Alienare

Support: avoid-a-void
29.11.2019
Hangar 49
Berlin


verfasst von Corinna R.

Das erste Mal habe ich Alienare im Februar gehört und als ich diesmal gefragt wurde, ob ich Lust hätte, zum Konzert in Berlin zu gehen, war ich etwas zwiegespalten. Aber mir wurde gesagt, dass die zwei von mir damals „über die Bühne hüpfende IT-Studenten“ betitelten sich weiterentwickelt hätten und das wollte ich mir dann doch gerne Mal ansehen.

Im Hangar 49 sind etwa 30 Seelen als wir ankommen und ich hoffe, dass es noch ein paar mehr werden. Als Support spielt avoid-a-void, ähnlich vom Musikstil wie Alienare und auch in Zweierbesetzung. Allerdings etwas melodischer, wie ich finde. Die zwei regen auf jeden Fall an, mehr hören zu wollen.

Mittlerweile ist die Zahl der Gäste auf vielleicht 45 gestiegen. Das tut der Laune aber keinesfalls weh. Zu den Elektroklängen bewegen sich die Seelen im Einklang wie eine Amöbe. Also ganz normal eigentlich 🙂

Von einem Gast erfahre ich, dass Alienare heute nicht in gewohnter Besetzung auftreten, sondern ein gewisser Mister X für Timo einspringt, der aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein kann. Ich bin gespannt, wie der sich schlägt.

Tatsächlich bleibt der Ersatzmusiker das ganze Konzert über aufgrund seiner Maske mit Leuchtkonturen und schwarzem Umhang unerkannt und hält die Maskerade auch bis nach dem letzten Lied bei den Gesprächen mit den Fans aufrecht.

Ich muss meinem Informanten Recht geben: Alienare haben sich entwickelt, zumindest kann ich für Tim sprechen, Timo ist ja leider nicht da. Ich wünsche mir aber, dass es ihm bald besser geht.

Ich schließe mich irgendwann auch der Amöbenbewegung an und bewege mich im Takt der Klänge. Ein bisschen bin ich auch in Trance und erwache kurzzeitig daraus, als der offizielle Teil zu Ende ist und unter „Zugabe“-Rufen die zwei Musiker zurück auf die Bühne kommen und noch ein paar Stücke zum Besten geben.

Nach der eigentlichen Zugabe haben die Zuhörer noch nicht genug und wollen mehr. Tim ist überwältigt, flüstert Mister X kurz was zu und ruft dann: „Wollt ihr wirklich mehr? Wollt ihr eine Premiere?“ Und dann setzt er zu „You can fly“ an, das gar nicht geplant war.

Als die letzten Töne verklingen, klatschen die Zuhörer, die sich wie in Trance zur Musik bewegt haben und nun langsam zurück in die Realität kommen, euphorisch und wollen am liebsten noch mehr aufhören. Aber bekanntlich soll man ja aufhören, wenn es am schönsten ist.

Schön war es allemal. Ich rede noch mit Tim und den Jungs von avoid-a-void und dann geht es für mich nach Hause. Ein bisschen Schlaf tut dann doch ganz gut. Und für Timo: gute Besserung!

Setlist avoid-a-void:
Love was dead/ Nothing/ Untouchable/ Who cares/ S got kryptonite/ Proximity/ Until I paralyze/ Letter 2tob/ No view

Setlist Alienare:
Departure/ Something Like This/ Unfamiliar Skies/ World Away/ Denied/ Pain/ Nightfall/ Ghost/ The One/ Human/ Gone/ Never Too Late/ My Shadow/ Area 51/ Time Machine/ Mission Abort/ Arrival/ Never Be The Same Again/ The Colour of my Soul/ The Deepest of all Blacks/ Zugabe: Move/ #Neon/ You Can Fly

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