Volbeat

Support: Danko Jones, Baroness
01.11.2019
Mercedes Benz Arena
Berlin

verfasst von Sanji

Was für ein Abend, was für eine Nacht!!!

Ich hab‘ mich ja schon Tage vorher auf das Konzert gefreut und liebe Leute, was soll ich euch sagen…? Es hat sich mehr als nur gelohnt. All meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Aber fangen wir am Anfang an. Der Einlass begann um 16:30 Uhr und die Schlange davor war schon beträchtlich, wie nicht anders zu erwarten. Bereits dort waren die Aufregung und Vorfreude bei den Besuchern zu spüren. Alle waren guter Dinge und freudig erregt.

Um 18:30 Uhr starteten dann Danko Jones mit ihrem Auftritt und ließen von Anfang an ein Feuerwerk los. Die Fans hatten sichtlich Spaß mit den Jungs und in der Crowd des Innenraums wurde bereits der erste kleine Moshpit eröffnet. Was soll ich euch sagen, Danko Jones wissen halt wie sie mit der Masse spielen können und hatten auf der Bühne genauso viel Spaß wie die Fans davor.

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Es folgte der Bühnenumbau für Baroness und die Halle füllte sich immer mehr. Leider muss ich sagen, dass der Auftritt von Baroness mehr schlecht als Recht funktionierte. Zum einen fiel die Monitorbox der Gitarristin aus und dann versuchten sich die beiden Vocals gegenseitig zu übertönen. Ein kleiner Wermutstropfen an diesem Abend war also genau dieser Auftritt. Vor allem nachdem Danko Jones die Masse schon gut angeheizt hatte, sind bei dem Auftritt von Baroness viele lieber rauchen gegangen oder holten sich etwas zu trinken. Meiner Meinung nach hätte man also auch nur mit Danko Jones das Vorprogramm gestalten können und Baroness weglassen können.

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Dann erfolgte der, von uns allen lang ersehnte, Auftritt von Volbeat. Was für eine geniale Atmosphäre. Der Innenraum, vor der Bühne, war brechend voll und die kompletten Tribünen waren ausgelastet. Der Opener gab eine Szene, wie ich es mir nicht besser hätte vorstellen können. Über Ledvorhänge wurde die Musikvideopremiere zum Song „Die To Live“ eingespielt und auch später hat man über diese die Band verfolgen können. Dann wurde es kurz ruhig und man hörte Kettenrasseln gefolgt vom PeakyBlindersTheme. Das bekannte Intro zu „The Everlasting“ gab es im direkten Übergang. Was für ein gelungener Auftakt. Ab diesem Moment hielt es absolut niemanden mehr auf den Sitzen. Alles jubelte und schrie, denn die Jungs standen auf der Bühne und gaben wirklich alles. Micheal Poulsen und Rob Caggiano spielten sich die Seele aus dem Leib und heizten dem Publikum ein, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Einzig Jon Larsen war nicht so gut zu sehen, da die Ledvorhänge noch zu tief hingen. Aber man muss ihn ja auch nicht sehen, Hauptsache man hört ihn. Der Sound war absolut bombastisch, die Bühnenshow sucht ihresgleichen, ob es die Jungs selbst waren oder die Lichtshow. Es war egal, denn beides harmonierte perfekt miteinander.

Ihr merkt, ich komme aus dem Schwelgen nicht mehr raus, denn selbst mich hat das ganze so vom Hocker gehauen, dass ich nur noch grinsend über beide Ohren mit der Band gefeiert hab. Kaum war der Opener durch, ging es direkt weiter mit „Pelvis on Fire“. Was muss ich da noch groß zu sagen? Laut und mit Kraft rockten die Jungs über die Bühne. Stillstehen war sowieso für alle ein Ding der Unmöglichkeit.Egal, ob auf den Tribünen oder unten im Innenraum, überall war Bewegung zu sehen. Und wie nicht anders zu erwarten, kam direkt der nächste Kracher mit „Doc Holliday“. Die Jungs haben sich richtig was einfallen lassen, um die Stimmung immer auf dem Siedepunkt zu halten. Man bemerkte, dass das Line-up wohl durchdacht war, denn es gab keine wirkliche Atempause für die Massen.Vor der Bühne wurde der Moshpit ein klein wenig größer und alle hatten einfach nur noch Spaß. Durch „The Gardens Tale“ wurde der Gänsehautfaktor nochmals in ungeahnte Höhen getrieben.Mit „Lola Montez“ ist der Band ein perfekter Übergang zum nächsten Titel gelungen. Nicht nur das hier animiert wurde bis zum Abwinken, sondern die Band selbst auf der Bühne mehr rumflachste als sonst was. Hier erkennt man natürlich auch wieder einmal die Professionalität und das perfekte Zusammenspiel der drei Jungs miteinander. Dann kam eines meiner persönlichen Highlights des Abends.

