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Aenimus - Dreamcatcher

|   CD Review

Verfasst von Robert K.

Eins der schönsten Gefühle ist es, wenn kurz vor dem Wochenende eine neue CD im Posteingang der E-Mail eintrudelt, auf die man sich schon gefreut hat. So geschehen ist mir das und zwar mit Aenimus zweitem Album "Dreamcatcher". Ohne große Umschweife geht es nun los. Hoffen wir nur, dass die Platte nicht wie der gleichnamige Film wird.

Zunächst legen wir das Grundgerüst des Albums fest: Hier wird Tech Death mit Horror-Thematik gespielt, aber man merkt über die gesamte Spielzeit, dass die Band nicht vor anderen Stilen zurückschreckt , sowohl instrumental als auch im Gesang. Einen ordentlichen Grad an Härte hält man dabei und Schnelligkeit beweisen die Jungs, wie auch ein großes Maß an Feingefühl im Spiel. Ein ums andere Mal erwische ich mich dabei, einzelne Parts zu wiederholen, nur um sie sofort nochmal hören und genießen zu können. Wieder und wieder glänzen dem Hörer kleine Schmankerl entgegen, wie ein orchestraler Einspieler, ein paar jazzige Intermezzos und selbst etwas Techno, wenn man es so nennen kann.

Was man dem ganzen Album anmerkt, ist die äußerst hohe Qualität an Produktion und Detailverliebtheit. Es wirkt alles intensiv, dramatisch und alles andere als von der Stange. Viel wichtiger als technische Begriffe ist mir das Feeling und das stimmt durchweg. Für eine Band, von der ich nichts erwartet habe, weil sie mir unbekannt war, bin ich mehr als positiv überrascht und froh, die Chance zu haben, in den Hörgenuss zu kommen.

Aenimus liefern mit "Dreamcatcher" ein Feuerwerk an Träumen, die im Traumfänger hängen geblieben sind und dabei luzid und energiegeladen sind. Jeder Song sprudelt über mit guten Ideen und wirkt wie aus einem Guss, aber eine Legierung vieler Einflüsse. Sehr empfehlenswert!

Tracklist:

1 - Before the Eons
2 - Eternal
3 - The Ritual
4 - My Becoming
5 - The Dark Triad
6 - Between Iron and Silver
7 - The Overlook
8 - Caretaker
9 - Second Sight
10 - Day Zero
11 - Dreamcatcher