THUNDER AND LIGHTNING

23.11.2019
Nuke Club
Berlin

verfasst von Tim O.

Thunder and Lightning machen ihrem Namen alle Ehre. Sie sind eine dieser Bands, die ähnlich wie Blitz und Donner gelegentlich am Firmament aufleuchten, aber nie wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Das wird sich hoffentlich bald für die Berliner Jungs ändern. Schon 2004 gegründet legten sie 2008 ihr Debütalbum Purity vor. Danach folgten noch drei weitere Alben, bis sie nun 2019 mit Demonicorn ihr fünftes Studioalbum auf die hungrige Power Metal Meute loslassen. Thunder and Lightning betreiben Power Metal der guten alten Schmiede, ohne sich aber allzu sehr auf den alten Eisen auszuruhen. Sie bieten damit sowohl für Fans von Iron Maiden und Hammerfall, aber auch für Powerwolf Jünger genug Kraftstoff. Passend zum Release von Demonicorn am 22.11. traten Thunder and Lightning einen Abend später dann auch zum Heimspiel im Berliner Nuke Club an.

Aus organisatorischen Gründen gab es dieses Mal leider keine Vorband (ab 22 Uhr begannen im Nuke Parties), die brauchte es auch nicht. Die Thunder and Lightning Anhänger waren schon rechtzeitig zahlreich erschienen, um Thunder and Lightning ordentlich zu empfangen. Dass Thunder and Lightning keine Jungfrauen auf der Bühne sind merkte man ihnen gleich an. Routiniert stürmten sie auf die Bühne und legten gleich munter los. Auch wenn sie anfangs etwas eingerostet wirkten (es war das erste Konzert seit längerer Zeit), nahmen sie doch gut fahrt auf. Leider war der Sound arg unausgeglichen, was sich leider negativ auf den Hörgenuss ausgewirkt hat (ein gängiges Problem im Nuke). Das hielt Thunder and Lightning aber nicht davon ab, auch nur einen km/h vom Gas runter zu gehen. So garnierten sie den Abend mit knappen 90 Minuten reinsten Power Metal.

Doch bei all dem blieben doch ein paar Fragen offen: welche Richtung wollen Thunder and Lightning einschlagen? Ihre Show erweckte teilweise den Eindruck, als ob sich Thunder and Lightning nicht ganz entscheiden können, ob sie truen Power Metal wie Hammerfall mit all dem (kitschigen) Pathos ernsthaft umsetzen oder ob sie sich diesem Pathos mit einem Augenzwinkern (wie bei Powerwolf) gegenüberstellen wollen. So betrat bei dem Titeltrack des neuen Albums eine mit einer Einhornmaske bekleideten Frau die Bühne (Ja, es sollte der/die/das Demonicorn darstellen), während sie bei Songs wie Demmin dem altbewährten Pathos Vorrang ließen. Wobei letzterer Thunder and Lightning besser zu stehen käme. Gerade in Zeiten von Bands, wie Powerwolf, Grailknights und Co… Alles in allem boten Thunder and Lightning einen gelungenen Power Metal Abend, der mit besserem Sound noch viel mehr Spaß gemacht hätte.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen