Kavara – Weathered and Lost

verfasst von Tim Otterbeck

Hände hoch, wer noch nie von Kavara gehört hat! Doch so viele? Keine Sorge, wir ändern das hiermit. Kavara ist eine noch sehr junge Band (gegründet 2015) aus London…also das London in Kanada und haben sich dem Melodic Death Metal verschrieben. Die fünfköpfige Truppe wird angeführt von der Frontfrau Serena Dorton. Damit reihen sich Kavara in eine Riege mit Bands wie The Agonist, Aephanemer oder Arch Enemy ein. Weathered & Lost stellt ihr Debüt dar und wurde in Eigenregie produziert und aufgenommen.

Nach einem kurzen Intro geht es gleich voll auf die Zwölf mit den sehr passenden Lyrics „And the ground will shake as I am driven mad“. Kavara machen mit dem Opener A Mind Betwixt alles richtig: peitschendes Schlagzeug, harte Riffs und aggressivem Growling, das perfekt zu den düsteren Texten passt. Dazu wirkt die Gitarrenfront um Strange/Mac Gibbon sehr gut aufeinander abgestimmt zu sein. On top gibt es auch noch eine fette, gut abgemischte Produktion, die nur an einigen Stellen ein besseres Feintuning vertragen hätte (z.B. bei den Becken). Scarecrow ist weder Schritt nach vorne noch zurück und reiht sich sehr gut an seinen Vorgänger an. Auf Tormentor versuchen sie es etwas progressiver und man merkt die Einflüsse von Bands wie At The Gates. Death Sentence überrascht mit einem experimentellen Intro der Bass- und Gitarrenfront, bevor es dann im gewohnten Ton des Albums weitergeht. Die zweite Hälfte des Albums weiß ebenso zu überzeugen, wie die Erste: peitschende Rhythmen, eine sehr präsente Lead-Gitarre und Dorton, die sich auf jedem Track richtig auszukotzen scheint.

Fazit: Kavara könnten eine der Überraschungen im Jahr 2019 sein. Wir haben hier eine junge Band, die es quasi aus dem Nichts geschafft hat, ein Album in Eigenarbeit zu veröffentlichen, dessen Produktion nicht nur auf modernen Standard ist, sondern auch noch ein sehr hohes musikalisches Niveau aufweist, wie man es von Debütalben nur selten gewohnt ist. Weathered & Lost kann durchaus zu den besten Veröffentlichungen im Bereich Melodic Death Metal gezählt werden und jeder, der Fan von At the Gates, Kataklysm, Arch Enemy und Co. Ist, sollte in dieses Album unbedingt mal reinhören. Natürlich ist es kein perfektes Album. Hier und da könnte ein bisschen mehr Abwechslung reingebracht werden und an einigen Stellen hätte ein wenig Klargesang vielleicht etwas mehr Tiefgang erzeugt. Aber wer melodisches Auf-die-Fresse sucht, wird hier mehr als ordentlich bedient.

Tracklist

  1. Weathered & Lost
  2. A Mind Betwixt
  3. Scarecrow
  4. Tormentor
  5. The Reaper
  6. Death Sentence
  7. Mark My Words
  8. Lawn Care
  9. Bloodlust
  10. Walk of Shame
  11. Let The Carnage Manifest

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