Lindsey Stirling

20.09.2019
Knorkatorhalle (Columbiahalle)
Berlin

verfasst von Kalle

Wer mich kennt, dem ist bekannt: Ich mag die Musik von Lindsey Stirling. Ihre Melodien haben mich schon sehr lange fasziniert, ihre Videos sind klasse und generell bin ich ein Bewunderer ihrer Arbeit. Umso schöner war es, das ich jetzt erneut die Möglichkeit bekam, die talentierte Musikerin live erleben zu dürfen. Einen Tag vor ihrem Geburtstag stand sie in der umbenannten Columbiahalle (Knorkatorhalle) auf der Bühne und stellte ihr neues Album „Artemis“ vor. Angekündigt wurde der Beginn mit 20 Uhr, doch da waren noch nicht alle Fans in der Halle. Es war zwar nicht ausverkauft, doch man wurde gründlich kontroliert und daher zog sich das ein wenig. Ich hatte einen kleinen Vorteil was den Eingang anging und so konnte ich mir noch einen super Platz sichern. Der war direkt am Misch- und Lichtpult in der Mitte. Somit also direkt beste Sicht und guter Sound für die Show. Okay.. das mit der Sicht.. nunja… waren mal wieder ein paar Smartphonefilmvollpfosten im Publikum. Also ehrlich… das nimmt wirklich überhand langsam und hat nicht viel gefehlt und ich hätte mir den Typen gekrallt. Lasst den Mist bitte einfach sein und genießt eine Show mit den Augen. Danke!

Dann kommen wir doch mal zur Show, die dann um 20:25 Uhr begonnen hat. Lindsey und ihre zwei Musiker kamen auf die Bühne. Sie hatte einen Schlagzeuger und einen Keyboarder / Gitarristen mit dabei. Hinzu kamen dann vier Tänzerinnen, die für eine tolle Showuntermalung sorgten. Dafür hatte man sich zudem eine Leinwand auf die Bühne gestellt und sich ein interessantes Lichtkonzept ausgedacht. Allerdings vermisste man ein wenig die Podeste oder andere Elemente auf der Bühne. Warum man darauf verzichtet hat? Nun… die Tänzerinnen und Lindsey selbst brauchten für ihre Einlagen viel Platz. Zu Beginn der Show wirkte sie auch sehr angestrengt und wenig locker. Lag es eventuell an den neuen Songs, wo sie bei den Tanzeinlagen und natürlich beim Spielen kein Fehler machen wollte oder vielleicht daran, dass sie gesundheitlich angeschlagen sein könnte. Mit zunehmender Showdauer wurde sie aber lockerer, begrüßte das Publikum teilweise gar auf Deutsch und erklärte ihre bisherigen und natürlich die Hintergründe des neuen Albums. Die Umkleidepausen, ja es gab viele verschiedene Kostüme, wurden teilweise mit ein paar Einspielern genutzt, die ebenfalls einige Hintergründe zu ihrer Musik gaben. Manche von den Einspielern waren sehr tiefgründig.

Soundtechnisch war das an diesem Abend eine glatte Eins. Der Druck durch die Boxen war super, man hat alle Töne gut vernommen, selbst die Einspieler von den Samples kamen gut zur Geltung. Zudem hat das Timing gut funktioniert zwischen Leinwand und Sound, denn hier und da gab es Einblendungen vom Gesang, u.a. von Amy Lee. Man hat sich für die Show nicht nur eine tolle Lichtshow einfallen lassen, sondern das Publikum u.a. in einem Song mit einbezogen. Anhand von Jubel konnte man mitbestimmen, was auf der Bühne passiert. Man verschenkte u.a. auch T-Shirt für das Publikum. Ein weiteres Element war der „Akustikpart“. Dort gab es ein sehr emotionales „Halejulia“ auf die Ohren. Weiterhin sorgte sie mit zwei deutschen Liedern für eine echte Überraschung. „99 Luftballons“ fand ich Mega… „Atemlos“ hätte sie sich kneifen können. Ich hatte einen dezenten Hilfeblick im Gesicht. Die Tänzerinnen sorgten mit manch tollen Elementen ebenfalls für optische Highlights. Tolle Kostüme, Regenschirme, Leuchtbrillen uvm. gab es zu bestaunen. Das eigentliche Highlight war aber Lindsey selbst.

So konzentriert wie sie wirkte, so professionell hat sie gespielt und performt. Ihre Schritte haben gesessen, ihre Töne hat sie getroffen und diese Einheit, die sie mit ihren Instrumenten hat, ist bemerkenswert. Ihre Setlist war zudem ein toller Leckerbissen. Von alten Klassikern bis zu neuen Hymnen war alles mit dabei. Ihre Musikerkollegen haben ebenso einen großartigen Job gemacht. Kid und Drew zeigten ordentlich Einsatz. Das war ein rundum gelungenes Package auf der Bühne. Der Abend hat Spaß gemacht und schreit nach Wiederholung.

Setlist:

Artemis
Elements
Shatter Me
Masquerade
Master of Tides
Crystallize
Hallelujah (Leonard Cohen cover)
99 Luftballon (Nena cover)
Atemlos (Helene Fischer cover)
Between Twilight
Sleepwalking
Underground
Roundtable Rival
First Light
The Arena
The Upside
Mirage
Guardian

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen