Majesty

Support: Victorius, Warkings
03.11.2019
Nuke Club
Berlin

verfasst von Sanji

Da hat man gerade das Volbeatkonzert vom 01.11. verdaut und schon zieht´s mich wieder zum nächsten Act. Da hat der Kalle sich gedacht Majesty wäre doch mal was für mich….. Und verdammt er hatte sowas von fucking Recht damit!!! Ich mag ja Power Metal an und für sich schon, aber Holla die Waldfee, hier ging´s ja mal richtig heiß her!

Um 19 Uhr war der Einlass und wenn man sich draußen umgeschaut hat war man schon erstaunt wie generationsübergreifend doch die Musik ist. Hier ein paar Mittzwanziger im direkten Gespräch mit alteingesessenen ü50ern. Ein Bild für die Götter sag ich euch. Besonders interessant war die Diskussion Musik heute und Damals. Nun ja was soll ich euch sagen? Man einigte sich kurzerhand darauf, dass beides gut ist und genehmigte sich das obligatorische Friedensbierchen. Einfach herrlich sag ich euch.

Als man dann auf den zweiten Floor des Nuke Clubs kam waren dort noch die letzten Handgriffe der Crew zu beobachten. Man muss anmerken, dass es sich an diesem Abend um den Tourabschluss von Majesty handelte. Und wo kann man bekanntlich am besten feiern??? Na klar hier in der Hauptstadt^^! Das Konzert an und für sich war eher im kleinen Rahmen gehalten und dementsprechend waren auch die Zuschauer recht überschaubar. Die Bühne war recht klein und wurde mit den Bannern der Bands verziert. Ich war sehr gespannt wie der Sound sich gestalten sollte, da sich ja solch kleine Räume manchmal schwierig gestalten.

Um 20 Uhr wurde es auf einmal dunkel und Victorius eroberte die Bühne. Und alter Verwalter haben die Jungs ein Tempo drauf. Kein langes, ruhiges Intro, sondern direkt mit Schmackes auf den Kopf. Hatte ich zuvor noch bedenken wegen dem Sound, waren diese sehr schnell ausgeräumt. Alles war absolut super aufeinander abgestimmt und vor allem klar zu verstehen. Der Frontman David Baßin kennt echt kein Erbarmen mit dem Publikum und baut es direkt in seine Performance mit ein. Tja so ein Konzert lebt halt vom Mitmachen. Ständig animiert er die Leute und hat sichtlich Spaß an der Sache. Auch die Gitarristen Dirk Scharsich und Florian Zack wussten, wie sich sich in Szene setzen können. “Laut und schnell” war generell das Motto des Abends. Durch Bassist Andreas Dockhorn und Drummer Frank Koppe war die Rhythmusgruppe in meinen Augen mehr als nur gut besetzt.

Die Jungs verstehen sich auf ihr jeweiliges Instrument tadellos und schaffen es Tatsache von Anfang bis Ende ein kontinuierliches Tempo zu halten. Liebe Leute ich mach schon das ein oder andere Jahr mit, aber selbst mir wurden irgendwann die Arme schwer. Die Übergänge zwischen den Stücken war nahezu nahtlos und trafen genau den Puls der Zuschauer. Mit Stücken wie „Blood Alliance“ und „Empire of the dragon“ wurden die Headbanger unter uns befriedigt und konnten genüsslich ihres Amtes walten. Und ja auch ich hab die Haare fliegen lassen weil´s mich einfach so mitgerissen hat. Mit „Supersonic Samurai“ wurde das neue Album „Space Ninjas from hell“ ( Release Januar 2020) angekündigt. Was für ein Song!!! Genial wäre noch untertrieben! Ich kann jedem, der auf Power Metal steht, nur anraten sich die Jungs zu gönnen. Als krönender Abschluss gab´s dann noch „Metalheart“, wo ausnahmslos jeder nochmal richtig aufdrehte! Ich wusste gar nicht, dass man das bisherige Tempo noch steigern kann, aber die 5 Jungs haben gezeigt… es geht immer noch schneller. Für mich persönlich ein absolut gelungener Auftritt und ein großes Dankeschön von mir für das tolle Erlebnis.

