Fatal Embrace – Operation Genocide

verfasst von Henry E.-S.

In den letzten Jahr seit der Jahrtausendwende, ist zwar nicht direkt die komplette Welt den Bach runter gegangen (wir steuern bloß drauf zu, wenn wir das mit dem Kapitalismus nicht mal endlich sein lassen), dafür aber die Grafikleistung des Zuhause stehenden Heimcomputers steil nach oben. Was damals Top-Grafik war, würde heute auf einem Billig-Rasierer laufen. Dementsprechend wirkt diese Uralt-Grafik von damals heute einfach Alt-backen. Nicht nostalgisch, wie sie in manchen Fällen sein kann, alt-backen. So wie Werbegrafiken aus den frühen 2000ern. Was hier “Fatal Embrace“ als Alben-Cover vorlegt, ist eine Beleidigung für das Auge. Stimmt den wenigstens der Inhalt?

Mit “Fatal Embrace“ neuer Platte “Operation Genocide“ trifft bei mir zusammen, dass ich mich weder großartig mit Trash Metal beschäftige, noch viele Bands in diesem Genre kenne. “Fatal Embrace“ auch nicht. Und ich wohne in Berlin. Eigentlich hätte ich schon mal von denen irgendwas gehört haben müssen. Die Bands gibt’s nämlich schon eine Weile. Diese illustren Herren hoppeln seit 1993 über die Wiesen des Trash Metal. Wobei diese Wiese keine Neue. Auch keine hoch komplexe. Es ist eher eine Wiese, auf einem ziemlich angestaubten Foto. Keine besondere Wiese, aber eine, wo man weiß, was man kriegt. Oder anderes gesagt: Die Leute damals haben sich bestimmt ein Loch ins Knie über die Musik gefreut. Damals? Ja, damals. Der Trash Metal, der hier aufs Parkett gelegt wird, erinnert einfach extrem an die frühen “Exodus“. Vor allem aber auch die Kern-Essenz des frühen Trash Metals: Einfach mal Krach machen und Leuten auf die Nerven gehen. Das das heute eher veraltet wirkt, bleibt da nicht aus. “Operation Genocide“ ist eine voll gefüllte Platte. Voll mit dem Trash Metal, wie er mal war und nie wieder sein wird. Dreckig, laut und diesem tollen “NNNNIJAAA!!!“ beim Gesang. Schnell ist das alles nicht und auch nicht hochtrabend. Das soll es auch gar nicht sein. Viel mehr haben wir mit “Operation Genocide“ eine kleine Zeitkapsel vor uns. Wer wissen will, wie der Trash Metal an seinem Beginn so klang, der findet hier die Antwort. Es stört eigentlich nur eine Sache: Der erste Track der Platte. Der versucht sich nämlich an “Slayer“ und scheitert auf ganzer Linie. Und jetzt entschuldigt mich, ich hab Feierabend.

Tracklist:

01. Ripping the sky
02. Betray your herous
03. Skinned to be alive
04. Your spiritual quest
05. Let the evil flow
06. Depravity
07. Criminal scum
08. The soulcrasher
09. Forevermore
10. Spawn of plagues
11. Metal thrashing mad

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