Aephanemer – Prokopton

verfasst von Kalle

Okay… anschnallen… denn jetzt kommt ein Album, welches es direkt in meine Favouritenliste für das Jahr 2019 schaffen wird. Was da aus Frankreich, genauer gesagt aus Toulouse, für ein Album kommt, das hat mich komplett umgehauen. Wenn ich Melodic Death Metal lese, dann bin ich ja schon Feuer und Flamme für, wenn es dann noch so klingt, wie das neue Werk von Aephanemer, dann bin ich sowas von auf Wolke 7… Boah ist die Scheibe geil.

Aber warum rede ich jetzt so lobend über das Werk von den Vier aus dem Nachbarland? Nun… sie verbinden soviele Einflüsse und machen ihr eigenes Ding daraus, was einfach ein Leckerbissen ist. Stellt euch den Sound von Amon Amarth, Children Of Bodom, Ensiferum usw. in einer Band vor. Dann habt ihr eine ungefähre Vorstellung, was euch hier erwartet. Schon der Opener und Namensgeber der Platte „Prokopton“ zündet direkt im Intro. Hier habe ich erst vermutet Amon Amarth betreten die Bühne. Und damit hatte die Band mich praktisch schon gefesselt. Als dann die Geschwindigkeit und Gesangsart, ähnlich wie bei Children Of Bodom, in den den Strophen kam und später im Song dann die sehr melodischen Gitarrensounds… war es um mich geschehen. Es war wieder Zeit für Schreibtischheadbangen.

Die Band dürfte übrigens einigen von euch bereits bekannt sein, denn sie gewannen 2018 das Wacken Metal Battle in Frankreich und durften somit auf Wacken sich präsentieren. Lohnenswert! Was ich an dem Album besonders mag, das sind diese Arrangements mit dem Orchester. Ob das live dann nun vom Band kommt, spielt keine Rolle, denn es passt einfach wie die Faust auf´s Auge. „Dissonance Within“ ist da ein gutes Beispiel, wo das Intro aus solch Klängen besteht. „Snowblind“ hätte dann im Intro direkt von Ensiferum kommen können. Was ein epischer Klang. Da machen sie dem Genre „Melodic“ Death Metal alle Ehre. Und dann überraschen sie mit „At Eternity´s Gate“. Einem Instrumental, das auf melodische Gitarre setzt und einleitet zu „Back Again“. Und hier ist dann einfach mal Vollgas angesagt. Headbanger: Hier kommt ihr auf eure Kosten.

Das gilt natürlich für das gesamte Machwerk von Aepanemer. Verschnaufpausen gibt es nur selten. Die Platte ist verdammt gut produziert. Sie ist nicht zu blechernd klingend, was ja durchaus bei solch Klängen passieren kann. Es gibt auch keinen übersteuerten Bass oder ähnliches. Ein klein wenig mehr Druck darf es dennoch sein, das hat aber eher mit den schlechten Boxen von mir zu tun. Auf einer guten Anlage stelle ich mir das Album richtig geil vor. Einer meiner Lieblinge ist „Bloodline“. Das liegt an dieser eingängigen Melodie, die mich ein klein wenig an Arkona erinnert hat. Ihr merkt… hier steckt wirklich viel drin und dennoch ist es ein eigenes grandioses Album. Zum Schluss gibt es dann noch „If I Should Die“. Das Stück geht über neun Minuten und spiegelt zum Finale noch einmal all das wieder, was die Platte ausmacht.

Als ich das Album erhielt, da lief es auf meinem MP3 Player bestimmt 30 Mal in Dauerrotation… und daher einfach nur beide Daumen ganz weit nach Oben. Diese Platte ist ein Muss für alle Fans von gutem Melodic Death Metal und garantiert ein Türöffner für die Band auch in Deutschland. Wer sie noch nicht kennt: Auschecken und mögen. Ihr werdet es nicht bereuen!!!

Tracklist

  1. Prokopton
  2. The Sovereign
  3. Dissonance Within
  4. Snowblind
  5. At Eternity’s Gate
  6. Back Again
  7. Bloodline
  8. If I Should Die

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