False Gods – the serpent and the ladder

verfasst von Henry E.-S.

Manchmal liegt einfach in der Kürze die Würze. Kennt ihr diese kleinen Karamellkekse, die es manchmal zum Kaffee gibt, die so einzeln eingepackt sind? Die Dinger, an denen man sich halb Tod fressen könnte, man aber nur den einen bekommt? So etwa ist “The Serpent and the ladder“ von den New Yorkern “False Gods“. Zwei Songs. Punkt. Mehr kommen da nicht. Das ist aber auch ganz gut so. (Um bei dem bekloppten Keks-Vergleich zu bleiben: Glaubt mir.

Die zwei Songs/Kekse genügen. Hab die Kekse mal im Supermarkt gefunden. Nach 20 Minuten war die Packung alle und mir war schlecht). Diese beiden Tracks sind im behäbigen Slow- bis Midtempo-Bereich des Doom zu finden. Wer jetzt aber direkt das Signal zum Schmunzeln an seine Gesichtsmuskeln weiter gibt und sich auf eine 50 Minuten-Scheibe freut, der irrt. In der Kürze liegt die Würze. Diese EP verfügt über eine Spielzeit von 12 Minuten und ein paar kleine Sekündchen. Das war’s. Und das ist auch Wowereit ähh gut so. Was uns Freunden der Musik hier präsentiert wird, stützt sich in der Basis auf einen herrlich sanft stampfenden Doom Metal, welcher stark in Richtung der Sludge-Musik geht. Es wird sich Zeit genommen. Zeit um dieses Songduo, vor allem im zweiten Track, zu einer Monumentalität auf zu bauen, welche mich interessanterweise positiv an die späteren Werke von “Bathory“ erinnert.

Der Gesang bleibt zu meist bei einem angenehm rauchigen Shouting, welches eher aus dem Hintergrund hervor dröhnt, ergänzt um ein krächzendes, hohes Shouting. Dies alles fügt sich zu einer melancholischen Grundstimmung zusammen, die sich darin die Bahn bricht, dass man gewisse Post-Hardcore-Vibes fühlt. Nicht so sehr in den Gitarrenläufen und Sludge-Wellen, mehr darin, wie die Musik alles in allem arrangiert und komponiert ist. Die Kürze ist auch wegen einer bestimmten Sache gut gewählt: Jeder kann rein hören. JEDER. So lang ist das ja nicht. Es ist ein kleiner, schöner, doomiger Quicki, den man eigentlich Jedem ans Herz legen kann. Kost ja nicht die Welt. Einfach mal machen. Und jetzt entschuldigt mich,…

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