Leprous

Support: Port Noir, The Ocean Collective
04.11.2019
Kesselhaus
Berlin


verfasst von Sandra D.

If its Monday its too late. Hierbei handelte es sich nicht um einen Song von Leprous, sondern um einen Spruch, der auf dem T-shirt eines Bühnenmitarbeiter geschrieben stand.

Die Arbeitswoche stand in den Startlöchern und wer sich auf die allgemeinen Einlasszeit verlassen hatte, der war zu spät dran, denn die schwedische Band Port Noir legte bereits um 19.30 Uhr los. Das Trio präsentierte unter anderem die Songs „Champagne“, „Flawless“ und „Old Fashioned“, die allesamt vom neuen Album „The New Routine“ stammten. Viel zu schnell verging die halbe Stunde Spielzeit und mit dem Track „13“ endete der Gig. Es gab wohlwollenden Applaus und mich hat die Band neugierig auf mehr gemacht.

Mit The Ocean Collective war nun eine Berliner Band am Start, die viele Fans im Publikum hatte, dafür kein Bühnenlicht, viel Nebel, Gegenlicht und Strobo.

Sänger Loic Rossetti hielt sich hauptsächlich im hinteren Bühnenbereich auf und die restliche Band sah man durch den Nebel meist nur schemenhaft, wenn überhaupt. Die Energie auf der Bühne übertrug die Musik. Optisch unterbeschäftigt konnte man so seine volle Konzentration auf die Musik richten. Ein schöner Aspekt, den habe ich aber auch, wenn ich mir das Album mit aufgedrehtem Bass und voller Lautstärke reinziehe. Ansagen waren auch spärlich gesät, so gab es ein knappe Aufforderung zum Mitklatschen und die Fans folgten bereitwillig. Publikumsnähe kam in den kurzen Momenten auf, in denen sich Loic nach vorne wagte und auch mal am Bühnenrand Platz nahm. Mit der weiteren Ansage: „Das ist unser letzter Song“endete der Gig von The Ocean mit „The Origin of God“. Zum Leidwesen der Fans blieb keine Zeit für eine Zugabe. Auch dieser Auftritt endete viel zu schnell.

Nach diesem gelungenen Warm-up von The Ocean waren nun Leprous an der Reihe. Die Norweger legten mit dem Song „Below“ von ihrem brandneuem Album „Pitfalls“ los. Sänger Einer Solberg übte sich den Abend über in Ansagen, auch wenn er seiner Meinung nach noch ab und zu Schwachsinn redete ….wenn das mal nicht ehrlich und sympathisch zu gleich ist. Mach weiter!

Weiter ging der Abend mit „I lose hope“ und „The Valley“. Leprous versteckte sich nicht im Bühnenlicht und ihre Songs wurden entweder durch die passenden Videos oder farbigen Licht optisch unterstützt.
Als weitere neue Songs präsentierten Leprous unter anderem „Alleviate“ und „Distant Bells“. Höhepunkt des Abends war jedoch der Song „The Price“ vom Album „The Congregtion“.

Besonders intensiv war das Cover „Angel“,welches durch rotierende Kreise in Hintergrund die Zuschauer/ Zuhörer weiter in Trance steigerte. Die Norweger hatten als Liveunterstützung den Cellisten Raphael Weinroth-Browne dabei, der den schwermütigen progressive Rock perfekt mit seinem Instrument ergänzte. Leprous schaffen gekonnt die Spannung und Intensität ihrer Songs live rüberzubringen. Teilweise kamen bis zu drei Keyboards dafür zum Einsatz.

Mit dem letztenTon des Abends wurde man wieder in die Realität zurückgeholt. Verdammt, den der Montag war nun auch schon fast vorbei und der nächste Arbeitstag stand vor der Tür. Wie schnell die Zeit bei guten Konzerten verfliegt!

Setlist
Below
I Lose Hope
The Valley
From The Flame
Observe The Train
Alleviate
Slave
At the bottom
Angel
The Price
Salt
Distant Bells
Mirage
The Sky Is Red

Pics by Sandra D.

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