Formicarius – Rending the veil of flesh

verfasst von Henry E.-S.

Meine einer hört ganz gern Black Metal. Das Problem am heutigen Black Metal macht sich dann bemerkbar, wenn man eine ganze Menge davon hört. Der heutige Black Metal ist zwar vielfältig. Aber leider auch vielfältig gleich. Man findet so schnell nichts Neues oder auch Besonderes. Die steckt vor allem im norwegischen Black Metal. Der britische Black Metal hat da schon eine höhere Wahrscheinlichkeit, das Besondere zu bieten.

Ob “Voices“ oder “A Forest of Stars“, die britischen Inseln bieten eine andere Herangehensweise an den Black Metal. Mit “Formicarius“ versucht eine weitere Band dort aufzufallen. Und mit “Rending the veil of flesh“ schaffen sie das so teilweise. Es ist nicht so, dass das was da geboten wird scheiße ist. Die Produktion ist gut und die Musiker verstehen Ihre Instrumente und wie man gute Melodien baut. Die Songs gehen alle sofort ins Ohr und fließen angenehm vorwärts. Soweit, so moderner Briten-Schwarzstahl. Der Gesang ist wahlweise Screaming oder Growling. Beides passiert in einer Form, die an “Cradle of Filth“ erinnert. Allerdings ohne Biss.

Er ist zwar gut zu verstehen, aber leider einfach ein bisschen schwach auf der Brust. Also nicht, dass die Lyrics in irgendeiner Form interessant wären. Christentum ist Scheiße, bla bla bla blub. Nun kommen aber zwei Sachen ins Spiel, die wahlweise komplett geil sind oder tierisch nerven. Die Band setzt ein Keyboard mit ein, welches in verschiedenen Ton-Höhen sich einbringt und um einige weitere klassische Einzelinstrumente ergänzt wird. Dies ähnelt in manchen Situationen auf positive Weise stark an “A Forst of Stars“. An anderen Punkten geht es einem so unglaublich auf den Sack, dass selbst ein durch die Band schreiendes Kind besser gewesen wäre.

Gleichzeitig kombinieren sich die Guten Situationen auch mit dem Hang der Band, sich in bestimmten Songs sich so dermaßen einen runter zu frickeln, dass es einem echt der Sabber vom Kinn läuft. Dass ist genau so lange Klasse, bis es mal wieder vergessen wird. Wollen sagen: Die Platte springt die ganze Zeit zwischen sehr, sehr, sehr interessanten Moment und Momenten absoluter Standard-Mittelmäßigkeit hin und her. Was soll das? Ihr könnt das doch! Ich will mehr von der geilen Frickelei! Und ein bisschen mehr Wumms beim Gesang. Die Band sollte man auf jeden Fall im Auge behalten. Und jetzt entschuldigt mich, ich hab endlich einen freien Sonntag.

Tracklist:
01.Beyond the veil of flesh
02.Dieu et mon droit
03.Within the depths
04.Early will i seek thee
05.Inherit our sickness
06.The fourth horseman
07.Stalker among the stars
08.Crimson purge
09.O, dread impaler

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen