Böhse Onkelz

Support: Toxpack
29.08.2019
Waldbühne
Berlin

verfasst von Kalle

Was für ein Abend… was für ein Konzert. Mir fehlen gerade mal wieder ein wenig die Worte. Das liegt zum Einen am Mitsingen, aber natürlich an den gesammelten Eindrücken. Ich bin sehr dankbar dafür, jedem der das wieder möglich gemacht hat, das die Akkreditierung für die Show geklappt hat. Und erneut hatte ich das Glück eine Fotoerlaubnis erhalten zu dürfen. Einer von vier Fotografen sein zu dürfen macht einen schon sehr Stolz und zeigt, die Arbeit beim letzten Konzert auf Schalke hat sich gelohnt. Zwar kam die Bestätigung erst einen Tag vor der Show und war meine Tagesplanung ein wenig über den Haufen, doch dafür sehr gerne! Ich hatte nämlich noch ein Fotoshooting mit Freunden im Vorfeld geplant und wäre das länger gegangen, so wäre es knapp geworden mit meiner Pünktlichkeit. 18.15 Uhr war Treffen für den ersten Fotocall. Presseliste rasch hinter mir gelassen und dann mit den ersten Fotokollegen getroffen. Dann wurden wir abgeholt und zu unserem Platz auf der Treppe neben dem FOH Platz gebracht. Okay… hätte schlimmer werden können, wenn wir nur von ganz Oben gedurft hätten. Allerdings hätte mir der Graben für Fotos auch sehr gefallen, egal ob die Bühne so extrem hoch ist oder nicht. Egal… man war drin und die Vorfreude schlug hoch.

Und dann erschallten um 18:45 Uhr die ersten Töne des Supports. Die Jungs von Toxpack hatten die Ehre, diesen Abend eröffnen zu dürfen. Und das taten sie verdammt gut. Der Sound hätte klar ein wenig lauter sein können und hier und da waren ein paar Abmischungsschwanker drin, doch im Gesamten haben die Herren einfach gute Laune verbreitet. Nix mit Aufregung vor der Kulisse oder so… Da ging direkt die Luzi ab und das Publikum war dabei. Ich muss gestehen… ich war so fasziniert von der Kulisse… dem Auftritt usw. das ich mir tatsächlich keinen Song mehr gemerkt habe, den die Jungs gespielt haben. Was ich aber sagen kann, das jeder davon einfach ehrlich war. Das steht in diesem Sinne fest. Ehrliche Musik von coolen Jungs aus Berlin. Solltet ihr bei Gelegenheit in jedem Fall mal auschecken die Herren von Toxpack!

Wir konnten zum Glück beim Support an unseren Plätzen bleiben und mussten uns nicht mehr die Stufen nach Oben mühen. D.h. das Warten auf die Onkelz fand neben dem FOH Platz statt. Dort staunte man über die coolen Bilder eines Kollegen, der mit einem geilen Objektiv angereist war. Klar… wer es hat und nutzen kann.. warum auch nicht. Hätte man auch gerne, wenn man aus der Ferne fotografieren muss. Egal… die Vorfreude stieg und ich hörte heimlich mit, was so am FOH für Ansagen durchkamen. Auf einmal hieß es… nur noch 10 Sekunden dann Start vom Intro… 9… 8… 7… … 4… 3… 2… 1… Wummms.. Lichter gingen aus und das Intro startete. Es war soweit… die Böhsen Onkelz betraten nach und nach die Bühne. Boah…. was ein Moment.. was eine Gänsehaut. Ich hatte zwei Songs Zeit um Fotos machen zu können. Ich gestehe… Mindestens einen davon hab ich gefühlt nur schon mitgesungen und einfach die ersten Eindrücke genossen. Was von Beginnn an für eine Stimmung da war… wie laut mitgesungen wurde… einfach unbeschreiblich geil. Das hab ich in der Waldbühne in der Form nur bei einer anderen Band bisher erleben dürfen und das waren vor etlichen Jahren mal die Toten Hosen. Tolles Kontrastprogramm oder? 😀