Abgesehen davon, dass Micheal Poulsen gezeigt hat, dass er ein großer Johnny Cash Fan ist, indem er mal so mir nichts dir nichts „Ring ofFire“ als Intro für „Sad Man´s Tongue“ zum Besten gibt. Mit dem Song „Black Rose“ haben mich die Jungs dann endgültig in unbekannte Sphären der Glückseligkeit geschickt. Das Dauergrinsen war in jedem Gesicht zu sehen und als dann auch noch Mr. Danko Jones persönlich mit auf die Bühne kam (überraschenderweise zeigte sich auch die fahrbare Plattform im vorderen Teil der Bühne), war der Jubel mit nichts mehr zu vergleichen. Die Stimmung war auf ihrem Höhepunkt und das spürte scheinbar auch die Band, denn es wurde kurz etwas ruhiger mit dem Titel „Whenwewere Kids“. Aber nicht für lange denn schon folgten die nächsten Kracherstücke. Mit „Fallen“ kam für mich wieder ein Stück Vergangenheit hoch und ich musste echt gegen den Drang ankämpfen nach unten zu stürmen und mich mit auf die Bühne zu gesellen. Dieser Song ist aber auch ein Hammer vor dem Herrn! Es folgte „Die to live“ begleitet mit Saxophon und Klavier. Das Klavier wurde im vorderen Bühnenabschnitt mittels Fahrstuhls hochgefahren. Und alter Falter konnte der alte Mann ( ZZ Bottom) spielen. Ich würde, sagen er hat sogar ein klein wenig Volbeat die Show gestohlen, natürlich unabsichtlich denke ich ;-). Durch „Seal theDeal“ wurde das ganze noch abgerundet und es ging wieder heiß her, natürlich ließen die Fans es sich nicht nehmen, den Moshpit wieder aufleben zu lassen und nach Herzenslust sich durch die Gegend zu schubsen. Es war eine wahre Freude, sich das anzusehen.

Es wurde dann etwas gefühlvoller mit dem Titel „Forevigt“. Hier sei gesagt, dass es einfach nur genial wirkte, als alle ihre Handylichter auspackten und die Halle in ein Lichtermeer verwandelten. Dies wurde von der Band auch grandios honoriert als ein Konfettiregen auf die Menge niederrasselte. Bei „Rewindtheexit“ blieb kaum ein Auge trocken. Diese geniale Rockballade hat aber auch die verdammte Eigenschaft auf die Tränendrüsen zu drücken. Einfach herrlich! Und natürlich durfte der „LonesomeRider“ nicht fehlen. Zwar hat mir dort der weibliche Gesangspart ein wenig gefehlt, aber dennoch ein mehr als nur gelungenes Stück.

Aber Volbeat wäre nicht Volbeat, wenn nicht mindestens ein Song dabei wäre, bei dem man sich so richtig austoben kann. Mit „Mirror and theRipper“ animierte die Band den Pit nochmal, richtig aufzudrehen…. Sorry sagte ich den Pit? Ich meinte natürlichen die Pits…. denn es gab bei diesem Song sage und schreibe 5 Pits, in denen munter geschubst wurde. Was für ein Anblick von der Tribüne aus. Nun wurde es lustig und munter, denn Herr Poulsen und Herr Caggiano ließen es sich nicht nehmen, gemütlich nebeneinander herum zuspazieren, während sie grinsend „Last Day undertheSun“ spielten und die Masse vor der Bühne am Durchdrehen war.

Nun könnte man meinen, das war ja schon ein gelungenes Konzert und man könnte ja jetzt Schluss machen… Weit gefehlt…

Denn auch die Jungs auf der Bühne schienen noch lange nicht den Abend beenden zu wollen. Sie spielten munter drauf los und ließen nochmals die Erde mit ihren genialen Riffs und der Stimmgewalt von Herrn Poulsen beben. Denn zeigt mir einen der bei „Devils bleeding Crown“ stillstehen kann. Auch „Leviathan“ oder „Letitburn“ sind keinesfalls zu verachten und als dann auch noch die ersten Klänge von „Pool ofBooze“ erklangen war auch bei dem letzten Schluss mit Müdigkeit. Nach knapp 2 ½ Stunden kam diese nämlich so langsam bei einigen durch. Aber nicht mit uns, haben sich Volbeat wahrscheinlich gedacht und dann den absoluten Oberhammer losgelassen. Als Schlusstitel dann auch noch „Still counting“!!!!!!!!! zu performen war eine schiere Meisterleistung. Denn damit hatte niemand auch nur ansatzweise gerechnet. Alles war nur noch am Durchdrehen und Schreien. Sämtliche Effekte, die noch da waren wie zum Beispiel Luftballons mit dem Band Logo (die erstaunlich schnell verschwunden sind), der letzte Schuss aus der Konfettikanone und die letzten Kartuschen Co2 wurden verbraten. Was soll der Geiz war die Devise.

Man verließ also die Halle mit einem seligen lächeln und machte sich auf den Heimweg in dem Wissen, einen absolut genialen Abend verbracht zu haben.

Zusammengefasst lässt sich wohl sagen, dass Volbeat nicht ohne Grund zu den Größen dieser Zeit gezählt werden darf. Es war einfach ein mega geiles Konzert. Ob man nun das Bühnenbild nimmt, die Lichtshow oder die Performance der Band selbst. Alles hat perfekt harmoniert und lief wie am Schnürchen. Ich wurde wieder einmal von der Band mitgerissen und kann jedem nur anraten, sich unbedingt solch ein Konzert mal zu geben. Auch mit Danko Jones als Vorband, haben sie alles richtig gemacht. Lediglich Baroness war dann doch eher fehl am Platze, was dem Ganzen einen ganz kleinen Dämpfer verpasst hat. Aber ich bereue keine Sekunde dieses genialen Abends. Gerne nochmal!!!!

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