Majesty – Legends

verfasst von Kalle

Es ist eine Art Fortsetzung, was Majesty mit dem neuen Album Legends bringen werden. Vor zwei Jahren kam Rebels auf den Markt und sorgte für große Begeisterung. Das neue Album dürfte ein wenig für Verwunderung sorgen, denn so kenn man Majesty noch nicht unbedingt. Das beginnt beim neuen Logo, dem neuen Look von Tarek und einen etwas anderen Sound, wenn man dem Intro glauben schenken darf. So ganz Heldenmäßig, wie sie früher immer aufgetaucht sind, kommen Majesty nicht rüber.

Im Gegenteil… es wirkt ein wenig geerdet und gereifter. Dabei entführen sie uns mit dem Album in eine postapokalyptische Wastlandatmosphäre. Man kann aber sagen, das steht den Jungs. Schon das Cover konnte mich überzeugen und macht Lust auf mehr. Wie der Typ da mit Gitarre in einer demolierten Stadt, umgeben von Feuer steht, das ist schon gut gewählt. Und nach dem Intro hat der erste Track „Rizing Home“ direkt mal Druck auf dem Kessel. Da kommt euch eine ordentliche Metalwand entgegen. Schon nach gut drei Minuten konnte ich den Refrain fleißig mitsingen. Das Teil hat Livepotential und könnte eine starke Hymne werden.

„Burn The Bridges“ geht dann mit satten Keyboardklängen los. Hoppla… ist da jetzt Sabaton am Werk? Nein, es sind immernoch Majesty, was man spätestens an der Stimme von Tarek erkennt, die wirklich sehr einmalig ist und zum Sound von Majesty passt. Zudem sind sie sich ihrem gewissen Trackaufbau treu geblieben. Kann man schwer beschreiben, aber ich würde Majesty aus vielen Bands heraus hören, denn sie haben einfach dieses gewisse eigene Ding. Cool in dem Song find ich diese kleine Pause, wo man fast denken könnte, das Lied wäre zu Ende. Dann gibt es den Refrain noch einmal. Schön zum mitgröhlen gedacht.

Dafür sind Majesty ja schon seit vielen Jahren bekannt, denn ihre Songs prägen sich schnell ein und man kann viele Refrains einfach mitgröhlen. Schön das es auf dieser Platte wieder so ist. Nachdem die ersten zwei Songs mit Vollgas durch die Boxen flogen, kommt „We Are Legends“ im gemütlichen Mid-Tempo daher. Der Song bietet eine etwas düstere Stimmung, die durch diese gewisse Dumpfheit noch untermalt wird. Gefällt mir sehr gut. Zu „Wasteland Outlaw“ gab es einen tollen, in Berlin gedrehten Clip. Daher ist der Song bereits vielen Fans bekannt. Und dann kommt er doch noch… dieser so wirkliche typische Majesty-Track.

„Church Of Glory“ ist Majesty durch und durch. Egal ob der mehrstimme Gesang im Refrain, das Tempo, die Melodie, die Riffs… ach das ist einfach geil. Selbst diese sehr überraschenden Keyboardklänge passen da rein. Headbangen bitte! „Maverick Suprem“ hat wieder einen Anfang, der mich ganz stark an was erinnert, was ich jetzt fast gar nicht äußern mag. Habt ihr euch mal vorstellen können, wie eine Metalband Schlager spielen würde und wie das klingen könnte? Ja… genau dieser Gedanke kam mir original beim Beginn von dem Song. Ich hatte Majesty, gemischt mit Sabaton vor Augen, wie sie bei Florian Silbereisen und Co. den Track performen. Fragt mich bitte nicht warum.

Schnell weiter zur Ballade der Platte. „WordsOf Silence“ ist sehr gefühlvoll und baut sich Stück für Stück auf. Feuerzeuge raus und genießen! Mit sattem Drumintro geht es dann in „Last Brigade“. Hier kommt es mir fast vor, als würde Tarek ein wenig untergehen, wenn das Drumgewitter über ihn herein bricht. Das Gitarrensolo ist hier übrigens zum dahin schmelzen. Gilt aber praktisch für alle auf dem Album. Das können die Jungs einfach in Perfektion. „Blood Of The Titans“ gehört für mich tatsächlich zur schwächsten Nummer, was man vom Songnamen ausgehend gar nicht vermuten würde. Aber irgendwo hat der Song bei mir nicht so gezündet.

Das Finale mit „Stand As One“ packt dann noch einmal Alles raus, was die Band zu bieten hat. Im Gesamten ist die Platte wieder ein ordentliches Machtwerk von Majesty geworden. Für jeden Metalhead eine klare Kaufempfehlung, wenn auch man sich noch ein wenig an die kleinen Veränderungen in der Band gewöhnen müsste. Der Großteil der Tracks wird euch überzeugen und das nicht nur auf dem Album.

Tracklist:

1. The Will To Believe
2. Rizing Home
3. Burn The Bridges
4. We Are Legends
5. Wasteland Outlaw
6. Church Of Glory
7. Mavericks Supreme
8. Words Of Silence
9. Last Brigade
10. Blood Of The Titans
11. Stand As One

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