Skillet

Support: Devour the Day
10.11.2019
Huxleys Neue Welt
Berlin


verfasst von Sanji
Pics by Sandra D.

Alter Verwalter…. Welcher Bus hat mich denn da überfahren? Für diejenigen die es nicht wissen… Er fängt mit „Sk“ an und hört mit „illet“ auf! Ein Abend der nicht nur vielversprechend war, sondern definitiv in die Kategorie ‘Legen…’ wartet es kommt gleich…. ‘där’ gehört. Ihr merkt ich bin total hin und weg von der Band und vor allem ihrer Show. Nun zum Anfang.

Um 19 Uhr war der Startschuss und die Schlange war, trotz frostiger Temperaturen, lang genug, dass man bereits Panik hatte, nicht mehr rechtzeitig reinzukommen. Naja es ist ja auch Skillet, was will man da erwarten.

Die Räumlichkeiten sind sehr überschaubar, zumindest von der Tribüne aus und ich muss sagen ich war sehr gespannt, wie die Akustik sich dort gestaltet. Und ich sollte in keinster Weise enttäuscht werden sag ich euch.

Mit der Vorband „Devour the Day“ muss ich sagen hatten wir an dem Abend nicht viel Glück. Der Bass und die Bassdrum übertönten alles und egal wie sehr sich die Jungs auf der Bühne abmühten, Stimmung zu machen: Es sollte nicht so recht gelingen. Immerhin konnten sie dann doch noch einige Punkte sammeln indem sie ein „Smells like teen spirit“ Cover vom Stapel ließen. Klar jeder kennt´s und nunja… Nirvana halt^^. Durch die Animation des Sängers Blake Allison und des Bassisten Joey „Chicago“ Walser kam zumindest für ein paar Augenblicke so etwas wie Konzertatmosphäre auf, die hielt aber leider nicht lange. Naja,es sollte halt an dem Abend nicht sein.

Dann endlich….endlich der von mir so lang ersehnte Augenblick. Skillet betritt um 21 Uhr die Bühne und das komplette Huxleys (voll bis zum letzten Meter) rastet aus. Mit dem Opener „feel invincible“ war die Vorband schnell vergessen und verdammt nochmal die gute Laune beginnt. Alles singt mit und tanzt und jubelt. Die Band rund um John Cooper hat scheinbar eine Riesenfreude daran, dem Publikum einzuheizen und vor allem alle mitmachen zu lassen. In ausnahmslos jedem Song wurde animiert und gefordert. Es war einfach nur herrlich, sich das ganze anzuschauen und vor allem anzuhören. Die Soundprobleme waren überhaupt nicht mehr existent. Jedes Wort von den Vocals war zu hören und nichts drängte sich in den Vordergrund. Alles in allem eine sehr schöne und runde Sache.

Hatte ich bereits die Performance angesprochen? Nein? Nun lasst es mich so sagen…. Ich wundere mich echt, dass das Instrument von John diesen Abend überlebt hatte. So oft wie er damit rumgeschleudert hat und rumgesprungen ist hätte es eigentlich das zeitliche segnen müssen. Mein Respekt an den Erbauer^^. Eine so lebendige Performance erlebt man eher selten und es ist auch egal ob man jetzt die Songs mit der Begleitung des Cellos (ein wunderschönes Instrument übrigens) oder die Songs mit den harten Riffs der Gitarre nimmt. Die Band kennt einfach das Wort „Stillstehen“ nicht. Ob nun zu „not gonna die“ oder „whisper in the dark“, es ist einfach herrlich sich die Band auf der Bühne anzuschauen.

Meine beiden persönlichen Highlights waren die beiden Klassiker „Hero“ und „Monster“. Bei „Hero“ dachte ich wirklich die Hallendecke fliegt ins Jenseits. Die Massen waren nicht mehr zu bändigen und schrien sich die Lunge aus dem Hals. Aus jedem Winkel erklang der Text des Liedes und selbst die Band schien sichtlich angetan zu sein. Ich selbst hatte alles um mich herum vergessen und war voll in meinem Element. Und ja ich bin noch ein wenig heiser, aber verdammt nochmal es hat sich gelohnt! Auch Mister Cooper war nicht mehr zu halten. Er springt einfach mal in den Graben vor der Bühne und sucht den Kontakt zu den Fans. Mehr Bandnähe kann sich ein Fan echt nicht wünschen. Ihr denkt jetzt bestimmt „das ist ja der Hammer“…. Leute wer denkt das bei „Hero“ schon Stimmung aufkommt, hat „Monster“ noch nicht erlebt. Die Hallendecke fliegt weg??? Vergesst es…. Hier wird die ganze gottverdammte Stadt abgerissen. Die Stimmung gleicht einem Hexenkessel und jeder und ich meine wirklich jeder ist am ausrasten. Durch John Coopers Animierung noch angestachelt ist jumpen noch die harmloseste Art die Energie loszuwerden. Mich selbst zog es in den Moshpit vor der Stage. Wie heißt es doch so schön? Musik an und Welt aus. Genau das war mein Gefühl zu diesem Zeitpunkt und so wie die Massen drauf waren ging es denen auch nicht anders.

Als Ruhephase kann und muss man hier den Titel „Anchor“ benennen, denn egal wo man hin sah die Pärchen in der Halle hatten hier ihren großen Auftritt. Egal ob vor der Bühne oder darauf überall wurden Küsse verteilt und Arm in Arm geschunkelt. Ja auch auf der Bühne gab´s einen Kuss von Herrn Cooper an seine Frau. Der Applaus und der Jubel für diesen war auch berechtigt in meinen Augen. Danach folgte etwas womit niemand gerechnet haben konnte. Ein Tribute für Chester Bennington. Was für ein grandioser Übergang zum Song „Victorious“.

Aber genug mit Schmusen und Herzchen… Wir wollten Action und wir sollten sie auch bekommen. Mit „I don´t wanna live“ nahm die Band wieder Fahrt auf und ließ abermals erkennen warum Skillet einfach Skillet ist. Die Gitarre schreddert drauf los und an den Drums ließ Jen Ledger die Sticks rotieren. Ein Bild das sich auf Ewig in mein Gedächtnis eingebrannt hat. Bei „Rebirth“ ging´s dann so langsam dem Ende entgegen. Sehr schade eigentlich ich hätte noch weitere drei Stunden oder auch Tage damit zubringen können der Band zuzuhören. Aber es sollte noch eine Zugabe geben die es in sich hatte. Mit „Resistance“ wurde nochmal alles rausgeholt was ging und natürlich machten die Fans erneut mit. Es wäre auch seltsam gewesen, wenn nicht^^.

Als Fazit kann ich nur eines sagen…. Genial, Genialer, Skillet!!! Die Jungs und Mädels wissen wie man eine ordentliche Show zustande bringt und die Menge mitmachen lässt. Ich habe bereits einige Konzerte gesehen und so eine Bühnenpräsenz und Hingabe ist eher selten anzutreffen. Ob hart oder ruhig, in jeder Situation erkennt man das eingespielte Team und vor allem auch, dass diese Band sich für ihre Fans interessiert. Ich freue mich jetzt schon auf´s nächste Konzert und hoffe inständig, dass die Vorband dann auch eher zum Headliner passt. Danke nochmal an Kalle für diese geile Erfahrung.

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