Antiheld

Support: Walking on Rivers
26.10.2019
Privatclub
Berlin

verfasst von Corinna R.

Es ist bereits dunkel, als ich am Privatclub ankomme. Die Schlange vor dem Club ist schon relativ lang und die Wartenden werden ungeduldig, als sich der Einlass verzögert. Dann endlich, mit einer halben Stunde Verzögerung, dürfen die Gäste hinein. Schnell füllt sich der Cub und ich merke: ja, es ist voll! Kein Wunder, mit 140 Gästen ist es ausverkauft.

Bevor die Vorband aus dem Ruhrpott, Walking on Rivers beginnt, sagt Luca, der Sänger von Antiheld noch ein paar Worte. So ist für ihn und die anderen das Ganze ein Familien-Herzensding, weshalb die Wahl auf Walking on Rivers als Vorband fiel.

Und die Wahl kann ich nachvollziehen. Die Musik, die ein bisschen an Indie-Western erinnert, macht Stimmung. Die Band singt auf englisch und verbindet schöne Harmonien in dreistimmigem Gesang. „Die nächsten zwei Songs gehen krank ab, also müsst ihr auch krank abgehen“, erklären Walking on Rivers. Der Club bebt, so gut es in dem kleinen Saal geht. Ein paar Songs spielen sie noch, ehe die Show von Antiheld losgeht.

Und dann ist es soweit: Antiheld stehen auf der Bühne, zumindest kann man sie erahnen. Ein Laken mit dem Namen der Band verdeckt das Geschehen, ehe es unter Gejubel fällt und die Sicht freigibt. Es ist ein schöner Einstieg.

Später halten Antiheld eine Überraschung bereit: statt dem geplanten und laut Setlist kommenden Interlude gibt es eine einmalige Premiere auf der Tour. Stattdessen gibt es ein Lied, das mit einem Berliner Rapper geschrieben wurde, der auch an dem Abend anwesend war. Vielleicht hätte ich das Lied kennen sollen, die Botschaft ist auf jeden Fall erkennbar: “Deine Liebe kotzt mich an.“

Was wäre ein Konzert ohne Patzer? Genau, vermutlich nicht so amüsant. Zwischendurch fiel eins der Mikros aus, sodass 99 Luftballons kurzerhand in den leeren Mikrofonständer gesungen wurde, ohne mit der Wimper zu zucken.

99 Luftballons war in dieser Antiheld-Version ein Highlight, genauso wie Sonnenkind. Letzteres hatte Luca anlässlich des tragischen Unfalls eines Freundes aus Kindertagen geschrieben und ist seitdem Bestandteil eines jeden Konzerts.

Jedes Konzert hat leider irgendwann ein Ende. Und dieses Konzert hatte mit dem tournamengebenden Song „Goldener Schuss“ einen würdigen Abschluss. Mit dem verdienten Applaus wurden wir in die Nacht entlassen. Und was soll ich sagen? Naja, um es mit den Worten von Antiheld zu sagen: Es war das durchgeknallteste Konzert der Deutschland-Tour!

Ein Foto noch und ein kurzes Gespräch, dann gehe auch ich los. Bis zum nächsten Mal.

Setlist Walking on Rivers:
Wherever I Go// You Follow/ Selina/ Gone to Waste/ The Rope/ By the Harbour isn’t by the Sea/ Don’t leave me, Son/ Lonely Man/ Conquerors/ Off the Trails

Setlist Antiheld:
INTRODUCTION/ MA PETITE BELLE/ BISSCHEN GROSSE LIEBE/ PRÄSIDENTEN/ 7/ INTERLUDE/ BERLIN AM MEER/ MACH MIRN KIND/ GOTT/ 99 LUFTBALLONS/ NIE WIEDER LIEBEN/ HERZ/ KELLER KLUB/ FIND WHAT U LOVE/ SONNENKIND/ BABYLON/ FICKEN FÜR DEN WELTFRIEDEN/ GOLDENER SCHUSS

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