My Inner Circle – Echo Of Hearts

verfasst von Kalle

Drei Jahre nach ihrer Bandgründung haben My Inner Circle sich an ein Album gewagt. Die Band aus Potsdam besteht aus fünf jungen Musikern und das Album ist bereits seit Mai draußen, hat aber tatsächlich erst jetzt beim stöbern durch meine Ordner das Interesse geweckt. Und ich wurde vom geschätzten Kollegen Pat St. James noch einmal lieb auf die Band hingewiesen. Nun denn… lauschen wir mal den Klängen.

Beschrieben wird ihre Musik als Melodic Metal, was beim ersten Eindruck auch ganz gut passt, wobei Melodic mit düsteren Melodic beschrieben werden müsste. Die Songs wirken sehr tiefgängig, haben klare Riffs und wenig Schnick Schnack. Die Abmischung gefällt mir gut, da jedes Instrument gut zu vernehmen ist. Doch leider gibt es für mich einen Schwachpunkt auf dem Album… den Gesang. Der ist aber schnell zu beheben. Packt ein paar mehr Effekte auf Norbert seine Stimme oder lasst die zarte Stimme von Lea ans Mikro. Das passt aus meiner Sicht ein wenig mehr zu der Art von Musik.

Versteht mich nicht falsch, mir gefällt der Gesang schon, er könnte nur einen Feinschliff vertragen. Musikalisch gefällt mir die brachiale Härte in manch Songs. „Deal With Time“ ist mit seinem Headbangerpart echt klasse und auch das Keyboard passt hier echt schön. Am Ende hätte man die Becken vielleicht etwas dezenter machen können, wo das Keyboard seinen Solopart hat. Mir gefällt es übrigens sehr, wenn Norbert und Lea gemeinsam singen. Das harmoniert super und wäre vielleicht auch noch eine zusätzliche Option. „Lost Feelings“ ist mir aufgefallen, weil es sehr abwechslungsreich ist. Viele unterschiedliche Parts in dem Track, die überraschen.

Was mir zudem noch ein klein wenig am Gesang wundert, das er leicht emotionslos rüber kommt. Ob das jetzt so gewollt ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Wirkt ein wenig zu auf Sicherheit gehend für mich. Mehr frei raus wäre hier vielleicht angebracht, um die Songs noch kräftiger wirken zu lassen. Die Musikerfraktion hat ganze Vorarbeit geleistet. Instrumental wäre das Album alle Mal eine Empfehlung. Melodien sind gut gewählt, die Tempowechsel gut gesetzt, die Härte ist anständig. Insgesamt bieten die elf Songs eine gute Abwechslung und für die Kreativität von mir ein klarer Daumen hoch. Kleine Stellschrauben hier und da noch, aber dann sehe ich hier gutes Potential. Mal sehen was in den nächsten Jahren mit der Band passiert.

Tracklist:

  1. Intro
  2. Last Song of Goodbye
  3. Deal With Time
  4. Before
  5. Lost Feelings
  6. Circumstances
  7. The End
  8. Illusions
  9. See Us Soon
  10. Stained Treasures
  11. Break Through

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