Es folgte eine kleine Pause um sich zu akklimatisieren und den Puls etwas runter zu fahren. Denn um 20:45 Uhr kamen dann Warkings auf die Bühne. Ich traute echt meinen Augen kaum, als ich einen Spartaner, Wikinger, Templerritter und Gladiator mit Totenmasken sah. Also der Auftakt war schon mal gelungen und dann kam der Hammer: Die Jungs wissen auf jeden Fall wie sie zum einen noch das letzte Staubkorn aus den Boxen und zum anderen die Müdigkeit aus den Knochen prügeln können. Zaghaft sollte man nicht sein und mich selbst hat es ungefähr 30 Sekunden auf meinem Platz gehalten. Die Musik lädt einfach zum ausrasten ein (was zu diesem Zeitpunkt auch alle getan haben). Ob nun mit „Hephaistos“ oder dem „battlecry“ es ist vollkommen egal. Jeder Titel ist wie ein Hammerschlag auf den Schild und man hatte echt die Bilder im Kopf von einem Schlachtfeld und wollte einfach nur noch losstürmen und Gegner in den Staub treten! Beim Titel „Sparta“ fiel mir buchstäblich die Kinnlade zu Boden. Als da eine elfenzarte Dame auf die Bühne kam und Töne von sich gab, bei denen selbst eine Alissa White-Gluz neidisch wird. Wie kann eine so zart gebaute Frau solch tiefe Töne rausbrüllen??? Hut ab und meine tiefste Bewunderung für solch eine Leistung. Es war wie auch schon bei Victorius von Anfang bis zum Ende Druck da und vor allem Spaß auf beiden Seiten.

Beim Abschlusstitel „Gladiator“ gab es dann nochmal für alle ein Schauspiel zu sehen als sich Die Jungs von Majesty und Victorius mit auf die Bühne gesellten und zusammen mit den Kings ausflippten. Vor der Bühne gab es kein Halten mehr und jeder, wirklich jeder feierte die Band für ihren genialen Auftritt.

Nach den beiden Vorbands brauchte jeder erstmal eine Pause und die sollten wir auch bekommen. Keine lange, aber immerhin so, dass jeder nochmal seine Stimme ölen und seine Nackenmuskulatur lockern konnte. Denn Punkt 21:45 standen sie auf der Bühne. Die voller Vorfreude erwarteten Jungs von Majesty.

Als Intro gab es eine kleine Story während dieser erschienen die Jungs nach und nach auf der Bühne. Jubel brandete auf und als dann Tarek Maghary auftauchte flog fast das Dach des Clubs weg. Man eröffnete den Auftritt dann mit dem schönen „Rizing home“ was, wie sollte es anders sein, natürlich schön laut und schnell ist. Das Publikum ließ sich direkt in den Auftritt fallen und machte sofort mit. Tarek kann aber auch animieren. Ein Konzert ohne Probleme wäre kein richtiges Konzert. Die In Ears von Tarek schienen einen kleinen defekt zu haben, weshalb er sich selbst und auch seine Bandkollegen nicht mehr hörte.

Hier ein riesiges Lob noch an die Tontechnik. Das Problem wurde innerhalb eines Songs gelöst und der Auftritt verlief reibungslos. Mein Highlight war dann der Song „Burn the bridges“. Die Gemüter kochten über und von der ersten bis zur letzten Reihe war alles in Bewegung. Ein unbeschreibliches Schauspiel! Eine Ansammlung von (nur) knapp 100 Menschen lässt den Nuke Club erzittern und brüllt sich die Seele aus dem Leib. Das muss man einfach erlebt haben!

Dann gab es ein nettes kleines Drumsolo von Jan Raddatz, das einem Joey Jordison alle Ehre gemacht hätte. Eine passendere Überleitung zum Song „last brigade“ hätte man nicht schaffen können. Hier konnte man sehr schön erkennen, dass sich die Jungs echt auf ihr Handwerk verstehen.
Es folgten „Epic war“ und „Words of silence“. Hier konnten wir zumindest ein wenig durchschnaufen und uns einfach mal treiben lassen. Das Zwischenspiel bei „Epic war“ wurde als Story gestaltet. Welche uns in ein Tal entführte, in dem eine glorreiche Schlacht geführt wird. Man konnte schon fast die Horden marschieren hören und den Mond und die Sterne vor seinem geistigen Auge sehen. Einfach herrlich zum Abtauchen und entspannen.

Die Danksagung der Band mit dem Titel „We are legends“ war sehr gelungen und jeder konnte sehen wie sehr sich die Band mit ihrer Crew versteht. Anzumerken ist hier, dass diese Crew die Band auf der kompletten Tour begleitet hat. Familiär ist hier das Wort, das sehr gut passt.

Als Zugabe gab´s dann nochmal richtig auf den Kopf. Mit „stand as one“ hat die Truppe echt noch den letzten Schweißtropfen und den letzten vorhandenen Ton aus uns herausgekitzelt.

Zusammengefasst muss ich sagen, dass dieser Abend ewig in meiner Erinnerung bleiben wird. Egal ob Victorius, Warkings oder der Headliner Majesty. Einfach alle haben diesen Abend unvergesslich gemacht. Mit ihren genialen Riffs, Solos und der Performance der gesamte Truppe blieb keiner meiner Wünsche offen. Also bleibt mir nichts anderes übrig als das Fazit: Jungs macht weiter so und lasst es richtig krachen. Bei eurem nächsten Auftritt in Berlin könnt ihr sicher sein, dass ich wieder in der ersten Reihe stehe. Danke nochmal an Kalle, dass er mich gefragt hat. Ein legendärer Abend und eine absolut hammermäßige Show!!!

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen