Plaque of Carcosa – Ocean is more ancient than the mountains

verfasst von Henry E.-S.

Ich bin grad auf menschliche Weise enttäuscht. Nur zwei Songs, ist ja schön und gut, aber insgesamt nur roundabout 18 Minuten? Da hätte ich mehr erwartet, denn dass hier ist eine solche Arschbombe in den Doom Metal, dass man einfach mehr erwarten kann. Ist auch Jacke, denn viel wichtiger ist, dass wir hier mal eine Band haben, die noch nicht so bekannt ist. “Plaque of Carcoa“ stammen aus Chicago und haben sich wohl schon im Untergrund eine gewisse Popularität aufgebaut. Und bei dem, was man auf dieser neuen Platte, öhh, EP hört gar nicht mal schlecht. Jedoch mit einer deutlichen Schräglage hin dazu, was man eben als Underground versteht. Denn was ist noch nischiger als Doom Metal? Richtig! Instrumentaler Doom Metal! Hier wird auf Gesang verzichtet, dafür das Tempo etwas höher angesetzt und der mehr gefrickelt. Es gibt die ganze Zeit während der beiden Songs eine schöne Varianz an Melodien, welche sich schön stampfend vorwärts bewegen.

Die beiden Herren beherrschen Ihre Kunst. Nun kommen allerdings auch noch Noise-Elemente dazu, was das Ganze noch nischiger macht. Ich finde das immer wieder geil, wenn mit solchen Elementen gearbeitet wird und in diesem Falle auch so interessant. Im zweiten Track beispielsweise wird in einer Passage die Gitarre künstlich in verschiedenen Höhen abgewürgt, um mit diesen Quietschern die Melodie weiter zu stricken. Hinzu kommt nun noch eine Schwerpunktthematik, durch die man die Platte auf zwei Wegen hören kann, einmal ganz normal und einmal mit der von der Band angedachten Thematik im Hinterkopf. “Plaque of Carcosa“ haben sich inhaltlich darauf festgelegt, Musik über den Cthulhu-Mythos zu kreieren. Und da liegt eine kleine Krux. Das mag nämlich so sein und passt auch gut, wird aber diejenigen Lovecraft-Enthusiasten abschrecken, die bei Cthulhu eher an sphärische-ruhige Musik denken. Obowhl dieser stampfende Doom eigentlich auch ganz schön die größe Cthulhus wiederspiegelt. Ansonsten ist die kleine EP einer kleiner nischiger Leckerbissen. So schön nischig, dass man da noch ganz alleine auf seiner Wiese spielen kann, ohne dass die ganzen anderen Leute kommen. Und jetzt entschuldigt mich, es ist warm.

01.Crawling chaos
02.Madness at sea

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