’Dynamite und Battel Beast wirkte die Bühne nun wie leergefegt. Straight gaben Queensryche ihr Set. Profi durch und durch, dennoch dünnte sich der Zuschauerandrang mehr und mehr aus. Eh man sich versah neigte sich das Festival dem Ende.

Ende gut, Alles gut!!
Hier noch der Rückblick vom Ruhrpott Metal Meeting:

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