Die Vier legten los wie die Feuerwehr und die Waldbühne erbebte und gleichzeitig erstrahlte sie auch. Was da auf der Bühne für eine satte Lichtanlage aufgefahren wurde, war schon amtlich. Dazu kamen noch ein paar Strahler, Leinwände und jede Menge gute Laune. Klingt komisch, aber ohne die funktioniert auch selten ein Lichtshow. Bewegliche Traversen, mit Leuchtmitteln angehängt, erstrahlten den Berliner Nachthimmel, auf der Leinwand hier und da passende Animationen und Videosequenzen zu den Songs. Links und rechts der Bühne standen weitere Leinwände, welche für die Besucher weiter Oben gedacht waren. Nach unseren zwei Fotosongs mussten wir erst einmal die Kameras abgeben. Das hieß… Treppen rauf. Boah was ein Marsch. Auf dem Weg.. überall strahlende und mitsingende Gesichter. Der Sound war dann oben ebenso gut gewesen, wie unten, wenn er auch hätte etwas lauter sein können. Kamera war abgegeben.. ab schnell zum Merch und kurz n Shirt geholt. XXL war aus.. dann rein in die XL… passt auch! Nix wie wieder runter an den Platz. Zum Glück durften wir, danke dafür nochmal an Tobi, wieder an die Plätze neben dem FOH zurück. Beste Sicht.. guter Sound… kann man nix sagen.

Dann war für mich einfach nur noch genießen angesagt… einfach die ganze Stimmung aufsaugen, mitsingen, hier und da sogar ein wenig headbangen und das ein oder andere Bier die Kehle runter fließen lassen. Ohja… das war ein Genuss. Ab und an bekam nam mal ein wenig Rauch von der Pyrotechnik in den Blöcken ab, was einen Fußballfan wie mir nix ausgemacht hat. Schlimmer fand ich den trockenen Staub vom Innenraum vor der Bühne. Dieser wurde durch das Pogo usw. aufgewirbelt und war echt unangenehm. Doch da muss man halt mal durch. War ja schließlich kein Ponyreiten hier. Die Band wirkte hier und da auch etwas sprachlos, was plötzlich mit Berlin auf einem Wochentag los war. Der Chor von den Rängen war beachtlich und so blieb dem W kaum mehr zu sagen als ein: „Berlin… das war legendär!“ Und Recht hatte er. Die ganzen 2 1/2 Stunden Show waren ein einziger Abriss. Die Setlist ein Hochgenuss für jeden Onkelz Fan. Wer hier nicht strahlend die Stufen erklommen hat, nach der Show, dem kann nicht mehr geholfen werden. Und was war noch so besonders? Stephan kann jetzt Akustikgitarre im Stehen spielen und seine Feststellung das die Texte von früher einfach gestrickt, dennoch geil waren. Recht hat er!

Ich kann mich nur verneigen und bedanken für diesen großartigen Abend. Mir fehlen noch heute die richtigen und weiteren Worte für dieses Konzert. Man muss es erlebt haben.

Setlist:

Ich bin in Dir (Version 2001)
Gehasst, Verdammt, Vergöttert
Lack & Leder
Hier sind die Onkelz
Keine ist wie du
Buch der Erinnerung
Das ist mein Leben
Fahrt zur Hölle
Leere Worte
Keine Amnestie für MTV
Dunkler Ort
Heilige Lieder
Entfache dieses Feuer
Finde die Wahrheit
Nenn mich wie du willst
Nur die besten sterben jung
Kirche
So sind wir
Terpentin
Wieder mal nen Tag verschenkt
Könige für einen Tag
Stunde des Siegers
Danke für nichts
Nichts ist für die Ewigkeit

Oratorium
Wir ham noch lange nicht genug
Auf gute Freunde
Mexiko
Erinnerungen

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