Whitesnake – Flesh & Blood

verfasst von Tim Otterbeck

Whitesnake sind mit ihrem neuen Album Flesh & Blood zurück. Whitesnake? Die gibt es noch? Oh ja, und wie! Die 1978 von dem ehemaligen Deep Purple Frontmann David Coverdale gegründete Hard Rock Legende möchte es zum 40jährigen Bandjubiläum nochmal wissen, beglücken sich selbst und ihre treuen Fans mit einem neuen Album, dass es durchaus in sich hat. Der Opener „Good to see you again“ ist ein direkter Apell an ihre Fans, der bestimmt auch als neuer Opener für die kommenden Liveshows dienen wird.

Der Song geht gut nach vorne mit viel Rhythmus und Blues und sorgt für die perfekte Stimmung. Ein erstes kleines Highlight. Gonna be alright wirkt dagegen bedächtig und hätte vielleicht besser in die Mitte des Albums gepasst. Doch mit Shut up and Kiss me (der auch schon vorab als Single ausgekoppelt wurde), knüpft direkt an den Opener an und geht noch einen Schritt weiter nach vorne. Whitesnake nehmen langsam Fahrt auf. Hey you (you make me Rock) ist eine Whietsnake-Stadion- Hymne, wie sie im Buche steht: pulsierend in der Bridge und mitreißend beim Refrain. Always and Forever kommt als Liebeslied daher, lässt sich aber auch mühelos auf die Fans übertragen. Coverdale klingt hier so kraftvoll, wie vor 30 Jahren, die Gitarren lassen es krachen. Ein Song, der ebenso im Liveset nicht fehlen sollte.

Nach fünf größtenteils stimmungsvollen Songs, gehen es Whitesnake etwas langsamer an und liefern mit When I think of You (Color me blue) eine klassische Rock-Ballade ab, bei der so manches Feuerzeug gezündet werden wird. Danach legen Whitesnake aber wieder voll los: Die nächsten drei Songs stehen den ersten Songs von Flesh & Blood in Nichts nach. Mit Heart of Stone dann die zweite Ballade, die aber im Vergleich zu When I think of You (Color me blue) druckvoller, bluesiger und härter ausfällt. Eine kraftvolle Hymne, bei der Coverdale sein volles Volumen auffahren lassen kann. Mit Get up liefern Whitesnake noch einmal einen Song, der mit großer Sicherheit zum Live-Hit werden wird. Druckvoll, rockig und heiter beschwingt lädt er wirklich jeden zum Tanzen ein. MitAfter All und Sands of Time gehen sie es dagegen wieder bedächtig an. Diese sind mitunter auch die schwächsten Songs des Albums und hätten ruhig auch als B-Seite veröffentlicht werden können. Hier verspielt man das Potential, dass man mit Getup noch einmal geschaffen hat.

Fazit:
Whitesnake 2019 stehen ihren alten Erfolgen in nichts nach. Auch nach 40 Jahren Bandgeschichte beweist David Coverdale, dass er noch lange nicht zu den alten Eisen gehört. Er hat es in den letzten Jahren geschafft, eine Band zusammenzustellen (er ist das einzige, verbliebene Gründungsmitglied), die immer noch jugendlich frisch klingt. Wir haben hier eine Band, die genau weiß, was die Fans wollen: pulsierenden Rock’n’Roll und herzerwärmende Balladen. Dies wissen Whitesnake gekonnt miteinander zu kombinieren. Einzig Gonna be alright, After All und Sands of Time hätten nicht zwingend sein müssen. Kann man darüber hinwegsehen haben wir mit Flesh & Blood ein waschechtes Hard Rock Brett vor uns, das nicht nur Fans gefallen dürfte.

Tracklist

1. Good to see you again
2. Gonna be alright
3. Shut up & kiss me
4. Hey you (you make me Rock)
5. Always & forever
6. When I think of you (Color me blue)
7. Trouble is your middlename
8. Flesh & blood
9. Well I never
10. Heart of stone
11. Get up
12. After all
13. Sands of time

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