Battle Beast

Support: Arion
08.04.2019
Lido
Berlin

verfasst von Kalle

Finnischer Abend in Berlin und da darf ich natürlich nicht fehlen, zumal eine Band auf der Bühne stand, welche ich bereits 2011 endteckt hatte, wo in Deutschland nur Insider von ihnen hörte. Jetzt befinden sich Battle Beast auf Headliner Tour und ihre Show in Berlin war ein absoluter Kracher. Das lag nicht nur an Battle Beast, sondern mit u.a. auch am Support Arion. Die ebenfalls aus Finnland stammende Band sorgte für einen satten Auftakt, der bereits um 19:30 Uhr gewesen ist, nachdem sich um 19 Uhr die Tore öffneten. Viele Fans waren bereits vor Ort, darunter zahlreiche Arion Fans, die sehr textsicher gewesen sind. Die Bühne war aber sehr schmal für die Jungs, die ihr Schlagzeug links vorne auf der Bühne hatten. Damit hatte Schlagzeuger Topias wohl den meisten Platz. Sänger Lassi war mittig auf der Bühne zu Hause und konnte sich leider wenig entfalten, was ihm aber nicht schadete. Der Junge kann mit seiner Stimme direkt überzeugen und die kleinen Gesten und Moves, die er eingebaut hat, sorgten für ein stimmiges Bild. Leider hat man aber von der Band nur wenig gesehen. Der Hauslichttechniker hat mal wieder den Knopf für das Frontlicht nur zu selten gefunden. Es ist jedes Mal leider das Gleiche, wenn der „Studierte“, an den Knöpfen sitzt. Schade, denn die Jungs haben sich richtig Mühe gegeben mit dem Publikum auch zu kommunizieren. Besonders Keyboarder Arttu ist oftmals komplett untergegangen. Im Gesamten ein schöner Support und toller Auftritt der Band aus Helsinki.

Die Umbaupause verlief dann recht zügig und nach knappen 30 Minuten war es dann Zeit für Battle Beast. Und es werde Licht! Schön wenn dann ein Profi am Werk ist, der sein Handwerk versteht und eine Band grandios in Szene setzen kann. Großes Lob an den bandeigenen Lichttechniker. Der hat mir, genauso wie der gute Tontechniker, den Gig richtig versüßt. Man darf im Lido ja oft die ganze Show fotografieren und das habe ich natürlich komplett ausgenutzt. Die Speicherkarte war am Ende voll und das spricht für jede Menge toller Motive. Sängerin Noora sticht da in erste Linie hervor. Vor der Show kam sie noch komplett ungeschminkt usw. durch die Eingangstür und man hatte sich schon ein wenig gewundert, ob sie das wirklich sei. Auf der Bühne waren dann aber alle Zweifel beseitigt und die Powerfrau legte eine saustarke Show hin. Ihr Outfit war schon geil gewählt und hatte soviele Details zu bieten. Es hat bei den Hörnern als Kopfschmuck begonnen und ging runter bis zu fetten Stiefeln. Ihr Make Up saß optimal und das die Wimpern nicht abgeflogen sind, war schon beeindruckend.

Ein wenig irritiert schaute die Band schon ins Publikum, das von Beginn an komplett mitging und die Band abgefeiert hat. Kein Wunder eigentlich, haben sich Battle Beast über die letzten Jahre in viele Herzen gespielt. Ihr aktuelles Album hat zudem viele neue Fans erreicht. Nach dem Intro ging es mit „Unbroken“, „Familiar Hell“ und „Straight To The Heart“ direkt satt los. Es dauerte gar nicht lang, da kamen Joona und Juuso an den Gitarren ordentlich ins Schwitzen. Janne an der Keytar hingegen wirkte wenig beeindruckt von der aufkommenden Wärme im Saal. Der war jetzt sehr gut gefüllt. Bassist Eero sorgte immer wieder mit Interaktionen und Ansagen zum Publikum für heitere Stimmung. Die Setlist war gespickt mit ein paar neuen Tracks und vielen beliebten Klassikern. U.a. folgten „Unfaire Tales“, das beliebte „Black Ninja“, „Endless Summer“ und „I Wish“. Es gab an der Show keinen Mangel oder so… was ich extrem cool fand. Trotz der kleinen Bühne hat sich eine großartige Energie gezeigt. Man wechselte Positionen, es wurde viel geheadbangt und Noora sprang immer wieder auf die Podeste und war somit auch von weiter hinten gut zu sehen.

Es ging auch sportlich zu, wenn ein paar Kicks usw. folgten oder wie im Song „Raise Your Fists“ die Hände nach Oben gerissen wurden. Mit „The Golden Horde“ und „Out Of Control“ war dann ein absoluter Höhepunkt der Show erreicht. Der konnte nur getoppt werden, als eine kleine Verschnaufpause genutzt und ein Jam von Rammstein´s „Du Hast“ angestimmt wurde. Die Band hatte zuvor im Soundcheck genau das geübt, doch da Publikum sang dieses Mal mehr mit und die Band spielte nur ein paar Takte. Das hatten sie sich eigentlich anders ausgedacht, klappte aber dennoch ganz gut. Mit „Touch In The Night“, „Bastard Son Of Odin“ und „The Hero“ ging es dann schon dem Finale entegegen. Immer wieder gab es Jubelausbrüche, die irgendwie kein Ende zu nehmen schienen. Die Band genoss dies sichtlich, bevor es dann zum Finale „Eden“, „No More Hollywood Endings“, „King For A Day“ und „Beyond The Burning Skies“ gab. Man merkte, es gab nur wenige Songs von den Bandanfängen, man konzentrierte sich mehr auf die für Noora geschriebenen Stücke. Sie stand natürlich klar im Mittelpunkt der Show, da sie häufig die Einzigste war, die keine Nebelfontänen direkt abbekommen hatte. Die wurden in fast jedem dritten Song zum Einsatz gebracht, was gar nicht so doof war, denn dieser „Nebel“ verzieht sich schneller, als der Normale. Somit klare und gut Sicht auf eine tolle Show.

Die war dann um 22:30 Uhr ungefähr zu Ende gewesen. Das Lido räumte sich rasch, doch wer noch ein wenig geblieben war, der konnte noch ein Foto u.a. mit Noora machen. Praktischerweise hatte ich meine kleine LED Leuchte dabei und konnte beim ausleuchten für die Fotos helfen. Zum Dank dafür gab es ein Shirt vom Merch. Coole Aktion – danke dafür \m/ Danke natürlich auch für eine grandiose Show, die richtig Feuer unterm Hintern hatte und das für einen Montag in Berlin. Da dürfen jetzt andere Städte gerne nachziehen. Battle Beast sollte man live wirklich erleben, wenn man auf eine gut gelaunte Truppe steht, die super schönen Metal spielen. Ihr kommt hier voll auf eure Kosten. Genießt es \m/

Setlist:

Unbroken
Familiar Hell
Straight to the Heart
Unfairy Tales
Black Ninja
Endless Summer
I Wish
Raise Your Fists
The Golden Horde
Out of Control
Touch in the Night
Bastard Son of Odin
The Hero
Eden
No More Hollywood Endings
King for a Day
Beyond the Burning Skies

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen