Fleshgod Apocalypse – Veleno

verfasst von Henry E.-S.

Wenn man genügend oft Texte in den eigenen Heimcomputer gehackt hat, passiert es einfach, dass man sich irgendwann wiederholt. Dass man sich irgendwann wiederholt. Dass man sich irgendwann wiederholt. Man kann es aber einfach nicht unerwähnt lassen. Wisst ihr den noch alle, was ich in regelmäßigen Abständen zu Bands sage, die einen Brocken von einem Album hingelegt haben? Nee nicht das.



Nein, das mit den Orgien im Tonstudio auch nicht. Ich meine dieses Paradebeispiel mit “Harakiri for the Sky“ und ihrem Album “Trauma“. Das war nämlich so verdammt gut, dass jedes Album danach von ihnen automatisch damit verglichen werden wird. Und daran zerbrechen wird, egal wie gut es ist. Diese Problematik hat man häufiger. Wie umgeht man diese nun als Rezensent? Denn “Fleshgod Apocalypse“ sind schon seit einigen Jahren eine feste Größe im Technical Death Metal und haben bereits mit “King“ eines der wichtigsten Alben in diesem Untergenre geliefert. Das kann man alles so heraus finden, ohne jemals großartig viel Musik von der Band gehört zu haben. Das ist jetzt auch ganz wichtig dafür, wie wir jetzt die “Harakiri-Trauma-Problematik“ umgehen: Ich habe maximal 2-3 Lieder von “Fleshgod Apocalypse“ in meinem leben gehört.

Ich konnte also relativ unbeeinflusst an das neue Album “Veleno“ heran gehen. Im Vorfeld war ich da schon etwas skeptisch. Death Metal und Klassische Musik? Wenn das wieder so eine Nightwish-Eske Nummer wird, spring ich aus dem Fenster im ersten Stock. Doch, oh Wunder, ich wart glatt überfahren. Bei voller Fahrt durch den 40-Tonner. “Veleno“ kanült sofort ab dem ersten Track mit reinrassigem Tech-Death los, welcher sich doch stärker von anderen Größen des Genres abhebt. Die Geschwindigkeit ist fast schon rasend. Was die Songkonstruktionen von – sagen wir mal “Meshuggah“ – abhebt, ist das sich die Komplexität nicht unbedingt aus dem Durchgefrickel auf der Gitarre ergibt. Diese ist zwar da, aber seichter. Was den eigenen Stil der Band auszeichnet, ist die Einmischung von Orchestralen Elementen und klassischen Instrumenten, sowie ein fester Pianist. Und ich find Klaviere halt irgendwo geil.

Ich glaube diese Kombination ist es, die das Ganze noch einmal eine Spur härter macht. Klassische Musik hat schon eine ganze Menge Erfahrung mit Kreierung von Opulenz und Pathos. Das das im Death Metal wunderbar klappen kann, zeigen ja schon “Ex Deo“. In diese Kerbe schlagen auch “Fleshgod Apocalypse“, allerdings mehr mit einer gehörigen Portion “Negator“ im Sound. Das macht alles durchgehend Spaß und erschließt sich auch erst beim mehrmaligen Hören. Als Meilenstein sollte man “Veleno“ nun allerdings nicht sehen. Dazu hat man manchmal das Gefühl, dass da etwa fehlt, dass da jemandem die Ideen ausgegangen sind. Dafür bekommt man aber Lust, noch mehr von der Band zu hören. Und jetzt entschuldigt mich, ich muss mir mal die hoch gelobte “King“ von “Fleshgod Apocalypse“ anhören.

Tracklist:
01. Fury
02. Carnivorous Lamb
03. Sugar
04. The praying mantis strategy
05. Monnalisa
06. Worship and forget
07. Absinthe
08. Pissing on the score
09. The day we’ll be gone
10. Embrace the oblivion
11. Veleno

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