Damnation Defaced – The Devourer

verfasst von Henry E.-S.

So sehr ich Fenriz von “Darkthrone“ auch mag, mit einer Einstellung von ihm laufe ich irgendwie konträr: Der nämlich, die da sämtliche Versuche des Mischens von Elektronischer Musik und Metal ablehnt. Gut, bei diesen Versuchen ist eine ganze Menge Scheiße bei raus gekommen, aber auch einige Ausnahmen. Nehmen wir nur mal “Samael“ oder die erste Scheibe von “Eskimo Callboy“. Mit “Damnation Defaced“s neuer Platte “The Devourer“ hat das nur peripher etwas zu tun, aber trotzdem etwas Bestimmtes. Hier kam nämlich meine Recherche zum tragen.



Das Album wollte bei mir einfach nicht Klick machen. Also sah ich mir mal an, was zu den letzten Alben so geschrieben wurde. Da, dachte ich, würde ich bestimmt schon irgendeinen Hinweis kriegen, was denn das alles soll und wie es endlich Klick machen könnte. Die Wertungen der deutschen Magazine ignorierte ich vorläufig erst mal, da die Band mir doch etwas gehyped vorkam (Stichwort “Vorschusslorbeeren“). Neben verwirrenden Genrebezeichnungen (Death und Black Metal – also bitte Kinder, dass ist kein Black Metal), las ich da häufiger vom guten Einsatz bestimmter Synthies. Dass machte mich dann doch hellhörig und ich ließ die Platte ein weiteres Mal rotieren. Also sinnbildlich. Sonst müsste ich ja meinen MP3-Player drehen. Also ihr wisst ja, wegen drehen und so… Egal, also: “Damnation Defaced“ spielen Melodic Death Metal, welcher mit leichten Deathcore-Eindrücken aufwartet und zum Glück noch die Härte der Melodic Death Schule fährt. Eher so in Richtung “Amon Amarth“ und dem üblichen Dauerfeuer von Doublebass-Attacken. So weit, so gut, so Standard, so Normal. Jetzt kommen allerdings die erwähnten Synthies ins Spiel. Für uns Fans des Synthwaves, wie “Pertubator“ und “Daniel Deluxe“: Hört auf zu sabbern. Das ist es nicht.

Die Band macht keine von Feenriz verachtete Mischung aus Metal und Electro im 50:50-Verhältnis. Die Songs sind eher so konzipiert, dass dieses wirklich nur Nuancenhaft eingebrachten Synthie-Sounds eine Leichte Untermalung bieten. Sie sorgt dafür, dass eine Sci-Fi-Thematik, welche sich den Bogen vom Cover auf die Songs schlägt, wirklich passt. Es ist also Death Metal mit ein paar elektronischen Tönen drin. Aber einfach mehr Death Metal. Der ist auch gut. Es erinnert von der Schlagkraft und dem stark angelehnten Gesang an “Amon Amarth“ in weniger episch und ohne Wikinger, dafür mit einem Vibe, der einfach nur jüngeren Bands anhaften kann. Alles in allem ist das gut, was uns hier auf “The Devourer“ geliefert wird. Das Problem ist: Ich würde es einfach nicht als Sehr gut ansehen. Es ist ganz interessant, aber da müssen die Jungs jetzt selbst nochmal ran und selbst mal mehr experimentieren. Mehr Synthies! So ist dieses Platte Guter Standard. Und jetzt entschuldigt mich, ich hab mir grad ein Stück Kuchen geholt.

Tracklist:
01.Intro
02.Between innocence and omnivores
03.Hunter and the vermin
04.Race for the grail
05.Stargazer
06.Sytem of inquity
07.Palace of dead souls
08.Tiefenrausch
09.Through asteroids ans cosmic dust
10.Unbound the prophecy
11.Vultures escape from nadrog
12.The dark companion

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