Schattenmann

Support: Dunkelsucht und Kissin’Black
25.10.2019
Puschkin
Dresden

verfasst von Corinna R.

Das erste Mal spielen Schattenmann in Dresden, ich freu mich schon während der Busfahrt darauf. Aber irgendwie steckt der Wurm drin. Eigentlich möchte ich mich mit einer Freundin treffen, die steht jedoch im Stau. Also laufe ich zum Club mit Sack und Pack. Als ich dort ankomme, bin ich etwas ernüchtert. Vor dem Puschkin stehen etwa zehn Seelen. Ich hoffe, dass es mehr werden. Ein paar bekannte Gesichter sehe ich auch.

Als um 19 Uhr die Tore geöffnet werden, strömt die mittlerweile auf vielleicht 20 angestiegende Menschenmasse in den Club. Im weiteren Verlauf des Abends werden es mehr, aber wirklich voll wird der Club leider nicht.

Dann geht es los. Dunkelsucht machen den Anfang. Der Sänger bewegt sich über die kleine Bühne und betreibt eine eigenartige Form von Schattenboxen. Die Musik, eine Mischung aus Dark und Indie, ist nicht jedermanns Geschmack, mir gefällt sie. Die Show ist kurz, aber abwechslungsreich.

Als dann Kissin’Black auf die Bühne kommen, bin ich etwas verwundert. Ich hatte eine junge Band erwartet, auf der Bühne versammeln sich Musiker, die dann doch etwas reifer aussehen. Was ich sagen kann, ist dass sie auf jeden Fall wissen, wie man den Gästen einheizt. Inklusive Mini-Stripties des Gitarristen – und der kann sich sehen lassen.

Bekanntlich wird ja auch immer ein bisschen Alkohol konsumiert bei Konzerten, zumindest bei den Gästen. Einige scheinen das nicht so zu vertragen, sodass durch die Sprüche nicht nur das Publikum irritiert, sondern vor allem der Sänger von Kissin’Black Konzept aus dem Konzept gebracht wird.

Und dann sind Schattenmann dran. Sie haben sich viel vorgenommen, 16 Songs und drei Zusatzsongs. Dass die Jungs für Überraschungen und Witz zu haben sind, zeigt sich bei Generation Sex. Zu der sonst schon provokanten Bühnenshow gesellt sich zusätzlich ein Gast auf die Bühne: eine Gummipuppe mit Brustbehaarung und ganz gut bestückt wird ins Publikum geworfen und findet sofort Anschluss. Besonders freue ich mich auf Nadel und Faden und als Frank die Akkustikgitarre in die Hand nimmt, lächle ich. Mit geschlossenen Augen lausche ich der Musik. Besonders berührt mich auch die Ansage vor AMOK. Denn leider wird die Message oft missverstanden. Aber es geht nicht um das Aufrufen zum Amok, sondern dagegen zu steuern. Die Message kommt an und wird mit Applaus unterstrichen.

Es ist auf jeden Fall ein gelungenes Konzert, auch wenn es leider nicht so gut besucht war. Aber für das erste Mal Dresden war es sehr schön und ich freue mich schon auf das nächste Mal. Für mich geht es ins Bett, ehe es am nächsten Tag zurück nach Berlin und aufs nächste Konzert geht.

Setlist Dunkelsucht:
Enter the Cave/ Die Sterne sehen/ Nachtzug/ Urlaub in Torre Canne/ Transit zum Sirius

Setlist Kissin’Black
Borderline/ Address Unknown/ Dark Again/ Giants/ Liquor Tears/ Dresscode: Black/ Blues: Unpardonable/ Wild Child/ Lena Luna

Setlist Schattenmann:
Schattenland/ Schlag für Schlag/ Darkroom/ Ruf der Engel/ Krieger des Lichts/ 9mm/ Brennendes Eis/ Epidemie/ Generation Sex/ Wahrheit oder Pflicht/ Nadel und Faden/ Gekentert/ Schwarz ist Religion/ Gewissen/ AMOK/ Licht an/ Zugaben: F.U.C.K.Y.O.U./ Kopf durch die Wand/ Trümmer und Staub

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